Merbromin
Merbromin ist ein fluoreszierender Triphenylmethan- und Xanthenfarbstoff, ähnlich dem Eosin und Fluorescein.
Eigenschaften
Merbromin ist das Dinatriumsalz einer quecksilberorganischen Verbindung, bei der Dissoziation entsteht kein Quecksilberion. In wässriger Lösung erscheint Merbromin karminrot, stark verdünnt zeigt es eine gelblich-grüne Fluoreszenz. Merbromin löst sich 1:1 in Wasser, in Aceton und Chloroform ist es praktisch unlöslich.<ref>The Merck Index. 14. Auflage, 2006.</ref>
Verwendung
Der quecksilber- und bromhaltige Farbstoff wurde in Deutschland bis 30. Juni 2003 in Form einer zweiprozentigen wässrigen Lösung als Antiseptikum (Handelsname Mercuchrom) vertrieben.<ref name="PZ" />
Das Mittel wurde insbesondere zur Behandlung von Hautverletzungen wie Schnitt- und Schürfwunden verwendet,<ref name="SPON">Desinfektionsmittel Mercurochrom: Wir waren die rote Armee, Spiegel Online, 17. Juli 2013.</ref> ist aber heute wegen seines Quecksilbergehaltes umstritten (toxisch bei Resorption, Umweltbelastung) und in Deutschland als Fertigpräparat und auch als Rezeptur nicht mehr erhältlich.<ref name="PZ">Merbromin im Spiegel der Expertenmeinungen, Pharmazeutische Zeitung, 22. September 2003.</ref> Der Name wird heute für eine neue Zusammensetzung auf der Basis von Povidon-Iod verwendet (Mercuchrom-Jod).
In anderen Ländern wird Merbromin weiterhin eingesetzt, beispielsweise bei der Behandlung offener Tropengeschwüre. Merbromin darf nicht zusammen mit iodhaltigen Präparaten eingesetzt werden.
Als moderne Alternative wird vielfach Octenidin vorgeschlagen.
Einzelnachweise
<references />
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- Dibenzopyryliumverbindung
- Bromsubstituierter Heteroaromat
- Phenolat
- Benzolcarbonsäuresalz
- Quecksilberorganische Verbindung
- Hydroxyverbindung
- Natriumverbindung
- Fluoreszenzfarbstoff
- Triphenylmethanfarbstoff
- Xanthenfarbstoff
- Arzneistoff
- Antiseptikum
- Beschränkter Stoff nach REACH-Anhang XVII, Eintrag 18(a)