Zum Inhalt springen

Olevano Romano

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Vorlage:Infobox Gemeinde in Italien

Olevano Romano ist eine italienische Gemeinde in der Metropolitanstadt Rom in der Region Latium mit Vorlage:EWZ Einwohnern (Stand Vorlage:EWD).

Geographie

Datei:Map of comune of Olevano Romano (province of Rome, region Lazio, Italy).svg
Lage von Olevano Romano in der Provinz Rom

Olevano Romano liegt 57 km östlich von Rom und 50 km nordwestlich von Frosinone. Das historische Ortszentrum erstreckt sich den Monte Celeste hinauf, einem Bergrücken der Monti Prenestini, deren südliche Ausläufer das Gemeindegebiet einnimmt. Von hier hat man eine weite Sicht ins Tal des Sacco und zu den gegenüberliegenden Monti Lepini. Das Gemeindegebiet erstreckt sich über eine Höhe von 246 bis Vorlage:Höhe

Olevano ist Mitglied der Comunità Montana Valle dell’Aniene.

Die Gemeinde liegt in der Erdbebenzone 2 (mittel gefährdet).<ref>Vorlage:Webarchiv</ref>

Die Nachbargemeinden sind im Uhrzeigersinn: Genazzano, San Vito Romano, Bellegra, Roiate, Serrone (FR) und Paliano (FR).

Verkehr

Geschichte

Datei:Albert Bierstadt - Olevano.jpg
Olevano, Gemälde von Albert Bierstadt, 1856/57
Datei:Paul-Weber Serpentaralandschaft bei Olevano.jpg
Serpentaralandschaft bei Olevano, Gemälde von Paul Weber, um 1860

Das älteste bauliche Zeugnis sind die Zyklopenmauern in der Via Ara de’ Santi, die von den Aequern zur Verteidigung gegen die Römer angelegt wurden und im Zusammenhang mit ähnlichen Befestigungsanlagen in Bellegra und Roiate stehen. Mit der endgültigen Niederlage der Aequer 304 v. Chr. wurde das Gebiet in die Römische Republik integriert. Zahlreiche archäologische Funde beweisen die fortdauernde Besiedlung des Gebiets, ohne dass schriftliche Nachrichten über eine Siedlung vorliegen.

Nach dem Untergang des Westteils des Römischen Reiches kam das Gemeindegebiet zum Territorium der Abtei Subiaco. Die erste schriftliche Erwähnung als „feudum Castro Olibani“ datiert von 958, als Papst Johannes XII. der Benediktinerabtei den Besitz bestätigte.

Im 13. Jahrhundert erwarben die Colonna den Ort, den sie 1614 an Scipione Caffarelli Borghese verkauften. 1849 eroberte Giuseppe Garibaldi kurzzeitig Olevano, das 1870 Teil des Königreichs Italien wurde.<ref>Vittorio Emiliani, Pino Coscetta: Nei borghi antichi la storia è vita, Hrsg. Provinz Rom, 2011. Vorlage:Webarchiv</ref>

Olevano war im 19. Jahrhundert das Ziel zahlreicher Maler aus Nordeuropa darunter vor allem die sogenannten Deutschrömer um Joseph Anton Koch. Der deutsche Kunsthistoriker Karl Friedrich von Rumohr besaß in den 1820er Jahren in Olevano Romano eine Villa, deren Ansicht 1824 durch ein Aquarell des deutschen Malers Friedrich von Nerly festgehalten wurde<ref>FAZ vom 15. Dezember 2010, S. N3: Maler, Gastrosoph, Museumsmann: Rumohrs Welt.</ref>

Datei:Friedrich Preller d.Ä. - Die Serpentara bei Olevano.jpg
Friedrich Preller der Ältere – Die Serpentara bei Olevano

Der nahe Olevano gelegene Eichenwald Serpentara war den Deutschrömern ein besonders schützenswerter, heiliger Eichenhain. Die geplante Abholzung im Jahre 1873 wurde auf Initiative des Karlsruher Landschaftsmalers Edmund Kanoldt, eines Schülers von Friedrich Preller d. Ä., durch eine gemeinsame Aktion von Kunstfreunden und Künstlern verhindert, indem der Wald zugunsten des Deutschen Reichs und des Deutschen Kaisers Wilhelm I. angekauft wurde. Ein Viertel der Kosten wurde durch den Maler Carl Schuch übernommen.<ref>Zum Erwerb der Serpentara und zur Rolle Kanoldts vgl. den Artikel in der Karlsruher Zeitung vom 3. November 1877 (online)</ref> Heute unterhält die Akademie der Künste Berlin für ihre Stipendiaten die Villa Serpentara. Eine zweite Stipendiatenstätte ist die zur Deutschen Akademie Rom Villa Massimo gehörende Casa Baldi.

Bevölkerungsentwicklung

Jahr 1881 1901 1921 1936 1951 1971 1991 2001 2011
Einwohner 3836 4753 6024 6615 6482 6114 6000 6814 6733

Quelle ISTAT<ref>Statistiche demografiche ISTAT. Bevölkerungsstatistiken des Istituto Nazionale di Statistica, Stand 31. Dezember 2011.</ref>

Politik

Umberto Quaresima wurde im Juni 2016 zum Bürgermeister gewählt. Seine Bürgerliste Bene in comune stellt auch mit 8 von 12 Sitzen die Mehrheit im Gemeinderat.<ref>Information des Innenministeriums, abgerufen am 19. März 2018.</ref> Sein Vorgänger Marco Mampieri, der im Mai 2011 zum Bürgermeister gewählt wurde, kandidierte nicht mehr.<ref>Information des Innenministeriums, abgerufen am 23. Mai 2012.</ref> Zuvor war Guglielmina Ranaldi (PD) von 2001 bis 2011 Bürgermeisterin.

Städtepartnerschaft

Sehenswürdigkeiten

  • Im mittelalterlichen Castello Colonna sind Fresken aus dem 16. Jahrhundert zu sehen.
  • Palazzo Baronale
  • Kunstmuseum Olevano Romano

Literatur

2018 gewann Esther Kinsky den Preis der Leipziger Buchmesse mit ihrem Roman Hain: Geländeroman, der zum Teil in Olevano Romano spielt.<ref>Vorlage:Internetquelle</ref>

Kulinarische Spezialitäten

Der DOC-Wein Cesanese di Olevano Romano wird außer in Olevano nur in der Nachbargemeinde Genazzano angebaut.<ref>Vorlage:Webarchiv</ref>

Einzelnachweise

<references />

Weblinks

Vorlage:Commonscat

Vorlage:Navigationsleiste Gemeinden Metropolitanstadt Rom Hauptstadt

Vorlage:Normdaten