Oleg Maisenberg
Oleg Iossifowitsch Maisenberg ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value); * 29. April 1945 in Odessa, Ukrainische SSR, UdSSR (heute Ukraine); † 16. April 2026) war ein russischer Pianist und Professor an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien.
Leben
Mit fünf Jahren erhielt Maisenberg den ersten Klavierunterricht von seiner Mutter.<ref>Biographische Angaben aus: Ingo Harden, Gregor Willmes, PianistenProfile 600 Interpreten: Ihre Biografie, ihr Stil, ihre Aufnahmen, Oleg Maisenberg, Bärenreiter, Kassel 2008, S. 470.</ref> 1965 besuchte er die Zentrale Musikschule in Kischinew und studierte von 1966 bis 1971 am Gnessin-Institut in Moskau bei Alexander Jocheles, dessen Assistent er später wurde.
Beim Schubert-Wettbewerb 1967 in Wien gewann Maisenberg den zweiten Preis. Im selben Jahr konnte er dort einen weiteren Wettbewerb für sich entscheiden, den der Musik des 20. Jahrhunderts.
Zwischen 1971 und 1980 trat er in Abonnementskonzerten der Moskauer Philharmoniker sowie mit anderen sowjetischen Orchestern auf. 1972 kam es zu einem ersten kammermusikalischen Konzert mit Gidon Kremer, mit dem ihn seitdem eine künstlerische Partnerschaft verband.
1981 entfloh Maisenberg dem sowjetischen System und ließ sich im Westen in Wien nieder.
Unter Eugene Ormandy gab er 1983 sein Amerika-Debüt mit dem Philadelphia Orchestra. Zwischen 1985 und 1998 lehrte Maisenberg als Professor an der Stuttgarter Musikhochschule, von 1. März 1998 bis 2015 an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien.<ref>Lidija Zilberstein. In: Universität für Musik und darstellende Kunst Wien. 2026, abgerufen am 17. April 2026: „2015 übernimmt sie […] den […] Lehrstuhl Klavier […] in direkter Nachfolge von […] Oleg Maisenberg“</ref>
Die Folgen eines Autounfalls 1997, der zu einer Behinderung seiner rechten Hand führte, zwangen ihn, seine Spieltechnik zu verändern und ungewohnte Fingersätze zu üben.<ref>Stefan Knüpfer: Interview Oleg Maisenberg. (pdf; 785 kB) In: Magazin für Freunde von Steinway in Austria. September 2005, S. 4–6, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 16. Februar 2012; abgerufen am 17. April 2026.</ref>
2004 gab Maisenberg anlässlich seines 60. Geburtstages im Wiener Musikverein neun Konzerte mit Werken russischer Komponisten.
Am 16. April 2026 starb Oleg Maisenberg wenige Wochen vor seinem 81. Geburtstag.<ref>Wieland Aschinger: Pianist Oleg Maisenberg gestorben. In: musik-heute.de. 16. April 2026, abgerufen am 16. April 2026.</ref>
Repertoire und Rezeption
Maisenbergs breit gefächertes Repertoire als Solist, Liedbegleiter – etwa von Hermann Prey und Robert Holl – sowie Kammermusiker reichte von der Wiener Klassik bis zur gemäßigten Moderne.
Im Westen trat er zunächst als Partner Gidon Kremers in Erscheinung, mit dem er Franz Schuberts Sonatinen für Violine und Klavier, virtuose Transkriptionen und Sonaten von Béla Bartók oder Erwin Schulhoff spielte. Die Spannung dieser künstlerischen Zusammenarbeit ergab sich aus dem Kontrast zwischen dem extrovertierten Spiel Kremers und dem verhalten-subtilen Klavierspiel Maisenbergs.<ref>Ingo Harden, Gregor Willmes, PianistenProfile 600 Interpreten: Ihre Biografie, ihr Stil, ihre Aufnahmen, Oleg Maisenberg, Bärenreiter, Kassel 2008, S. 471.</ref>
Auch als Solist machte Maisenberg sich nach seiner Emigration einen Namen, wenn sich dies auch in vergleichsweise wenigen Schallplattenaufnahmen niederschlug.
Bei ihm studierten u. a. Markus Hinterhäuser, Till Fellner und Khatia Buniatishvili.
Literatur
- Gregor Willmes: Maisenberg, Oleg. In: Ludwig Finscher (Hrsg.): Die Musik in Geschichte und Gegenwart. Zweite Ausgabe, Personenteil, Band 11 (Lesage – Menuhin). Bärenreiter/Metzler, Kassel u. a. 2004, ISBN 3-7618-1121-7 (Online-Ausgabe, für Vollzugriff Abonnement erforderlich)
Weblinks
- Tonträger von Oleg Maisenberg im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
Einzelnachweise
<references />
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Maisenberg, Oleg |
| ALTERNATIVNAMEN | Майзенберг, Олег Иосифович (russisch) |
| KURZBESCHREIBUNG | russisch-österreichischer Pianist |
| GEBURTSDATUM | 29. April 1945 |
| GEBURTSORT | Odessa |
| STERBEDATUM | 16. April 2026 |
- Seiten mit Skriptfehlern
- Klassischer Pianist
- Musiker (Russland)
- Hochschullehrer (Staatliche Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart)
- Hochschullehrer (Universität für Musik und darstellende Kunst Wien)
- Träger des österreichischen Ehrenkreuzes für Wissenschaft und Kunst I. Klasse
- Echo-Klassik-Preisträger
- Musiker (Wien)
- Russe
- Österreicher
- Geboren 1945
- Gestorben 2026
- Mann