Necker (Fluss)
Vorlage:Infobox Fluss Vorlage:Positionskarte+ Der Necker ist ein 32 km langer Fluss der Voralpen im östlichen Teil des Toggenburgs und ein rechter Nebenfluss der Thur, der im Schweizer Kanton St. Gallen verläuft und dabei zeitweise die Grenze zum Kanton Appenzell Ausserrhoden markiert.
Name
Der Name Necker ist keltischen Ursprungs und bedeutet heftiger, böser, schneller Fluss. Er stammt dem alteuropäischen Wort *nik ab, welches losstürmen bedeutet. Die Entwicklung des Namens beginnt zu vorchristlicher Zeit mit der Bezeichnung *Nikros, welche über Nicarus und Neccarus zu Necker wurde. Eine nahezu gleiche Namensentwicklung hat der süddeutsche Rheinnebenfluss Neckar.<ref>Albrecht Greule: Ortsnamenforschung in Südwestdeutschland. Die Flußnamen Württembergs: Ergebnisse und Probleme ihrer Erforschung. S. 61 (PDF; 430 kB).</ref><ref>Albrecht Greule. Vor- und frühgermanische Flußnamen am Oberrhein, Heidelberg 1973, S. 141–143, ISBN 3-533-02294-3.</ref><ref>Werner Besch, Anne Betten, Oskar Reichmann, Stefan Sonderegger (Hrsg.): Sprachgeschichte. Ein Handbuch zur Geschichte der deutschen Sprache und ihrer Erforschung, Band 4., 2. Aufl., Berlin / New York 2004. S. 3463.</ref><ref>Ergänzende Informationen zum Namen auf TÜpedia.</ref>
Geographie
Verlauf
Der Necker entspringt auf einer Höhe von etwa Vorlage:Höhe in der Nähe des Ofenlochs.
Er fliesst zunächst durch eine abgelegene, tief eingeschnittene, wildromantische Waldschlucht und mündet schliesslich auf einer Höhe von etwa Vorlage:Höhe bei Lütisburg von Südosten und rechts in die Thur.
In St. Peterzell gibt es eine alte Mühle, welche früher zur Stromproduktion für die ansässige Firma Gantenbein Tech. betrieben wurde. Dazu wurde ein künstlicher Wasserfall gebaut, welcher heute als Badestelle genutzt werden kann.
Sein rund 32 km langer Lauf endet ungefähr 751 Höhenmeter unterhalb seiner Quelle, er hat somit ein mittleres Sohlgefälle von etwa 23 ‰.
Einzugsgebiet
Das 125,1 km² grosse Einzugsgebiet des Neckers liegt in den Appenzeller Alpen und wird durch ihn über die Thur und den Rhein zur Nordsee entwässert.
Es besteht zu 39,6 % aus bestockter Fläche, zu 53,8 % aus Landwirtschaftsflächen, zu 4,7 % aus Siedlungsfläche und zu 1,8 % aus unproduktiven Flächen.
Die Flächenverteilung <timeline> ImageSize = width:500 height:110 PlotArea = width:90% height:66% bottom:20% left:5% DateFormat = x.y Period = from:0 till:100 Legend = columns:2 columnwidth:205 left:30 top:95% TimeAxis = orientation:horizontal ScaleMajor = unit:year increment:10 start:0 ScaleMinor = unit:year increment:5 start:0
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Die mittlere Höhe des Einzugsgebietes beträgt Vorlage:Höhe, die minimale Höhe liegt bei Vorlage:Höhe und die maximale Höhe bei Vorlage:Höhe<ref>Vorlage:Internetquelle</ref>
Zuflüsse
Die wichtigsten Zuflüsse sind der Zwislerbach, der Tüfenbach und der Aachbach.
Zuflüsse des Neckers ab 5 km Länge, talwärts <timeline> TimeAxis = orientation:horizontal format:xxxx ImageSize = width:500 height:auto barincrement:25 PlotArea = left:10 right:10 top:10 bottom:80 AlignBars = justify Colors =
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Hydrologie
Bei der Mündung des Neckers in die Thur beträgt seine modellierte mittlere Abflussmenge (MQ) 4,57 m³/s. Sein Abflussregimetyp ist nivo-pluvial préalpin<ref>Vorlage:Literatur Abrufbar unter Vorlage:Internetquelle</ref> und seine Abflussvariabilität<ref>Die Abflussvariabilität beschreibt das Ausmass der Schwankungen des mittleren Abflusses einzelner Jahre um den langjährigen mittleren Abflusswert.</ref> beträgt 20.
Brücken
Rund 30 Brücken überqueren den Necker. Historische gedeckte Holzbrücken überspannen den Fluss in Brunnadern (gebaut Mitte des 19. Jahrhunderts), Mogelsberg (ehemalige Mühlaubrücke von 1849 über die Thur, wurde bei der Aachsäge 1953 neu erstellt), Anzenwil (gebaut 1863) und Ganterschwil (Letzibrücke, gebaut 1853).
Namensgeber
Der Necker und sein Tal sind Namenspatron der am 1. Januar 2009 aus der Fusion von Brunnadern, St. Peterzell und Mogelsberg entstandenen neuen Gemeinde Neckertal, zu der seit 2023 auch die früheren Gemeinden Oberhelfenschwil und Hemberg angehören.
Weblinks
- Verlauf des Neckers auf dem Geoportal des Kantons St. Gallen
Einzelnachweise
<references />