Mett-Oberschlatt
| Mett-Oberschlatt | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Staat: | Vorlage:CHE2 | |||||
| Kanton: | Datei:Wappen Thurgau matt.svg Thurgau (TG) | |||||
| Bezirk: | Frauenfeld | |||||
| Politische Gemeinde: | Schlatt | |||||
| Postleitzahl: | 8252 | |||||
| frühere BFS-Nr.: | 4532 | |||||
| Koordinaten: | 694388 / 279339
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| Höhe: | 448 m ü. M. | |||||
| Fläche: | 3,54 km²<ref name="Areal" /> | |||||
| Einwohner: | 306 (31.12.2010)<ref name="Einwohner">Vorlage:Orte TG 2010</ref> | |||||
| Einwohnerdichte: | 86 Einw. pro km² | |||||
Oberschlatt mit Glockenturm
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| Karte | ||||||
Mett-Oberschlatt war von 1816 bis 1998 eine Ortsgemeinde der ehemaligen Munizipalgemeinde Basadingen im Bezirk Diessenhofen des Kantons Thurgau in der Schweiz. Die Ortsgemeinde setzte sich aus den Ortsteilen Mettschlatt, Oberschlatt und Fallentor zusammen, die unweit der Strasse Frauenfeld–Schaffhausen am Osthang des Cholfirst liegen.
Mett-Oberschlatt bildet seit dem 1. Januar 1999 mit Unterschlatt die politische Gemeinde Schlatt TG im Bezirk Frauenfeld.
Geschichte
Schlatt wurde erstmals 858 als Slate erwähnt. Im Mittelalter besass die kyburger-habsburgische Vogtei Diessenhofen die Gerichtsbarkeit über Mett-Oberschlatt. Im 15. Jahrhundert übernahm diese die Stadt Diessenhofen und übte sie bis 1798 aus. Grundbesitzer waren vor 858 das Kloster St. Gallen, ab 858 das Kloster Rheinau, ab dem 13. Jahrhundert neben anderen das Kloster St. Katharinental. Von 1803 bis 1816 war die Ortsgemeinde Mett-Oberschlatt ein Teil der Munizipalgemeinde Diessenhofen.
Die von 1316 bis 1812 bestehende St.-Niklaus-Kapelle in Mett-Oberschlatt gehörte zu Stammheim. Durch die 1529 vollzogene Reformation entstand die selbstständige Pfarrei Schlatt. Diese verzichtete bis 1769 auf einen Pfarrer und wurde ab Ende des 16. Jahrhunderts von Basadingen und von 1625 bis 1631 von Diessenhofen aus versehen.
Das Bauerndorf Mett-Oberschlatt führte ab 1969 eine Gütermelioration durch. Ab den 1980er-Jahren entstanden einige Dienstleistungsbetriebe.
Wappen
Blasonierung: Schräg geteilt von Gelb mit schreitendem rotem Löwen und von Rot mit gelber Sichel.<ref>Gemeindefusion im Kanton Thurgau: Schlatt. Auf der Webseite der Stiftung Schweizer Wappen und Fahnen, abgerufen am 20. Dezember 2019</ref>
Der Löwe verweist vermutlich auf die Kyburger, die Sichel steht für die landwirtschaftliche Prägung der Gemeinde. Die Farben symbolisieren die frühere Zugehörigkeit zu Vogtei und Hochgericht Diessenhofen.<ref>Gemeindewappen. Auf der Webseite des Staatsarchivs des Kantons Thurgau, abgerufen am 8. Dezember 2019</ref>
Bevölkerung
| Jahr | 1800 | 1850 | 1870 | 1900 | 1950 | 1990 | 2000 | 2010 |
| Ortsgemeinde | 203 | 287 | 332 | 257 | 317 | 326 | ||
| Ortschaft | 247<ref group="Anm.">ohne Aussenhöfe</ref> | 306 | ||||||
| Quelle | <ref name="Statistik2005" /> | <ref name="Einwohner" /> | ||||||
Im Jahr 2018 hatten Mettschlatt 301 und Oberschlatt 148 Einwohner.<ref name="Siedlungen TG" />
Sehenswürdigkeiten
In den beiden Dörfern Mett- und Oberschlatt herrschen heute noch Dreisässenhäuser aus dem 19. Jahrhundert vor. Die Wände des Wohnteils bestehen in der Regel aus Fachwerk, die in der Riegelrichtung bemerkenswerte Symmetrien und Motive aufweisen.<ref name="Geschichte">Geschichte. Auf der Webseite der Gemeinde Schlatt (TG), abgerufen am 20. Dezember 2019</ref>
Das im Jahr 1814 erbaute Türmli steht auf einer Anhöhe östlich des Dorfes. An seiner Stelle befand sich die zur selben Zeit abgebrochene St.-Niklaus-Kapelle, die im Jahr 1316 erstmals erwähnt wurde. Im Dachgestühl des quadratischen Turms mit originellem Walmdach hängen die beiden aus der Kapelle stammenden Glocken.<ref name="Geschichte" />
Der Glockenturm und das Bauernhaus Hauptstrasse 17, beide in Oberschlatt, sind in der Liste der Kulturgüter in Schlatt TG aufgeführt.
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Bauernhaus Hauptstrasse 17
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Altes Schulhaus
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Mett-Oberschlatt
Literatur
- Erich Trösch: Mett-Oberschlatt. In: Historisches Lexikon der Schweiz.
Dieser Artikel basiert weitgehend auf dem Eintrag im Historischen Lexikon der Schweiz (HLS), der gemäss den Nutzungshinweisen des HLS unter der Lizenz Creative Commons – Namensnennung – Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 International (CC BY-SA 4.0) steht.
Einzelnachweise
<references> <ref name="Areal"> <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Schweizerische Arealstatistik. Abgeschlossen auf 1. Juli 1912. ( vom 12. April 2016 im Internet Archive; PDF) Herausgegeben vom Eidg. Statistischen Bureau. </ref> <ref name="Statistik2005">Vorlage:Orte TG 2000</ref> <ref name="Siedlungen TG">Vorlage:Siedlungen TG 2018</ref> </references>
Anmerkungen
<references group="Anm." />
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