Mittelaletschgletscher
Vorlage:Infobox Gletscher Der Mittelaletschgletscher ist ein Talgletscher<ref name="FoG7">World Glacier Monitoring Service (WGMS): Fluctuations of Glaciers 1995–2000 (Vol. VIII). Zürich 1998 (Vorlage:Webarchiv; PDF; 541 kB)</ref> im südlichen Teil der Berner Alpen. Er liegt zur Gänze im Schweizer Kanton Wallis. Er gehört zum System des Aletschgletschers und war als Seitengletscher des Grossen Aletschgletscher bis 1970 mit diesem verbunden.<ref name="MegisZiehr1993">Redaktion Schweizer Lexikon, Gletscherkommission der Schweizerischen Akademie der Naturwissenschaften (Hrsg.): Gletscher, Schnee und Eis. S. 17. Verlag Schweizer Lexikon Mengis+Ziehr, Luzern 1993, ISBN 3-9520144-2-7.</ref> Die Gesamtfläche des Mittelaletschgletschers wurde im Jahr 2009 mit 8,42 km² bestimmt,<ref name="Farinotti2009">Daniel Farinotti, Matthias Huss, Andreas Bauder, Martin Funk: An estimate of the glacier ice volume in the Swiss Alps. In: Global and Planetary Change. 68: 225–231, 2009 (online; PDF; 756 kB)</ref> im Jahr 2017 betrug die Fläche nur noch 6,61 km². Die Länge des Gletschers wird im Jahr 2011 mit 5,33 Kilometer angegeben.<ref name="GletschermessnetzVAW">Vorlage:GLAMOS</ref> Die Exposition des Gletschers ist Südost.
Lage
Seinen Ausgangspunkt nimmt der Mittelaletschgletscher am Osthang des Aletschhorns (Vorlage:Höhe) sowie am Südhang des Dreieckhorns (Vorlage:Höhe). Stellenweise ist der Gletscher im oberen Bereich recht steil, das Gefälle liegt teils über 40 %. Im südöstlich verlaufenden Tal zwischen Geisshorn (Vorlage:Höhe) im Westen sowie vom Olmenhorn (Vorlage:Höhe) im Osten sammelt sich der Mittelaletschgletscher. Vom Geisshorn stösst noch ein weiteres Firnfeld dazu.<ref name="Swisstopo">swisstopo.ch: Swisstopo-Geodatenviewer, Stand November 2012</ref> Im Jahr 1992 endete die Gletscherzunge auf einer Höhe von Vorlage:Höhe.<ref name="SCNAT_121_122">Expertenkommission für Kryosphärenmessnetze (EKK) der Akademie der Naturwissenschaften Schweiz (SCNAT): The Swiss Glaciers 1999/2000 and 2000/2001. Glaciological Report No. 121/122. 2002 (online; PDF; 1,5 MB)</ref> Das Schmelzwasser fliesst von dort zum etwa einen Kilometer entfernten Grossen Aletschgletscher und wird von diesem aufgenommen, wobei sich während des Sommers im Randbereich manchmal ein kleiner Schmelzwassersee aufstaut.
Das Gebiet des Mittelaletschgletschers wurde zusammen mit dem Grossen Aletschgletscher im Dezember 2001 als Weltnaturerbe Schweizer Alpen Jungfrau-Aletsch ins UNESCO-Welterbe aufgenommen.<ref>jungfraualetsch.ch: Vorlage:Internetquelle</ref>
Laut Voraussagen von 2013 stand die Bildung eines Sees nach der ersten Talstufe unter dem Olmenhorn bevor. Innerhalb der ersten Hälfte des 21. Jahrhunderts sei zudem ein kleinerer See weiter hinten in dieser Talstufe zu erwarten.<ref>Wilfried Haeberli, M. Bütler, C. Huggel, H. Müller und A. Schleiss (Hrsg.): Neue Seen als Folge des Gletscherschwundes im Hochgebirge – Chancen und Risiken, Forschungsbericht des Nationalen Forschungsprogramms NFP 61, 2013, S. 123</ref>
Weblinks
Einzelnachweise
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