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Monomer

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Monomere (Vorlage:GrcS monos ‚ein‘, ‚einzel‘ und μέρος meros ‚Teil‘, ‚Anteil‘) sind (potentielle) molekulare Wiederholeinheiten. Der Begriff hat in der Polymerchemie und der Biochemie unterschiedliche Bedeutungen.

Polymerchemie

Typische Monomere für Kunststoffe
Datei:Ethene structural.svg

Ethen (Ethylen)

Datei:Propene Structural Formula V1.svg

Propen (Propylen)

Datei:Vinyl-chloride-2D.svg

Vinylchlorid (VC)

Datei:Acrylamide Structural Formula V1.svg

Acrylamid

In der Polymerchemie sind Monomere prinzipiell alle chemischen Verbindungen, bei denen über eine Polyreaktion Polymere gebildet werden können.<ref name="CDRömpp">Eintrag zu Monomere. In: Römpp Online. Georg Thieme VerlagVorlage:Abrufdatum{{#if: {{#invoke:Wikidata|pageId}}||{{#ifeq: 0 | 0 | }} }}</ref> Beispiele für organische Monomere sind Moleküle mit einer reaktionsfähigen C=C-Doppelbindung oder mit mindestens zwei funktionellen Gruppen pro Molekül. Auch ringförmige Strukturen wie Caprolactam können als Monomere für Polyreaktionen dienen. Monomere können durch Kettenpolymerisation, Polykondensation oder Polyaddition zu Polymeren verknüpft werden.<ref name="Lechner">M. D. Lechner, K. Gehrke und E. H. Nordmeier: Makromolekulare Chemie, 4. Auflage, Birkhäuser Verlag, 2010, S. 48–170, ISBN 978-3-7643-8890-4.</ref><ref name="Gold Book1">{{#if: | {{#invoke:Vorlage:Literatur|f}} | Eintrag zu {{#if:trim|monomer}}. In: IUPAC (Hrsg.): Compendium of Chemical Terminology. The “Gold Book”. {{#invoke:Vorlage:Handle|f|scheme=doi|class=plainlinks|parProblem=Problem|errCat=Wikipedia:Vorlagenfehler/Parameter:DOI|errClasses=error editoronly|errHide=1|errNS=0 4 10 100}}{{#if: 2.3.1 |  – Version: 2.3.1}}.}}{{#invoke:TemplatePar|check |all= 1= |opt= 2= Version= lang= Seiten= |cat= Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Gold Book |errNS= 0 |template= Vorlage:Gold Book }}</ref><ref name="Gold Book2">{{#if: | {{#invoke:Vorlage:Literatur|f}} | Eintrag zu {{#if:trim|monomer molecule}}. In: IUPAC (Hrsg.): Compendium of Chemical Terminology. The “Gold Book”. {{#invoke:Vorlage:Handle|f|scheme=doi|class=plainlinks|parProblem=Problem|errCat=Wikipedia:Vorlagenfehler/Parameter:DOI|errClasses=error editoronly|errHide=1|errNS=0 4 10 100}}{{#if: 2.3.1 |  – Version: 2.3.1}}.}}{{#invoke:TemplatePar|check |all= 1= |opt= 2= Version= lang= Seiten= |cat= Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Gold Book |errNS= 0 |template= Vorlage:Gold Book }}</ref> Ein Beispiel für ein anorganisches Monomer ist die Orthokieselsäure H4SiO4, die zu Polykieselsäure polykondensiert (siehe Kieselsäuren).

Biochemie

In der Biochemie ist ein Monomer ein Einzelmolekül, welches potentiell mit gleichartigen Molekülen physisch zu interagieren vermag. In manchen Fällen bezeichnet der Begriff eine Protein-Untereinheit (englisch Subunit) eines Proteinkomplexes,<ref name="LdC">Stichwort Untereinheit in: Hans-Dieter Jakubke, Ruth Karcher (Hrsg.): Lexikon der Chemie, Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg, 2001.</ref> die zumeist über nichtkovalente Wechselwirkungen, in selteneren Fällen über Atombindungen (etwa über Schwefelbrücken) miteinander verbunden sind. Monomere können unter geeigneten Bedingungen zu Dimeren, Trimeren, Tetrameren oder Oligomeren bzw. zu größeren Multimeren assoziieren oder aggregieren. Eingebunden in einen solchen Komplex, heißen sie Protomere.

Siehe auch

Einzelnachweise

<references />

hu:Molekula#Monomer