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Neco Çelik

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Neco Çelik (* 11. April 1972 in West-Berlin<ref>Neco Çelik. In: 50 YIL 50 İNSAN 50 JAHRE 50 MENSCHEN. Präsidium für Auslandstürken und verwandte Völker (YTB), Kemal Yurtnaç im Namen des YTB, Juni 2012, S. 165–168, abgerufen am 3. Februar 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>) ist ein deutscher Erzieher, Film- und Theaterregisseur.

Leben

Çelik ist der Sohn von türkischen Einwanderern, die als sogenannte Gastarbeiter nach Deutschland kamen. Er wuchs in Berlin-Kreuzberg auf, wo er Mitglied der Jugendbande „36er“ war, aus der die 36 Boys hervorgingen.<ref>Blind vor Stolz. In: brand eins. Nr. 05/2011, 2011, S. 48–53 ("Blind vor Stolz" [abgerufen am 5. Juni 2021]).</ref>

Im Rahmen seiner Ausbildung zum Erzieher arbeitete Neco 1993 im Kreuzberger Jugendzentrum „Naunyn Ritze“ und organisierte dort Filmprojekte.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Unsere Mitarbeiter (naunynritze.de) (Memento vom 28. September 2007 im Internet Archive)</ref>

Neco Çelik drehte 1997 die fiktive Dokumentation 36 m² Stoff. Im Jahr 2001 gründete er die Filmproduktionsfirma „36 Pictures“. Er drehte die Spielfilme Alltag (2002) und Urban Guerillas (2003),<ref>Gefährlich leben hinterm Heinrichplatz. In: Tagesspiegel, 10. März 2003</ref><ref>„Urban Guerillas“ (PDF; 187 kB) Berlinale 2004</ref> sowie Kurzfilme. 2006 drehte er den TV-Dokumentarfilm Kreuzberger Nächte – Junge Türken in Berlin, der in der Reihe 37 Grad im ZDF ausgestrahlt wurde. Mit der dramatischen Filmkomödie Kısık ateşte 15 dakika inszenierte er 2006 seinen ersten türkischsprachigen Film.

Seit 2006 inszeniert Çelik auch Bühnenstücke und Opern, zuerst Schwarze Jungfrauen von Feridun Zaimoglu und Günter Senkel am Berliner HAU, 2007 dann Shakespeares Romeo und Julia, ebenfalls am HAU,<ref>Shakespeare knallhart. In: Tagesspiegel, 10. März 2005</ref> 2008 an den Münchner Kammerspielen Xavier Durringers Ausgegrenzt und 2009 Nathan Messias am Ballhaus Naunynstrasse. 2011 übernahm er bei Ludger Vollmers Oper nach Fatih Akıns Film Gegen die Wand an der Staatsoper Stuttgart seine erste Opernregie. 2012 inszenierte er Dmitri Schostakowitschs musikalische Komödie Moskau-Tscherjomuschki an der Staatsoper Unter den Linden.<ref>„Moskau Tscherjomuschki“ - Musikalische Komödie von Dmitri Schostakowitsch, Staatsoper im Schiller Theater Berlin. In: theaterkompass.de. Abgerufen am 5. Juni 2021.</ref> 2015 inszenierte er sein erstes Tanztheaterstück Ruhm mit der Tanzgruppe „Renegade“ im Schauspielhaus Bochum.<ref>„Ruhm“: Tanztheater von Neco Çelik in den Kammerspielen Bochum, Westfälischer Anzeiger vom 15. Januar 2015</ref>

Zuletzt war er als Drehbuchautor und Regisseur an der Fernsehserie Crews & Gangs beteiligt.

Auszeichnungen

Literatur

Weblinks

Einzelnachweise

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