Mundschenk
Der Mundschenk, auch Butigler<ref>Vorlage:DtRechtswörterbuch</ref> oder später Hofschenk, ({{#invoke:Vorlage:lang|full|CODE=la |SCRIPTING=Latn |SERVICE=lateinisch}} oder {{#invoke:Vorlage:lang|flat}}, davon abgeleitet wohl Pütker,<ref>Fabian Fahlbusch, Simone Peschke: Familiennamen nach Beruf und persönlichen Merkmalen (= Deutscher Familiennamenatlas. Band 5). Walter de Gruyter, Berlin 2016, ISBN 978-3-11-042782-0, S. 206 ({{#if: Dp_UCwAAQBAJ
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Erste Erwähnungen des Mundschenkenamtes gibt es bereits in der Bibel in Vorlage:Bibel/Link, wo in der Josefsgeschichte der Mundschenk des Pharao erwähnt wird, sowie in Vorlage:Bibel/Link/Vorlage:Bibel/Link und Vorlage:Bibel/Link. Nehemia selbst war Mundschenk des persischen Königs Artaxerxes Longimanus, des Sohnes von Xerxes I. in Susa. Auch vom assyrischen Hof ist das Amt belegt (etwa Aššur-bunaja-usur unter Salmanasser III.). Dort war der Mundschenk ein hoher Beamter, der zum Beispiel das Amt des eponymen Beamten wahrnehmen konnte.
Das Mundschenkenamt war ein Amt mit einer sehr hohen Verantwortung, aber auch Vertrauensstellung. Ähnlich dem bereits in der Antike bekannten Amt des Vorkosters vertraute der Herrscher dem Mundschenken seine Gesundheit und sein Wohlergehen an. Des Weiteren hatte der Mundschenk direkten Zugang zum König, wenn dieser in guter Stimmung und für Gefälligkeiten zugänglich war. Diese Vertrauensstellung führte zu dem hohen Ansehen des Amtes bis ins Hochmittelalter. In der Stauferzeit (11. – 13. Jahrhundert) war der Butigler der höchste königliche Verwaltungsbeamte und hatte zugleich den Vorsitz des kaiserlichen Landgerichts inne.<ref>Martin Schieber: Nichts als dichter Wald? In: Martin Schieber, u. a.: Feucht – Ein Streifzug durch die Jahrhunderte. Sandberg-Verlag, Nürnberg 2011, ISBN 978-3-930699-72-8, S. 22.</ref>
Im Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation gehörte das Amt des Mundschenks zu den vier Erzämtern, die mit der weltlichen Kurfürstenwürde verbunden waren. So war der König von Böhmen der Erzmundschenk des römisch-deutschen Kaisers. All dies waren aber reine Ehrentitel. Die mit den Ämtern verbundenen tatsächlichen Aufgaben nahmen stellvertretend für die Kurfürsten die Inhaber der sogenannten Reichserbämter wahr. Der Reichserbschenk ({{#invoke:Vorlage:lang|flat}}) war beispielsweise bei den Feierlichkeiten zur Krönung des römisch-deutschen Kaisers in Frankfurt am Main unter anderem dafür zuständig, dass kostenlos Wein ans Volk ausgeschenkt wurde.
Schenk als Adelstitel
Mit dem Amt des Mundschenk verwandt ist der Adelstitel Schenk, der sich jedoch von der eigentlichen Tätigkeit gelöst hat.
Weblinks
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Einzelnachweise
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