Muttenbach (Ruhr)
Der Muttenbach ist ein knapp 7½ Kilometer langer, südlicher und linksseitiger Zufluss der Ruhr im Süden der Stadt Witten in Nordrhein-Westfalen zwischen den Ortsteilen Bommern und Herbede. Er prägt das Muttental, das heute durch den Bergbauwanderweg Muttental touristisch erschlossen ist.
Name
Der Namensbestandteil Mutte (nds. für Sau, ein weibliches Hausschwein) verweist auf die ehemalige Waldweidenutzung in diesem Bereich (vgl. Eichelmast).<ref>Vorlage:Internetquelle</ref>
Verlauf
Der Muttenbach entspringt auf einer Höhe von etwa Vorlage:Höhe in der Flur „In der Mutte“ südlich des zum Wittener Stadtteil Herbede gehörenden Ortsteils Durchholz.
Er fließt in nordnordöstlicher Richtung durch das Muttental, schlägt noch einen Bogen nach links und mündet schließlich östlich von Herbede auf einer Höhe von etwa Vorlage:Höhe von links in die Ruhr.
Der etwa 7,4 km lange Lauf des Muttenbachs endet ungefähr 119 Höhenmeter unterhalb seiner Quelle, er hat somit ein mittleres Sohlgefälle von etwa 16 ‰. Vorlage:Absatz
Melioration
In den Jahren 1906 bis 1910 führte die „Genossenschaft zur Melioration des Muttenbachtales“ Maßnahmen zur Melioration der Wiesen durch. Dazu wurden kleine Wehre aus Beton mit Flachschiebern und Stichkanäle angelegt, um die Wiesen im Frühjahr gezielt zu überschwemmen.
Geschichte
Vorlage:Hauptartikel Im Muttental soll die erste Steinkohle im Ruhrgebiet gefunden worden sein. Der Abbau der Kohle begann etwa 1510 im Tagebau, eine erste urkundliche Erwähnung findet sich für 1552 in den Gerichtsakten der nahe gelegenen Burg Hardenstein.
Die historische Rolle des Muttentals wird heute durch den 1972 angelegten Bergbauwanderweg Muttental, das 2003 eröffnete Industriemuseum Zeche Nachtigall, das 1830 bis 1831 errichtete Bethaus der Bergleute und verschiedene industriegeschichtliche Museumsstandorte dargestellt. Weitere Sehenswürdigkeiten in der Nähe des Tals sind die Ruine der Burg Hardenstein, das Schloss Steinhausen und das Gruben- und Feldbahnmuseum Zeche Theresia.
Literatur
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- Gerhard Koetter: Als Kohle noch Zukunft war. Bergbaugeschichte und Geologie des Muttentals und der Zeche Nachtigall. Klartext, Essen 2017
- Werner Kroker: Bergbaugeschichtliche Stätten im Muttental bei Witten. in: Der Anschnitt Heft 5–6/1974, S. 30–37 (Digitalisat)
Weblinks
Einzelnachweise
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