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Natriumdiacetat

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Strukturformel
Acetation Natriumion
Essigsäure
Allgemeines
Name Natriumdiacetat
Andere Namen

Vorlage:E-Nummer

Summenformel (NaC2H3O2)x + (C2H4O2)y
Kurzbeschreibung

farbloser kristalliner Feststoff mit essigsäureartigem Geruch<ref name="GESTIS" />

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer Vorlage:CASRN
EG-Nummer 204-814-9
ECHA-InfoCard 100.004.378
PubChem 23662384
Wikidata [[:d:Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)|Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)]]
Eigenschaften
Molare Masse 142,09 g·mol−1 (bei der Stoffmengenzusammensetzung (NaC2H3O2)1 + (C2H4O2)1)
Aggregatzustand

fest

Dichte

1,4 g·cm−3 (20 °C)<ref name="GESTIS" />

Löslichkeit

sehr leicht in Wasser (1040 g·l−1 bei 20 °C)<ref name="GESTIS" />

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung<ref name="GESTIS">Eintrag zu Vorlage:Linktext-Check in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFAVorlage:Abrufdatum (JavaScript erforderlich)</ref>
Gefahrensymbol

Gefahr

H- und P-Sätze H: 318
P: 280​‐​305+351+338​‐​310<ref name="GESTIS" />
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa).

Natriumdiacetat ist ein weißes Gemisch aus Essigsäure und Natriumacetat.

Als Lebensmittelzusatzstoff soll es 39–41 % Essigsäure und 59–61 % Natriumacetat enthalten.

Eigenschaften

In wässriger Lösung bildet Natriumdiacetat eine Pufferlösung als 1:1-Gemisch der mittelstarken Säure Essigsäure und der schwachen Base Acetat. Der sich einstellende pH-Wert liegt bei 4,75. Der Pufferbereich der Lösung liegt im pH-Bereich zwischen 3,75 und 5,75. Auf diesem Effekt beruht der Einsatz von Natriumdiacetat als Säureregulator in der Lebensmittelindustrie. Eine konservierende Wirkung wird behauptet.<ref>Spiegel Online: Warum niemand weiß, was wir wirklich essen, 15. August 2008.</ref>

Verwechslung als Stoff / Summenformel

Weil Natriumdiacetat ein Stoffgemisch und kein Reinstoff ist, schwankt seine „Summenformel“ je nach Zusammensetzung. Korrekterweise sollte gar keine Summenformel angegeben werden. Seine Bezeichnung als Stoff entspringt der jahrzehntelangen Benutzung des Terminus „Natriumdiacetat“ im Sinne eines Zusatzstoffes in der Lebensmittelindustrie. Die Namensähnlichkeit mit dem (echten chemischen) Stoff „Natriumbicarbonat“ ließ vermuten, dass Natriumdiacetat ebenfalls ein Stoff wäre, obwohl es ein Gemisch ist. In der Nomenklatur der Lebensmittelzusatzstoffe wurde es deshalb zunächst unterschiedslos unter E 262 „Natriumacetate“ geführt. Erst in jüngster Zeit werden die E-Nummern E 262a für Natriumacetat und E 262b für Natriumdiacetat unterschieden.

Verwendung

Natriumdiacetat ist der Lebensmittelzusatzstoff E 262b bzw. E 262(ii).<ref>RICHTLINIE 96/77/EG DER KOMMISSION vom 2. Dezember 1996 zur Festlegung spezifischer Reinheitskriterien für andere Lebensmittelzusatzstoffe als Farbstoffe und Süßungsmittel (PDF; 373 kB).</ref> Er wird als Säureregulator und Konservierungsmittel unter anderem für Brot verwendet (siehe Liste der Lebensmittelzusatzstoffe – E 262b).

Herstellung

Die Herstellung erfolgt durch Zusammenfügen von 40 % Essigsäure mit 60 % Natriumacetat.

Einzelnachweise

<references />