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Meyenburg (Osterstade)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Meyenburg
Gemeinde Schwanewede
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Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(1407)&title=Meyenburg 53° 16′ N, 8° 36′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(1407) 53° 16′ 19″ N, 8° 35′ 57″ O
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Höhe: 5 m ü. NHN
Fläche: 19,25 km²<ref name="Daten">Gemeinde Schwanewede: Daten und Fakten. Abgerufen am 22. Mai 2025.</ref>
Einwohner: 1407 (30. Juni 2022)<ref name="Daten" />
Bevölkerungsdichte: 73 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. März 1974
Postleitzahl: 28790
Vorwahl: 04209
Datei:Topomap schwanewede OHZ.svg
Karte
Lage von Meyenburg in der Gemeinde Schwanewede

Meyenburg ist eine Ortschaft in der Gemeinde Schwanewede im Landkreis Osterholz in Niedersachsen. Zu Meyenburg gehören die Ortslagen Damm, Mühlengrund, Brakland und Großer Kamp.

Lage

Meyenburg befindet sich am Rand der Bremer Schweiz, der Osterholzer Geest sowie der Osterstader Marsch. Der Aschwarder Flutgraben fließt durch den Ortsteil Mühlengrund und bildet im weiteren Verlauf die Nordgrenze der Ortschaft und des Landkreises Osterholz hin zum Nachbarort Uthlede, der zum Landkreis Cuxhaven gehört. Der Kernort Schwanewede liegt südlich von Meyenburg, westlich liegt die Ortschaft Aschwarden.

Geschichte

Datei:Gut Meyenburg 1903.jpg
Rittergut Meyenburg im Jahr 1903

Ältestes erhaltenes Geschichtsdenkmal ist ein im Forst Düngel zwischen dem Ort und Uthlede in der Gemeinde Hagen im Bremischen nahe der A 27 an der Straße „Bei der Neuen Mühle“ am Waldrand gelegenes Ganggrab aus der Jungsteinzeit.

Meyenburg ist nach der Unterwerfung der Bauernrepublik Osterstade 1233<ref>Über die Kämpfe zwischen den Bauern und dem Bischof berichtet auch die Stedinger Online-Chronik und die Internetseite über die Stedinger Bauernrepublik.</ref> aus einer Sumpfburg entstanden. In einer Urkunde von 1309 werden die Rechte an eine von der Bürgerschaft der Stadt Bremen gemeinsam mit den Grafen von Stotel, Delmenhorst und Oldenburg und einigen Adelsfamilien der Region erbauten Burg festgelegt. Die Burg wurde von dem Ritter von Wersebe aus Wersabe erstmals 1309 als Wasserburg errichtet, dem heutigen Gut Wersebe. Das Herrenhaus des Ritterguts wurde nach seiner Zerstörung 1429 im Jahre 1504 neu errichtet<ref>Meyenburger Rittergut</ref>.

Datei:St.-Luciae-Kirche Meyenburg.jpg
St.-Luciae-Kirche

Das Dorf Meyenburg entwickelte sich aus der Vorburg, dem Gebiet, in dem des Ritters Knappen angesiedelt wurden.

1415 wurde eine Kirche errichtet, die 1857 durch den Neubau der heutigen St.-Luciae-Kirche ersetzt wurde. Der Turm von 1752 stammt von dem Vorgängerbau.

Bis 1932 gehörte Meyenburg zum Landkreis Blumenthal. Am 1. März 1974 wurde Meyenburg in die Gemeinde Schwanewede eingegliedert.<ref></ref>

Politik

Ortsrat

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Ortsratswahl 2021
Wahlbeteiligung: 62,14 %
 %
50
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30
20
10
0
43,8 %
28,4 %
12,2 %
8,8 %
6,8 %
Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/Anmerkungen
Anmerkungen:

Der Ortsrat, der den Ortsteil Meyenburg vertritt, setzt sich aus sieben Mitgliedern zusammen. Die Ratsmitglieder werden durch eine Kommunalwahl für jeweils fünf Jahre gewählt.

