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Mittlerer Wasserschlauch

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Mittlerer Wasserschlauch
Datei:Utricularia sp Sturm64.jpg

Mittlerer Wasserschlauch (Utricularia intermedia), Illustration

Systematik
Asteriden
Euasteriden I
Ordnung: Lippenblütlerartige (Lamiales)
Familie: Wasserschlauchgewächse (Lentibulariaceae)
Gattung: Wasserschläuche (Utricularia)
Art: Mittlerer Wasserschlauch
Wissenschaftlicher Name
Utricularia intermedia
Hayne

Der Mittlere Wasserschlauch (Utricularia intermedia) ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Wasserschläuche (Utricularia) innerhalb der Familie der Wasserschlauchgewächse (Lentibulariaceae).

Merkmale

Der Mittlere Wasserschlauch ist eine sommergrüne, wurzellose, untergetauchte Wasserpflanze, die Wuchshöhen von 10 bis 20 Zentimeter erreicht.

Datei:Utricularia intermedia WPC.jpg
Mittlerer Wasserschlauch (Utricularia intermedia)
Datei:Utricularia intermedia leaf (01).JPG
Blätter

Die Endzipfel der Wasserblätter sind vorne stumpflich. Ihre Spitze ist aufgesetzt und am Rand befinden sich an jeder Seite 4 bis 12 kaum aus dem Blattrand heraustretende Wimperzähnchen. An den Wasserblättern sind nie Fangblasen vorhanden.

Die Blütezeit liegt zwischen Juli und August. Die Krone ist zitronengelb. Der Sporn ist 7 bis 12 Millimeter lang, walzig und damit ungefähr so lang wie die Unterlippe.

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 44.<ref name="Oberdorfer2001" />

Datei:Utricularia intermedia flower.jpg
Blüte
Datei:Utricularia intermedia traps (03).jpg
Mit Fallen

Vorkommen

Der Mittlere Wasserschlauch ist kalkhold, wächst in Deutschland in oligo- bis mäßig eutrophen Gewässern wie Torfstichen, Moorschlenken und -tümpeln sowie Gräben. Er ist in Mitteleuropa eine Charakterart des Verbands Utricularion.<ref name="Oberdorfer2001" /> Sein Verbreitungsgebiet umfasst die gemäßigten Zonen der Nordhalbkugel und kommt hier in fast allen Ländern vor.<ref name="WCSP" /> In Europa fehlt sie nur in Spanien, Portugal, Island, Ungarn, Kroatien, Bosnien-Herzegowina, Montenegro, Nordmazedonien, Albanien, Griechenland, Bulgarien, Moldau und in der Türkei.<ref name="POWO" /><ref name="Euro+Med" />

Die Art kommt zerstreut in Süd-Bayern und selten in Mittel- und Nord-Bayern, Südost-Baden-Württemberg, Nordost-Sachsen, Ost-Brandenburg, Südost- und Nordwest-Mecklenburg-Vorpommern sowie in Niedersachsen bei Meißendorf vor. In Hessen, Schleswig-Holstein und im Süden von Rheinland-Pfalz ist diese Art ausgestorben. Die ökologischen Zeigerwerte nach Landolt et al. 2010 sind in der Schweiz: Feuchtezahl F = 5u (unter Wasser), Lichtzahl L = 4 (hellg), Reaktionszahl R = 4 (neutral bis basisch), Temperaturzahl T = 3+ (unter-montan und ober-kollin), Nährstoffzahl N = 2 (nährstoffarm), Kontinentalitätszahl K = 3 (subozeanisch bis subkontinental).<ref name="InfoFlora" />

Taxonomie

Der Mittlere Wasserschlauch wurde 1800 von Friedrich Gottlob Hayne in Journal für die Botanik [Ed. H. A. Schrader] Jahrgang 1800 Teil 1 Seite 18 Tafel 5 als Utricularia intermedia erstbeschrieben.

Literatur

Einzelnachweise

<references> <ref name="Oberdorfer2001"> </ref> <ref name="WCSP">Vorlage:WCSP</ref> <ref name="Euro+Med"> P.Uotila (2013+): Lentibulariaceae. Datenblatt Utricularia intermedia In: Euro+Med Plantbase - the information resource for Euro-Mediterranean plant diversity. Berlin 2011. </ref> <ref name="InfoFlora">Utricularia intermedia Hayne In: Info Flora, dem nationalen Daten- und Informationszentrum der Schweizer Flora. Abgerufen am Vorlage:FormatDateSimple.</ref> <ref name="POWO">Utricularia intermedia. In: POWO = Plants of the World Online von Board of Trustees of the Royal Botanic Gardens, Kew: Kew ScienceVorlage:Abrufdatum</ref> </references>

Weblinks