Neubronn (Weihenzell)
Neubronn Gemeinde Weihenzell
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| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(33)&title=Neubronn 49° 23′ N, 10° 36′ O
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dim=10000 | globe= | name=Neubronn | region=DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code | type=city
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| Höhe: | 434 m ü. NHN | |||||
| Einwohner: | 33 (1. Jan. 2019)<ref name="Weihenzell">Zahlen & Daten. In: weihenzell.de. Abgerufen am 17. Juni 2023.</ref> | |||||
| Postleitzahl: | 91629 | |||||
| Vorwahl: | 09828 | |||||
Neubronn (fränkisch: Naibrunn<ref>E. Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach, S. 137. Dort folgendermaßen transkribiert: „naibrún“.</ref>) ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Weihenzell im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern).<ref>Vorlage:BayernPortal Ortsteile</ref> Neubronn liegt in der Gemarkung Haasgang.<ref>Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen - Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 1. Oktober 2024.</ref>
Geografie
In der Nähe des Weilers entspringt der Itzelsbach, ein rechter Zufluss des Mettlachbachs. Im Osten grenzt das Waldgebiet Adelmannsdorfer Schlag an. Die Kreisstraße AN 9 führt nach Zellrüglingen (2,5 km südlich) bzw. nach Haasgang (1,5 km nördlich).<ref>Ortskarte 1:10.000. Darstellung mit Schummerung. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 18. Juli 2023 (Entfernungsangaben entsprechen Luftlinie).</ref>
Geschichte
Aus der ungünstigen Ortslage und aus dem Präfix Neu- kann man schließen, dass Neubronn eine Spätsiedlung ist, die wohl zwischen dem 11. und 13. Jahrhundert an einer „neuen Quelle“ (dem Itzelsbach) gegründet wurde. Erstmals urkundlich erwähnt wurde der Ort 1281 als „Niwenbrunne“.<ref>E. Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach, S. 137.</ref>
Im 16-Punkte-Bericht des Oberamtes Ansbach von 1684 wurden für Neubronn 5 Mannschaften verzeichnet: 2 Anwesen (beide Halbhöfe) unterstanden dem Hofkastenamt Ansbach und 3 Anwesen dem Stiftsamt Ansbach. Außerdem gab es das Hirtenhaus und die Schmiede, beides kommunale Gebäude. Das Hochgericht und die Dorf- und Gemeindeherrschaft übte das brandenburg-ansbachische Hofkastenamt Ansbach aus.<ref>Staatsarchiv Nürnberg, Ansbacher Salbuch 128, 2659. Zitiert nach M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 688.</ref>
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Neubronn 8 Anwesen. Das Hochgericht und die Dorf- und Gemeindeherrschaft übte weiterhin das Hofkastenamt Ansbach aus. Alleiniger Grundherr war das Fürstentum Ansbach (Hofkastenamt Ansbach: 2 Halbhöfe, 1 Leerhaus; Stiftsamt Ansbach: 4 Halbhöfe, 1 Gut). Neben den Anwesen gab es kommunale Gebäude (Hirtenhaus, Brechhaus).<ref name="J890">M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 890.</ref> Es gab zu dieser Zeit 7 Untertansfamilien.<ref>Johann Bernhard Fischer: Neubronn. In: Statistische und topographische Beschreibung des Burggraftums Nürnberg, unterhalb des Gebürgs, oder des Fürstentums Brandenburg-Anspach. Zweyter Theil. Enthaltend den ökonomischen, statistischen und sittlichen Zustand dieser Lande nach den funfzehen Oberämtern. Benedict Friedrich Haueisen, Ansbach 1790, OCLC 159872968, S. 22 (Digitalisat).</ref><ref>J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 3, Sp. 730.</ref> Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Ansbach.<ref name="J992">M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 992.</ref>
Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Neubronn dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Wernsbach und der 1811 gegründeten Ruralgemeinde Wernsbach zugeordnet.<ref>Staatsarchiv Nürnberg, Regierung von Mittelfranken, Kammer des Inneren, Abgabe 1952, 3850: Formation der Municapial- und Ruralgemeinden im Landgericht Ansbach 1808–17. Zitiert nach M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 961.</ref> Am 27. Juli 1830 wurde Neubronn in die neu gebildete Gemeinde Haasgang umgemeindet.<ref>M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 948.</ref> Nach dem Grundsteuerkataster der Steuergemeinde Neubronn von 1833 gab es in der Siedlung 10 Anwesen, 6 davon Halbhöfe, das Gemeindehirtenhaus, ein Lehrhaus der „Potaschensiederen“, einen Metzger- und einen Schuhmachermeister.
Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde Neubronn am 1. Juli 1972 nach Weihenzell eingemeindet.<ref name="J992"/><ref>Weihenzell > Politische Einteilung. In: wiki.genealogy.net. Verein für Computergenealogie, abgerufen am 13. März 2025.</ref>
Einwohnerentwicklung
Religion
Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und nach St. Jakob (Weihenzell) gepfarrt.<ref name="J890"/> Die Einwohner römisch-katholischer Konfession waren zunächst nach St. Ludwig (Ansbach) gepfarrt,<ref name="OV 1961"/> seit 1970 ist die Pfarrei Christ König (Ansbach) zuständig.<ref>Kirchen & Pfarramt > Kirchen katholisch. In: weihenzell.de. Abgerufen am 17. Juni 2023.</ref>
Literatur
- Johann Kaspar Bundschuh: Neubronn. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 3: I–Ne. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1801, DNB 790364301, OCLC 833753092, Sp. 730 (Digitalisat).
- Elisabeth Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach. Inaugural-Dissertation. Erlangen 1955, DNB 480570132, OCLC 872378821, S. 137.
- Vorlage:Hönn Lexicon Topographicum
- Manfred Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 35). Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 2009, ISBN 978-3-7696-6856-8.
- Günther Roesner: Weihenzell. Geschichte und Gegenwart eines mittelfränkischen Dorfes. 2., überarbeitete Auflage. Ansbach 1999, S. 147 (Erstausgabe: 1985).
Weblinks
- Neubronn. In: weihenzell.de. Abgerufen am 17. Juni 2023.
- Vorlage:Bavarikon Ort
- Neubronn in der Topographia Franconiae der Uni WürzburgVorlage:Abrufdatum
- Neubronn im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für ComputergenealogieVorlage:Abrufdatum
Fußnoten
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Alexandermühle | Beutellohe | Fessenmühle | Forst | Frankendorf | Gebersdorf | Grüb | Haasgang | Moratneustetten | Neubronn | Neumühle | Papiermühle | Petersdorf | Schmalnbachshof | Schönbronn | Steinmühle | Thierbach | Thurndorf | Weihenzell | Wernsbach b.A. | Wippendorf | Zellrüglingen
Wüstung: Aimershof