Zum Inhalt springen

Neerach

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Vorlage:Infobox Ort in der Schweiz

Neerach (im zürichdeutschen Ortsdialekt Neeri [[[:Vorlage:IPA]]]<ref name="znb">Neerach. In: Zürcher Siedlungsnamenbuch. Publiziert auf ortsnamen.ch, dem Portal der schweizerischen Ortsnamenforschung.</ref><ref>Vorlage:Literatur</ref>) ist eine politische Gemeinde im Schweizer Kanton Zürich. Sie gehört zum Bezirk Dielsdorf und liegt im Zürcher Unterland.

Wappen

Blasonierung:

In Blau eine silberne Rose mit grünen Kelchblättern, überhöht von einem gestürzten, gebildeten goldenen Halbmond

Geographie

Die Gemeinde besteht aus den Dörfern Neerach und Riedt, die Anfang der 1970er Jahre noch eigenständige Zivilgemeinden bildeten.

Die Landschaft ist recht flach mit sanften Hügeln. In den Niederungen im Südosten der Gemeinde liegen die Feuchtgebiete des Neeracherrieds. Der Wald bedeckt lediglich 6,0 % der Gemeindefläche von 600 ha, 62,0 % dienen der Landwirtschaft, 6,5 % dem Verkehr, und 12,7 % ist Siedlungsgebiet. 1,2 % sind Gewässer und 11,7 % unproduktive Fläche (Stand 2018).<ref>Gemeindeporträts. Neerach. Flächen. Statistisches Amt des Kantons Zürich, 2018.</ref>

Die Gemeinde Neerach grenzt im Norden an Stadel bei Niederglatt, im Nordosten an Hochfelden, im Osten an Höri, im Südosten an Niederglatt, im Südwesten an Steinmaur und im Nordwesten an Bachs.

Bevölkerung

Bevölkerungs­entwicklung<ref>Quellen: 1634–1791: HLS, 1850–1960: Eidgenössische Volkszählungen (XLS; 927 kB), danach: Gemeindeporträts. Neerach. Bevölkerung (Personen). Statistisches Amt des Kantons Zürich, 1970–2022.</ref>
Jahr Einwohner
1634 382
1689 568
1791 483
1850 784
1900 555
1950 543
1960 573
1970 718
1980 1188
1990 1765
2000 2403
2005 2648
2010 2969
2015 3044
2020 3225
2022 3316

Politik

Gemeindepräsident ist Markus Zink (parteilos, Stand 2026).<ref>Vorlage:Internetquelle</ref>

Die Wähleranteile bei der Nationalratswahl 2023: SVP 49,98 % (+0,83 %), FDP 13,1 % (−0,87 %), SP 8,95 % (+0,10 %), glp 8,91 % (−2,12 %), Die Mitte 6,55 % (+2,76 %), Grüne 4,94 % (−1,26 %), EVP 2,56 % (+0,53 %), EDU 1,94 % (−1,91 %), Mass-Voll! 1,41 %, Aufrecht Zürich 0,88 %, andere (10) 0,78 %.<ref>Nationalratswahl 2023. Kanton Zürich. 25. Oktober 2023.</ref>

Wirtschaft

Wie die Bevölkerungsstruktur haben sich in Neerach seit Beginn der 1960er Jahre auch die Gemeindefinanzen und Steuerverhältnisse gewandelt. Der einfache Staatssteuerertrag ist in dieser Zeit von 30'000 auf 9,7 Mio. Franken angewachsen, während der damals an der oberen Grenze liegende Gemeindesteuerfuss von 156 % auf heute 73 % gesunken ist. Neerach ist damit die steuergünstigste Gemeinde im Kanton Zürich.<ref>Christoph Landolt: Ein Bauerndorf hat sich zum Steuerparadies gespart. In: Tages-Anzeiger. 19. Januar 2011, abgerufen am 2. August 2022.</ref>

Geschichte

Datei:ETH-BIB-Neerach-LBS H1-012870.tif
Luftbild (1950) von Werner Friedli
Datei:Neerach altes Schulhaus.jpeg
Das Türmlischulhaus

Der Ort Neerach findet sich erstmals um 1150 als Nerracho erwähnt. Der Siedlungsname geht auf eine galloromanische Ortsnamenbildung zurück, aus dem lateinischen Personennamen Narius, Nerius oder Nigrius und dem galloromanischen Zugehörigkeitssuffix -ācum gebildet ist. Die ursprüngliche Bedeutung des Ortsnamens ist damit ‹Landgut des Narius, Nerius oder Nigrius›.<ref name="znb" />

Neerach war über lange Jahrhunderte ein lokales Zentrum der habsburgischen, dann der zürcherischen Landesverwaltung.

1972 wurde der Zweckverband Abwasserreinigung Fischbach-Glatt gegründet, welcher in Niederglatt eine Kläranlage für die angeschlossenen Gemeinden betreibt.<ref>Vorlage:Internetquelle</ref>

Sehenswürdigkeiten

Vorlage:Hauptartikel

Literatur

  • Hermann Fietz: Die Kunstdenkmäler des Kantons Zürich. Band II: Die Bezirke Bülach, Dielsdorf, Hinwil, Horgen und Meilen. (= Die Kunstdenkmäler der Schweiz. Band 15). Hrsg. von der Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte (GSK). Bern 1943, Vorlage:DNB, S. 100 (Digitalisat).
  • Thomas Weibel: Das Neuamt. Aarau 1996. Sammlung Schweizerischer Rechtsquellen, I. Abteilung: Die Rechtsquellen des Kantons Zürich. Neue Folge, Zweiter Teil, Rechte der Landschaft. Band 1 (online), S. 201–223.
  • Regula Crottet, Anika Kerstan, Philipp Zwyssig: Der Bezirk Dielsdorf (= Die Kunstdenkmäler des Kantons Zürich. Neue Ausgabe. Bd. VII). Bern 2023.<ref>Der Bezirk Dielsdorf (= Die Kunstdenkmäler des Kantons Zürich. Neue Ausgabe. Bd. VII). Bern 2023.</ref>
  • Vorlage:HLS

Weblinks

Vorlage:Commonscat

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Navigationsleiste Bezirk Dielsdorf

Vorlage:Normdaten