Bei der Kommunalwahl 2021 ergab sich folgende Sitzverteilung:<ref>Ergebnis Ortsratswahl 2021. Abgerufen am 13. Juli 2022.</ref>

Ortsrat 2021
    
Insgesamt 7 Sitze

Ortsbürgermeister

Ortsbürgermeister: Dominik Schmengler (SPD)

Gebäude

Datei:Dorfstraße Meyenburg.jpg
Dorfstraße Meyenburger Damm

Am Meyenburger Damm mit dem ortstypischen Straßenquerschnitt in Kopfsteinpflaster, seitlicher Begrenzung durch die Laubbäume sowie Hecken und wenige Einfriedungen, stehen zumeist giebelständige Wohn- und Wirtschaftsgebäuden und Hofanlagen in Backstein, von denen einige denkmalgeschützt sind: Nr. 1, 3, 4, 7, 8, 14 bis 16, 20 sowie Kirche, Pfarrhaus, Friedhof, Schule und Gasthaus.

Datei:Butenmoor 14, Schwanewede-Meyenburg.jpg
Butenmoor 14

Weitere denkmalgeschützte Gebäude (Auswahl):

Datei:Meyenburg010512muehlezeich.jpg
Wassermühle Meyenburg
Datei:Meyenburg010512muehlefot.jpg
Meyenburger Wassermühle (2012)

Wirtschaft und Infrastruktur

Wirtschaft

In Meyenburg gibt es einen Dorfladen, mehrere gastronomische Einrichtungen sowie zahlreiche landwirtschaftliche Betriebe. Die Wassermühle Meyenburg unterstand verschiedenen Adelsgeschlechtern aus der Region, darunter der ortsansässigen Familie von Wersebe. Sprott- und Sprengbeeke führten immer reichlich Wasser, deshalb kamen in trockenen Zeiten die Bauern von weither zum Mahlen nach Meyenburg. Weitere Mühlen (Öl-, Walk- und Gerstemühlen) waren am Mühlen- und Flutgraben angelegt. Die Hauptmühle verfügte über zwei Mehl- und zwei Graupengänge. Nach einem Brand 1830 wurde sie mit höherer Leistung neu erbaut. 1840 wurde eine Turbine anstelle des hölzernen Mühlrades installiert. 1856 wurde die Mühle nochmals umgebaut. Von 1919 bis 1970 lief eine noch stärkere Turbine. Der letzte Müller, Johann Iggena, legte die Mühle still. Der Landkreis Osterholz ließ das Turbinenhaus abreißen und wieder ein Mühlrad anbringen. In der funktionstüchtigen Mühle befindet sich heute eine vom Arbeitskreis für Dorfverschönerung und Heimatpflege Meyenburg e. V. betriebene Heimatstube.

Verkehr

Meyenburg ist durch die Buslinien 641, 644 und 677 des Weser-Ems-Busverkehrs mit dem Kernort Schwanewede, Osterholz-Scharmbeck, Hagen im Bremischen und dem Bahnhof in Bremen-Vegesack verbunden. Der Ort ist über die Anschlussstellen Uthlede im Norden und Schwanewede im Süden an die in unmittelbarer Nachbarschaft verlaufende A 27 Bremen-Bremerhaven angeschlossen.

Einrichtungen

Allgemein:

  • Rathaus Schwanewede, Damm 4
  • Dorphuus Meyenburg, Schwaneweder Straße 129
  • Freiwillige Feuerwehr Meyenburg, Butendoor 19a
  • Grundschule Meyenburg, Struckberg 20
  • Kindergarten Meyenburg, Struckberg 20a

Vereine:

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter des Ortes

Personen, die mit dem Ort in Verbindung stehen

  • Hans Walter Berg (1916–2003), erster Asienkorrespondent der ARD, lebte von 1945 bis 1949 auf Gut Meyenburg, Beginn seiner journalistischen Tätigkeit für den Weser-Kurier<ref>Hans Sauer: Oldenburger Grünkohl und Peking-Ente. Der Asienkorrespondent Hans Walter Berg wurde vor 100 Jahren in Varel geboren. In: kulturland oldenburg. Ausgabe 3/2016 Nr. 169, S. 54–56 <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Digitalisat (Memento vom 23. Oktober 2016 im Internet Archive)</ref>
  • Wilko Jäger (1939–2023), Lehrer und Schulleiter, sowie Heimatkundler, Autor und Fotograf; war von 1967 bis 2004 als Schulleiter der Meyenburger Grundschule tätig und lebte in Meyenburg
  • Elisabeth Noltenius (1888–1964), Bremer Malerin, die in Meyenburg „ihr eigenes Worpswede“ fand. Hier malte sie Landschaften, Interieurs, Stillleben und Menschen bei der Arbeit.

