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Neudorf (Weismain)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Neudorf
Stadt Weismain
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(103)&title=Neudorf 50° 4′ N, 11° 16′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(103) 50° 3′ 39″ N, 11° 15′ 55″ O
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Höhe: 488 m ü. NHN
Einwohner: 103 (1. Jan. 2018)<ref name="Einwo2018">Stadt Weismain: Ortsteile. Abgerufen am 14. Juni 2023.</ref>
Eingemeindung: 1. Januar 1978
Postleitzahl: 96260
Vorwahl: 09575
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Neudorf ist ein Dorf mit 103 Einwohnern und gehört zur Stadt Weismain im oberfränkischen Landkreis Lichtenfels im Norden des Freistaates Bayern.

Geografische Lage

Neudorf befindet sich auf 488 m ü. NN<ref>Topografische Karte von Neudorf, geodaten.bayern.de, abgerufen am 30. Dezember 2012</ref> auf einer Hochebene, etwa 500 Meter östlich des Bärentals. Die Hochebene gehört zu den nördlichen Ausläufern des Frankenjuras im Naturpark Fränkische Schweiz – Frankenjura. Der Stadtkern von Weismain befindet sich etwa 3,2 Kilometer nordwestlich. Die nächsten Ortschaften sind Krassacher Mühle, Krassach, Niesten, Görau, Wunkendorf, Herbstmühle und Wohnsig.

Geschichte

Die unmittelbare Umgebung von Neudorf war spätestens ab dem 13. Jahrhundert als Rodungssiedlung bewohnt. Darauf weist der Fund eines Münzhortes aus dem späten 13. Jahrhundert hin.<ref name="sw">Neudorf, stadt-weismain.de, abgerufen am 30. Dezember 2012</ref> Es handelte sich um insgesamt 1331 Silberpfennige, die im Jahr 1952 durch einen Bauern beim Ackern gefunden wurden.<ref name="sw" /> Die Münzen waren in einem etwa zwölf Zentimeter hohen Tongefäß im Jahr 1291 vergraben worden, vermutlich infolge einer Katastrophe.<ref>Elsbeth Düthorn; Erika Münch: Was Großmutter erzählt - Erinnerungen aus Görau, Weismain 2004, S. 5</ref> Die erste urkundliche Erwähnung war 1330 als „Nwendorf“.<ref name="George">Dieter George: Lichtenfels; Der Altkreis. Historisches Ortsnamenbuch von Bayern. Oberfranken. Band 6: Lichtenfels. Kommission für Bayerische Landesgeschichte, München 2008, ISBN 978-3-7696-6862-9, S. 101.</ref>

Der Vorgängerbau der heutigen Kirche St. Clemens, eine kleine, den Heiligen Clemens und Wendelin geweihte Holzkapelle, wurde erstmals 1520 erwähnt.<ref name="sw" /> 1734 wurde die zu klein gewordene Kapelle durch eine Kirche aus Sandstein im Barockstil ersetzt.<ref name="sw" /> Bis ins 19. Jahrhundert war sie ein beliebter Wallfahrtsort, an dem die Pilger bei Krankheiten des Viehs oder Unglücken im Stall zum heiligen Wendelin beteten.<ref name="sw" />

Am 1. Januar 1978 wurde die seit 1818 eigenständige Gemeinde Neudorf aufgelöst und zusammen mit den Gemeindeteilen Görau, Herbstmühle, Krassach, Niesten, Seubersdorf nach Weismain eingemeindet.<ref name="sw" /> Der Gemeindeteil Zultenberg wurde dem Markt Kasendorf im Landkreis Kulmbach zugeschlagen.<ref name="sw" />

Einwohnerentwicklung

Die Tabelle gibt die Einwohnerentwicklung von Neudorf der jüngeren Zeit wieder.

Jahr Einwohner Quelle
2012 113 <ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Einwohnerverteilung der Stadt Weismain am 1. Januar 2012 (Memento vom 5. Januar 2013 im Internet Archive)</ref>
2013 114 <ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Einwohnerverteilung der Stadt Weismain am 1. Januar 2013 (Memento vom 18. Mai 2013 im Internet Archive)</ref>
2015 104 <ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Einwohnerverteilung der Stadt Weismain am 1. Januar 2015 (Memento vom 23. September 2015 im Internet Archive)</ref>
2018 103 <ref name="Einwo2018" />

Vereine

Literatur

  • Freiwillige Feuerwehr Neudorf: Freiwillige Feuerwehr Neudorf – 100 Jahre, Neudorf 1988
  • Dirk Steinhilber: Der Münzfund von Neudorf. In: 700 Jahre Stadt Schweinfurt, Schöningh Verlag, Würzburg 1954

Weblinks

Commons: Neudorf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

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