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Normalkostenrechnung

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Die Normalkostenrechnung ist in der Betriebswirtschaftslehre eine Kostenrechnung, in der Normalkosten verrechnet werden.

Allgemeines

Es handelt sich um eine Kostenrechnung, bei der den Kostenträgern (Produkte oder Dienstleistungen) nur diejenigen Kosten zugerechnet werden, die bei normalen wirtschaftlichen Verhältnissen entstehen würden.<ref>Helmut Sellien/Reinhold Sellien, Gablers Wirtschafts-Lexikon, Band 4, 1980, Sp. 475</ref> „Normale wirtschaftliche Verhältnisse“ liegen vor, wenn insbesondere die Kosteneinflussgröße Normalbeschäftigung – also weder Unter- noch Überbeschäftigung – vorhanden ist. In ihrer reinen Form gibt es die Normalkostenrechnung bereits aus diesem Grunde in der Praxis nicht, es wird anstatt dessen in der Istkostenrechnung mit Normalkosten gerechnet.<ref>Springer Fachmedien Wiesbaden (Hrsg.), Kompakt-Lexikon Wirtschaft, 2014, S. 404</ref>

Arten

Es wird unterschieden zwischen der starren und der flexiblen Normalkostenrechnung:<ref>Wolfgang Becker/Stefan Lutz, Gabler Kompakt-Lexikon Modernes Rechnungswesen, 2002, S. 248</ref>

Bei der starren Normalkostenrechnung kann die Kostenrechnung beschleunigt angewandt werden. Als „flexibel“ wird heute eine Kostenrechnung bezeichnet, bei der die proportionalen Kosten an Beschäftigungsschwankungen angepasst werden,<ref>Wolfgang Kilger/Jochen Pampel/Kurt Vikas, Flexible Plankostenrechnung und Deckungsbeitragsrechnung, 2007, S. 50</ref> was auch bei der flexiblen Plankostenrechnung der Fall ist.

Wirtschaftliche Aspekte

Erich Gutenberg wies 1954 darauf hin, dass die Normalkostenrechnung „nur eine unvollkommene Wirtschaftlichkeits- und Verantwortlichkeitskontrollrechnung“ ist.<ref>Erich Gutenberg, Neuere Entwicklungstendenzen auf dem Gebiete des industriellen Rechnungswesens, in: Die Gießerei, 1954, S. 392 ff.</ref> Für die Kostenkontrolle eignen sich weder die Istkostenrechnung noch die Normalkostenrechnung.<ref>Wolfgang Kilger, Flexible Plankostenrechnung und Deckungsbeitragsrechnung, 1977, S. 45; ISBN 978-3-8349-3758-2</ref>

Sind die Istkosten höher als die Normalkosten, liegt eine Kostenüberdeckung vor, umgekehrt eine Kostenunterdeckung.<ref>Helmuth Jost, Kosten- und Leistungsrechnung, 1992, S. 250</ref> Die Ursachen der Abweichungen der Normalkosten von den Istkosten müssen eingehend untersucht werden, weil sie vielfach auf Mängel im Betriebsablauf zurückzuführen sind.<ref>Helmut Sellien/Reinhold Sellien, Gablers Wirtschafts-Lexikon, Band 4, 1980, Sp. 475</ref>

Siehe auch

Einzelnachweise

<references />

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