Literatur

  • Bernd Ulrich Hucker: Das Problem von Herrschaft und Freiheit in den Landesgemeinden und Adelsherrschaften des Mittelalters im Niederweserraum. Pädagogische Hochschule Westfalen-Lippe, Münster 1978 (Hochschulschrift; zugleich Dissertation, Pädagogische Hochschule Westfalen-Lippe 1977).
  • Heinz A. Pieken: Die Osterstader Marsch. Werden und Wandel einer Kulturlandschaft. Universitäts-Buchhandlung, Bremen 1991, ISBN 3-88722-253-9 (zugleich Dissertation, Uni Bremen 1990).
  • Hans Walter Berg: Asyl auf dem Rittergut Meyenburg. In: Rudolf Pörtner (Hrsg.): Weihnachten nach dem Kriege. Erinnerungen an 1945. Econ, Düsseldorf 1995, ISBN 3-430-12959-1, S. 15–28.
  • Fritz Hörmann u. a.: Flurnamensammlung Wesermünde – Die Flurnamen des Grundsteuerkatasters von 1876. Hrsg.: Kulturstiftung der Kreissparkasse Wesermünde (= Sonderveröffentlichungen der „Männer vom Morgenstern“ Heimatbund an Elb- und Wesermündung e. V. Band 27). Männer vom Morgenstern Verlag, Bremerhaven 1995, ISBN 3-931771-27-X (Digitalisat [PDF; 431 kB; abgerufen am 14. März 2019] S. 15).
  • Wilko Jäger: Unter Reetdächern und alten Bäumen. Ein Meyenburger Lesebuch. Hrsg.: Arbeitskreis für Dorfverschönerung und Heimatpflege Meyenburg e. V., Verlag M. Simmering, Lilienthal 2002.
  • Sigrid Hofmann (Hrsg.), Otto Schulte (Fotos): Meyenburg – ein Dorf in den Fünfzigern. Verlag Neegenbargs Heide, Schwanewede 2006 (Bildkalender für 2007).
  • Bernd Ulrich Hucker: Adel baut Burgen – Bauern brechen Burgen: die Offensivkriege der Stedinger 1208/17 und die Gründung Meyenburgs. Hrsg.: Kulturstiftung der Kreissparkasse Wesermünde (= Jahrbuch Männer vom Morgenstern. Band 94). Männer vom Morgenstern Verlag, 2015, ISSN 0931-8313, S. 141–163 (m-v-m.de).

Weblinks

Commons: Meyenburg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Klappleiste/Anfang

Aschwarden mit Bruch und Hassel | Beckedorf mit Fredeholz, Rosenbusch, Sandfurt, Schwankenfurt, Vollershagen und Wölpsche | Brundorf mit Lilkendey und Karlshorst | Eggestedt | Harriersand mit Wilhelmsplate | Hinnebeck mit Hinnebeckerfurt | Leuchtenburg mit Holthorst | Löhnhorst mit Hohehorst | Meyenburg mit Damm, Mühlengrund, Brakland und Großer Kamp | Neuenkirchen mit Göspe, Stellerbruch und Vorbruch | Rade mit der Halbinsel Fährplate | Schwanewede (Kernbereich) mit Brink, Dreienkamp, Flachsberg, Hamfähr, Hünenstein, Kerkhop, Klippenei, Köhlhorst, Koppelsberg, Kreienmoor, Langenberg, Lehmhorst, Metjensande, Reitberg, Schukamp, Siethlandswehr, Trenthöpen, Vorberg und Voßhall

Vorlage:Klappleiste/Ende