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Nowoarchanhelsk

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Vorlage:Infobox Ort in der Ukraine Nowoarchanhelsk (

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Diese Weiterleitung ist grundsätzlich kein Gegenstand von SLA.'; {{#invoke:Vorlage:lang|full|CODE=ru|SCRIPTING=Cyrl|SERVICE=russisch}}) ist eine Siedlung städtischen Typs in der Oblast Kirowohrad, Ukraine mit etwa 7600 Einwohnern. Sie befindet sich am Fluss Synjucha (Синюха)<ref>Karte</ref>, bis Juli 2020 war sie das Verwaltungszentrum des gleichnamigen Rajons Nowoarchanhelsk. Auf dem gegenüberliegenden Flussufer liegt das Dorf Torhowyzja.

Geschichte

Datei:Церква в Новоархангельську.jpg
Kirche in Nowoarchanhelsk

Die Siedlung wurde durch den Kosaken des Mirhoroder Regiments Swenihorodskyj (Звенигородський) im Jahr 1742 gegründet. Die Hauptbewohner der Siedlung waren die Kosaken, sowie Flüchtlinge. 1876 wurden hier 60 Höfe gezählt.<ref>Ortsgeschichte Nowoarchanhelsk in der Geschichte der Städte und Dörfer der Ukrainischen SSR; abgerufen am 24. Oktober 2017 (ukrainisch)</ref>

Die Räteregierung in Nowoarchanhelsk wurde im Januar 1918 ausgerufen, aber schon Anfang April wurde der Ort von österreichisch-deutschen Truppen besetzt und später durch die Petljura-Anhänger ersetzt. Nach ihrer Zerschlagung wurde der Sowjet im März 1919 wiederhergestellt. Im August des gleichen Jahres wurde das Dorf aber durch Denikin-Anhänger besetzt; die Gutsbesitzer kehrten zurück und es kam zu einer erneuten Umverteilung der Macht sowie auch zu Pogromen gegen die jüdische Bevölkerung. Im Januar 1920 vertrieb die Rote Armee die Denikin-Leute aus dem Dorf, es kam jedoch noch einige Zeit zu Scharmützeln mit den Resten der Petljura-Anhängerschaft, die nach wie vor in der Region agierten. Im Frühling des Jahres 1920 war die Macht der Bolschewiki endgültig durchgesetzt.

Die Kampfhandlungen des Zweiten Weltkrieges erreichten den Ort Anfang August 1941. Während der deutschen Okkupation gab es eine örtliche Untergrundbewegung sowie aus Kriegsgefangenen und einheimischer Bevölkerung geschaffenen Partisanenabteilungen. Mitte März 1944 wurde Nowoarchanhelsk von der Roten Armee zurückerobert.

Seit 1957 hat der Ort den Status einer Siedlung städtischen Typs.

Verwaltungsgliederung

Am 12. Juni 2020 wurde die Siedlung zum Zentrum der neugegründeten Siedlungsgemeinde Nowoarchanhelsk (Новоархангельська селищна громада/Nowoarchanhelska selyschtschna hromada). Zu dieser zählen die 20 in der untenstehenden Tabelle aufgelisteten Dörfer<ref>Кабінет Міністрів України Розпорядження від 12 червня 2020 р. № 716-р "Про визначення адміністративних центрів та затвердження територій територіальних громад Кіровоградської області"</ref>, bis dahin bildete sie zusammen mit den Dörfern Komyschewe, Losuwatka, Schuriwka, Soldatske und Synjucha die gleichnamige Siedlungsratsgemeinde Nowoarchanhelsk (Новоархангельська селищна рада/Nowoarchanhelska selyschtschna rada) im Zentrum des Rajons Nowoarchanhelsk.

Am 17. Juli 2020 kam es im Zuge einer großen Rajonsreform zum Anschluss des Rajonsgebietes an den Rajon Holowaniwsk<ref>Верховна Рада України; Постанова від 17.07.2020 № 807-IX Про утворення та ліквідацію районів</ref>.

Folgende Orte sind neben dem Hauptort Nowoarchanhelsk Teil der Gemeinde:

Name
ukrainisch transkribiert ukrainisch russisch
Dykowytschewe Диковичеве Диковичево (Dikowitschewo)
Hanniwka Ганнівка Анновка (Annowka)
Holubenka Голубенка Голубенка (Golubenka)
Kaharlyk Кагарлик Кагарлык (Kagarlyk)
Kamjanetsche Кам’янече Каменечье (Kamenetschje)
Komyschewe Комишеве Камышёво (Kamyschowo)
Krynytschky Кринички Кринички (Krinitschki)
Lewkiwka Левківка Левковка (Lewkowka)
Losuwatka Лозуватка Лозоватка (Losowatka)
Marjaniwka Мар’янівка Марьяновка (Marjanowka)
Nowopetriwka Новопетрівка Новопетровка (Nowopetrowka)
Sabowe Сабове Сабово (Sabowo)
Schuriwka Журівка Журавка (Schurawka)
Skalewa Скалева Скалевая (Skalewaja)
Skaliwski Chutory Скалівські Хутори Скалевские Хутора (Skalewskije Chutora)
Soldatske Солдатське Солдатское (Soldatskoje)
Swerdlykowe Свердликове Свердликово (Swerdlikowo)
Synjucha Синюха Синюха (Sinjucha)
Torhowyzja Торговиця Торговица (Torgowiza)
Tscherwinka Червінка Червинка

Söhne und Töchter der Ortschaft

  • Wladimir Gelfand (1923–1983), Tagebuchschreiber und sowjetischer Soldat im Zweiten Weltkrieg
  • Andrij Hulyj-Hulenko (1886–unbekannt), ukrainischer Offizier und Partisanenführer
  • Jewhen Malanjuk (1897–1968), ukrainischer Dichter, Journalist, Essayist, Literatur- und Kunstkritiker, Übersetzer und Offizier

Fußnoten

<references />

Vorlage:Navigationsleiste Orte in der Oblast Kirowohrad