Zum Inhalt springen

Oberrheinische Bank

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Die Oberrheinische Bank war ein Kreditinstitut mit Sitz in Mannheim und Filialen in Mülhausen, Straßburg, Heidelberg, Karlsruhe, Freiburg und Basel.

Datei:Oberrheinische Bank, Heidelberg Hauptstraße 126.jpg
Filiale der Oberrheinischen Bank in Heidelberg, Hauptstraße 126 (1901).

Geschichte

Die Bank wurde 1856 als Köster & Co. gegründet. 1883 erfolgte die Umwandlung in eine Aktiengesellschaft unter der Firma Köster's Bank AG. 1896 wurde die Firma in Oberrheinische Bank AG geändert. Im gleichen Jahr Erfolgte die Übernehme mehrerer Banken in Baden und benachbarten Regionen. 1899 erfolgte die Gründung von Niederlassungen in Basel und in Mülhausen im Elsass.<ref>Handbuch der deutschen Aktiengesellschaften, 5. Ausgabe 1900/01, Band 1, S. 160.</ref>

Die Oberrheinische Bank war insbesondere in der kurzfristigen Unternehmensfinanzierung tätig. Im Wechselinkassogeschäft gehörte sie zu den führenden Kreditinstituten in Deutschland. 1898 verband sich die Bank über eine Interessengemeinschaft mit der Deutschen Bank.<ref>Heidelberger Zeitung vom 7. Januar 1903, abgerufen über deutsche-digitale-bibliothek.de, Direktlink.</ref>

1904 geriet die Oberrheinische Bank durch den Konkurs der Mannheimer Aktiengesellschaft für chemische Industrie in Schieflage<ref>Kölnische Zeitung vom 5. November 1903, abgerufen über deutsche-digitale-bibliothek.de, Direktlink.</ref> und wurde durch die Rheinische Creditbank übernommen.<ref>Berliner Börsen-Zeitung vom 22. November 1904, S. 2, abgerufen über deutsche-digitale-bibliothek.de, Direktlink.</ref> Die Rheinische Creditbank ging ihrerseits 1929 in der Deutschen Bank auf.

Nach dem Zweiten Weltkrieg firmierte eines der zehn regionalen Nachfolgeinstitute der zerschlagenen Deutschen Bank von 1948 bis 1952 ebenfalls unter dem Namen Oberrheinische Bank.

Einzelnachweise

<references />