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Oischara

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Vorlage:Infobox Ort in Russland Oischara (Vorlage:RuS; Aussprache Ois-chara) ist eine Siedlung in der Republik Tschetschenien (Russland) mit Vorlage:EWZ Einwohnern (Stand Vorlage:EWD).<ref name="einwohner_aktuell" />

Geographie

Die Siedlung liegt am Nordrand des Großen Kaukasus, am Abhang der auf gut Vorlage:Höhe Höhe ansteigenden Vorberge, knapp 50 km Luftlinie östlich der Republikhauptstadt Grosny.

Oischara gehört zum Rajon Gudermes und befindet sich auf halbem Weg zwischen dessen Verwaltungszentrum Gudermes und der Grenze zur Nachbarrepublik Dagestan, die jeweils 15 km entfernt sind. 30 km östlich, bereits in Dagestan, liegt die Großstadt Chassawjurt.

Geschichte

Das alte tschetschenische Dorf Oisungur, oder auch Oischar erhielt nach der Deportation der Tschetschenen 1944 den russischen Namen Nowogrosnenski (etwa Neu-Grosny-Siedlung, nach der Republikhauptstadt). Von 1944 bis 1951 war der Ort Verwaltungszentrum eines gleichnamigen Rajons, der dann im Rajon Gudermes aufging. 1946 erhielt er im Zusammenhang mit der Erdölerkundung im umliegenden Gebiet den Status einer Siedlung städtischen Typs. 1989 wurde eine der alten tschetschenischen Namensvarianten wieder hergestellt.

Im Rahmen einer Verwaltungsreform wurde Oischara 2009 als deren einzige Ortschaft Sitz der Landgemeinde Oischarskoje selskoje posselenije, und der Ort selbst wieder als ländliche Siedlung eingestuft (possjolok).

Bevölkerungsentwicklung

Jahr Einwohner
1959 3.648
1970 5.943
1979 6.865
1989 8.200
2002 12.767
2010 9.498

Anmerkung: Volkszählungsdaten

Wirtschaft und Infrastruktur

Datei:Мечеть в Ойсхара.jpg
Moschee in Oischara

Um Oischara wird Erdöl gefördert. Die Ebene nördlich von Oischara, die sich zwischen den Flüssen Terek und Aksai erstreckt und von diesen bewässert wird, ist eines der Zentren des Reisanbaus im Nordkaukasus. Bis zu den Tschetschenienkriegen wurde an den Hängen um den Ort auch Weinbau betrieben.

Oischara liegt an der Fernstraße M29, die entlang dem Kaukasusnordrand in Richtung Aserbaidschan führt. Von dieser zweigt dort eine Lokalstraße in den Nordteil des benachbarten Rajons Kurtschaloi mit den großen Dörfern Batschi-Jurt, Zentoroi (Geburtsort des tschetschenischen Präsidenten Kadyrow) und Alleroi ab. Die Eisenbahnstrecke von Rostow am Don über Gudermes nach Machatschkala und weiter nach Aserbaidschan verläuft etwa 8 km nördlich von Oischara – dort befindet sich die Station Kadi-Jurt.

Einzelnachweise

<references />

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