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Morbus Forestier

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Morbus Forestier ist eine nach dem französischen Internisten Jacques Forestier (1890–1978) benannte, systemische, nichtentzündliche Skeletterkrankung, die auch Spondylosis hyperostotica und Zuckergusswirbelsäule<ref>Wolfgang Miehle: Gelenk- und Wirbelsäulenrheuma. Eular Verlag, Basel 1987, ISBN 3-7177-0133-9, S. 175.</ref> genannt wird. Charakteristisch ist eine Ossifikation der Enthesen, also jener Stellen am Knochen, an der eine Sehne, ein Ligament oder eine Gelenkkapsel ansetzen. Forestier und sein Schüler Jaume Rotes-Querol beschrieben die Erkrankung 1950 als „greisenhaft versteifende Hyperostose der Wirbelsäule“ (englisch senile ankylosing hyperostosis of the spine).<ref>Jacques Forestier, Jaume Rotes-Querol: Senile ankylosing hyperostosis of the spine. In: Ann Rheum Dis. Band 9, Nr. 4, Dezember 1950, S. 321–330. PMID 14800245, }} PMC 1011670 (freier Volltext{{#if:|, PDF}}).</ref> Vornehmlich bei älteren Patienten (auch bei Wirbeln vom Höhlenbären<ref>Heinrich Buess, Huldrych M. Koelbing: Kurze Geschichte der ankylosierenden Spondylitis und Spondylose. J. R. Geigy, Basel 1964 (= Acta rheumatologica. Nr. 22), S. 18 und öfter.</ref>) wurden knöcherne Anbauten an den Wirbelkörpern beobachtet, die im Verlauf immer mehr zunehmen und mit der Zeit zu einer Überbrückung der Bandscheibenräume führen. Da der Morbus Forestier große Abschnitte der Wirbelsäule befällt, geht er mit einer zunehmenden Versteifung der Wirbelsäule einher. Inzwischen ist bekannt, dass die Erkrankung weder auf die Wirbelsäule noch auf ältere Menschen beschränkt ist. 1976 prägten Donald R. Resnick und Gen Niwayama hierfür den Begriff Diffuse idiopathische Skeletthyperostose (kurz: DISH), welcher aktuell weit verbreitet ist.<ref name="Nasciemento">Fábio A. Nascimento et al.: Diffuse idiopathic skeletal hyperostosis: A review. In: Surg Neurol Int. 2014 Apr 16;5(Suppl 3):S122-5. {{#invoke:Vorlage:Handle|f|scheme=doi|class=plainlinks|parProblem=Problem|errCat=Wikipedia:Vorlagenfehler/Parameter:DOI|errClasses=error editoronly|errHide=1|errNS=0 4 10 100}}, PMID 24843807, }} PMC 4023007 (freier Volltext{{#if:|, PDF}}).</ref> Sie wiesen darauf hin, dass die Erkrankung schon 1942 vom Radiologen Albert Oppenheimer<ref>Albert Oppenheimer: Calcification and ossification of vertebral ligaments (spondylitis ossificans ligamentosa): Roentgen study of pathogenesis and clinical significance. In: Radiology. 1942;38:160–173. {{#invoke:Vorlage:Handle|f|scheme=doi|class=plainlinks|parProblem=Problem|errCat=Wikipedia:Vorlagenfehler/Parameter:DOI|errClasses=error editoronly|errHide=1|errNS=0 4 10 100}}.</ref> beschrieben wurde.<ref>Donald R. Resnick et al.: Diffuse idiopathic skeletal hyperostosis (DISH) [ankylosing hyperostosis of Forestier and Rotes-Querol]. In: Semin Arthritis Rheum. 1978 Feb;7(3):153-87. {{#invoke:Vorlage:Handle|f|scheme=doi|class=plainlinks|parProblem=Problem|errCat=Wikipedia:Vorlagenfehler/Parameter:DOI|errClasses=error editoronly|errHide=1|errNS=0 4 10 100}}, PMID 341323.</ref>

Ursachen

Die Ursachen sind noch unklar. Als hintergründig relevant werden mechanische und genetische Faktoren, die Exposition des Körpers mit Fluoriden, Vitamin A (Retinol) und therapeutisch eingesetzten Retinoiden wie Isotretinoin, Etretinat und Acitretin sowie bestimmte Stoffwechselbedingungen vermutet.<ref name="Nasciemento" /> Die DISH wird gehäuft bei Patienten mit Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus) und Fettstoffwechselstörungen beobachtet. Sie tritt aber auch als selbständige Erkrankung ohne andere Grunderkrankung auf.

Diagnose

Datei:Morbus Forestier.jpg
Röntgenaufnahme eines M. Forestier im BWS/LWS-Übergang. Osteophyten im linken Bildausschnitt rot eingefärbt.

Die Diagnose einer DISH kann alleine auf Röntgennativaufnahmen gestellt werden. An den Wirbelkörpern sieht man im Röntgenbild einen meist rechtsseitigen zuckergussartigen Überzug von Knochenmaterial (Hyperostosen). Durch die Überbrückung der Bandscheibenräume ist die Beweglichkeit der Wirbelsäule in diesem Segment aufgehoben.

Differenzialdiagnose

Knöcherne Auswüchse (Osteophyten) kommen auch bei Wirbelsäulenverschleiß (Osteochondrosis intervertebralis bzw. Spondylosis deformans) vor. Beim Morbus Forestier aber bilden sich keine Randzacken und er befällt nicht nur verschlissene Wirbelsäulenabschnitte.

Therapie

Bislang gibt es keine therapeutischen Ansätze, die auf eine Verlangsamung der zunehmenden Verkalkungen abzielen. Die Behandlung erfolgt symptomatisch, d. h. mit Schmerzmitteln bei Schmerzen, Entzündungshemmern bei einer aufgelagerten entzündlichen Symptomatik und mit physikalischer Therapie (vor allem Wärmeanwendungen und Massagen bei begleitenden Muskelverspannungen) sowie mit Krankengymnastik zur Vermeidung von Funktionsbeeinträchtigungen oder zur Rückgewinnung von Funktion bei bereits eingetretenen funktionellen Defiziten.

Siehe auch

Einzelnachweise

<references />

Literatur

  • Carl Joachim Wirth: Praxis der Orthopädie. Georg Thieme Verlag, Stuttgart/New York 2001, ISBN 3-13-125683-4.

Weblinks

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