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NGC 922

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Galaxie
NGC 922
{{{Kartentext}}}
The Tidal Tales of NGC 922 (iotw2439a).jpg
Aufnahme mithilfe des 4 Meter durchmessenden Víctor M. Blanco Telescope
Vorlage:AladinLite
Sternbild Chemischer Ofen
Position
ÄquinoktiumJ2000.0, Epoche: J2000.0
Rektaszension Vorlage:RektaszensionEasy <ref name="NED">NASA/IPAC EXTRAGALACTIC DATABASE</ref>
Deklination Vorlage:DeklinationEasy <ref name="NED">NASA/IPAC EXTRAGALACTIC DATABASE</ref>
Erscheinungsbild
Morphologischer Typ SB(s)cd / pec<ref name="NED" />
Helligkeit (visuell) 11,8 mag<ref name="SEDS" />
Helligkeit (B-Band) 12,5 mag<ref name="SEDS" />
Winkel­ausdehnung 2′ × 1,6′<ref name="SEDS">SEDS: NGC 922</ref>
Positionswinkel 172°<ref name="SEDS" />
Inklination °
Flächen­helligkeit 12,9 mag/arcmin²<ref name="SEDS" />
Physikalische Daten
Zugehörigkeit <ref name="NED" />
Rotverschiebung 0.010282 ± 0.000018<ref name="NED" />
Radial­geschwin­digkeit (3082 ± 5) km/s<ref name="NED" />
Hubbledistanz
H0 = 73 km/(s • Mpc)
Vorlage:ZahlExp Lj
(41,5 ± 2,9) Mpc <ref name="NED" />
Absolute Helligkeit mag
Masse M
Durchmesser 80.000 Lj<ref>NASA/IPAC</ref>
Metallizität [Fe/H] {{{Metallizität}}}
Geschichte
Entdeckung Wilhelm Herschel
Entdeckungsdatum 17. November 1784
Katalogbezeichnungen
NGC 922 • UGC A 30 • PGC 9172 • ESO 478-G028 • MCG -04-06-37 • IRAS 02228-2500 • 2MASX J02250439-2447174 • SGC 022248-2500.9 • AM 0222-250 • GC 540 • H III 239 • h 2478 • HIPASS J0224-24

NGC 922 ist eine Balken-Spiralgalaxie vom Hubble-Typ SB(s)cd / pec im Sternbild Fornax am Südsternhimmel, die schätzungsweise 135 Millionen Lichtjahre von der Milchstraße entfernt ist. Ihre seltene ringförmige Struktur geht auf eine Galaxienkollision vor rund 150 Millionen Jahren zurück; sie ist die nächstgelegene Galaxie mit einer derartigen Struktur.

Entdeckung und Erforschung

Als “{{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)” (deutsch: „sehr schwacher Nebel“) entdeckte ihn der deutsch-britische Astronom Wilhelm Herschel am 17. November 1784 bei einer Himmelsdurchmusterung mithilfe seines 18,7 Zoll durchmessenden Teleskops, und notierten ihn als 239stem Eintrag unter dieser Rubrik, die in seinem Katalog als III. Klasse aufgenommen war.<ref>William Herschel: Catalogue of One Thousand New Nebulæ and Clusters of Stars. In: Philosophical Transactions of the Royal Society of London. Band 76, 1786, S. 457-, bibcode:1786RSPT...76..457H.</ref> Diese Beobachtung wurde Ende des 19. Jahrhunderts im 922sten Eintrag des New General Catalogue referenziert.

Studien in den 1970er Jahren offenbarten ein ungewöhnliches Zentrum der Galaxie,<ref>J. L. Sérsic: A list of galaxies with peculiar nuclei. In: Publications of the Astronomical Society of the Pacific. Band 85, Nr. 503, 1973, S. 103, bibcode:1973PASP...85..103S.</ref> weitere in den 1980er Jahren, dass die Galaxie eine erhöhte Sternentstehungsrate aufweist;<ref>J. Isserstedt, R. Schindler: Späte Galaxien. Die Sternentstehungsraten. In: Astronomy & Astrophysics. Band 167, 1986, S. 11–24, bibcode:1986A&A...167...11I.</ref> Beobachtungen der Ultraviolettemission mit den Satelliten GALEX und ein Vergleich mit der Radioemission zeigten im Jahr 2006 die Ursache, den Durchtritt einer kleineren Galaxien vor 330 Millionen Jahren.<ref>O. I. Wong et al.: NGC 922 – a new drop-through ring galaxy. In: Monthly Notices of the Royal Astronomical Society. Band 370, Nr. 4, 2006, bibcode:2006MNRAS.370.1607W.</ref> Nachfolgende Studien unter Verwendung des Hubble-Weltraumteleskops bestätigen die so hervorgerufene erhöhte Sternentstehungsrate in Sternhaufen mit der Voraussetzung, dass ältere Sterne durch die Galaxienkollision davongerissen wurden; auch zeigte sich ein Sternstrom in Richtung der vermutlich an der Kollision beteiligten Galaxie.<ref>Anne Pellerin et al.: The Star Cluster Population of the Collisional Ring Galaxy NGC 922. In: The Astronomical Journal. Band 139, 2010, S. 1369–1382, bibcode:2010AJ....139.1369P.</ref> Auch bei Untersuchungen im Röntgenlicht mit dem Chandra-Weltraumteleskop zeigen sich mehrere helle Knoten, die wahrscheinlich durch Schwarze Löcher verursacht werden, und 7 von diesen Ultraleuchtkräftige Röntgenquelle sind. Mit dieser hohen Anzahl ähnelt sie auch in diesem Aspekt der Wagenrad-Galaxie, die mit 12 dieser Röntenquellen über die höchste bekannte Anzahl dieser Objekte verfügt, und deren markante Gestalt ebenfalls durch eine Galaxienkollision entstanden ist.<ref>A. H. Prestwich et al.: Chandra Observations of the Collisional Ring Galaxy NGC 922. In: The Astrophysical Journal. Band 747, Nr. 2, 2012, bibcode:2012ApJ...747..150P.</ref>

Eine Analyse von langbelichteten Aufnahmen des 4 Meter durchmessenden Víctor M. Blanco Telescope im Jahr 2023 zeigte eine Regenschirmform des Sternstroms. Dies lässt die zuvor vermutete Galaxie PGC 3080368 als Kollisionspartner aufgrund einer fehlenden Verbindung durch einen Sternstrom und bei dieser Galaxie fehlenden Kollisionsspuren unwahrscheinlich erscheinen. Wahrscheinlicher ist nunmehr die weitestgehende Absorption einer kleinen Galaxie vor 150 Millionen Jahren.<ref>David Martínez-Delgado et al.: A giant umbrella-like stellar stream around the tidal ring galaxy NGC 922. In: Astronomy & Astrophysics. Band 669, 2023, S. 9 (id.A103), bibcode:2023A&A...669A.103M.</ref>

Am 17. Oktober 2002 wurde in NGC 922 die Supernova SN 2002gw entdeckt.<ref>SN 2002gw | Transient Name Server. Abgerufen am 3. August 2025.</ref> Am 26. November 2008 folgte SN 2008ho.<ref>SN 2008ho | Transient Name Server. Abgerufen am 25. Oktober 2025.</ref>

Weblinks

Commons: NGC 922 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

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