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Operation Wolkensäule

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Operation Wolkensäule
Teil von: Nahostkonflikt
Datei:Karte Gazastreifen.png
Karte des Gazastreifens
Datum 14. bis 22. November 2012
Ort Gazastreifen
Ausgang Waffenruhe, beide Seiten beanspruchen den Sieg für sich<ref>Waffenruhe zwischen Israel und Hamas hält, Tagesschau (SF), 22. November 2012</ref>
Konfliktparteien

IsraelDatei:Flag of Israel.svg Israel

Datei:Flag of al-Qassam Brigades.svg Hamas
Datei:PFLP svg.png Volksfront zur Befreiung Palästinas (PFLP)
Islamischer Dschihad
Datei:Logoprc.jpg Volkswiderstandskomitee

Truppenstärke

Südkommando der IDF, bis zu 75.000 Reservisten

Verluste

2 Tote,
20 Verwundete<ref name="Israelisches Außenministerium">Israel under fire - November 2012, Israelisches Außenministerium, 22. November 2012</ref>

55 Tote, 29 Verwundete (Palästinensische Angaben)<ref name="PCHR"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />The total numbers of victims of the Israeli offensive on the Gaza Strip (Memento vom 2. Dezember 2012 im Internet Archive), Palestinian Center for Human Rights, 24. November 2012</ref>
120 Tote (Israelische Angaben)<ref name="Times of Israel">After eight days of fighting, ceasefire is put to the test, The Times of Israel, 21. November 2012</ref>

Palästinensische Zivilisten:
90 Tote (Vereinte Nationen),<ref>Gaza: Build on Ceasefire to Address Rights Abuses, Human Rights Watch, 23. November 2012</ref> 105 Tote, 971 Verletzte (Palästinensische Angaben),<ref name="PCHR" />

57 Tote (Israelische Angaben),<ref name="Times of Israel" />
8 exekutiert durch Hamas (angebliche Kollaborateure)<ref>Hamas executes six suspected informants for Israel on Gaza street, The Guardian, 20. November 2012</ref>
Israelische Zivilisten:
4 Tote, 219 Verletzte (Israelische Angaben)<ref name="Israelisches Außenministerium" />

Die israelische Militäroperation Wolkensäule ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) im November 2012 richtete sich gegen Einrichtungen und Mitglieder der Terrororganisation Hamas im Gazastreifen. Sie begann mit Luftangriffen der israelischen Luftstreitkräfte (IAF) am 14. und endete am Abend des 21. Novembers mit einem Waffenstillstand.

Der Name lehnt sich an die Torah an. In der biblischen Überlieferung zog Gott beim Auszug aus Ägypten in Form einer Wolkensäule vor den Israeliten her, um ihnen den Weg zu zeigen und sie zu schützen (Vorlage:Bibel/Link) und (Vorlage:Bibel/Link). Die Hamas nannte die Operation gegen Israel „Schiefersteine“ nach der Sure 105, Vers 4 des Koran.<ref>http://www.israelhayom.com/site/newsletter_article.php?id=6423</ref> In den deutschen Medien wurde in Anlehnung an die offizielle englischsprachige Bezeichnung durch die israelische Regierung („Operation Pillar of Defense“) überwiegend der Ausdruck „Operation Säule der Verteidigung“ verwendet.<ref name="Israelisches Außenministerium" /><ref>Erklärung der Wortwahl Wolkensäule</ref>

Die israelische Regierung begründete die Militäroffensive mit dem starken Anstieg des Raketenbeschusses in den vorausgegangenen Tagen, der für mehr als eine Million Menschen eine totale Einschränkung des täglichen Lebens bedeutete.<ref name="Israelisches Außenministerium 2">Behind the Headlines: Operation Pillar of Defense, 14. November 2012</ref> Während der Operation erreichten erstmals Raketen aus Gaza auch die israelischen Großstädte Tel Aviv und Jerusalem.

Ablauf

Vorgeschichte

Seit der Operation Gegossenes Blei in den Jahren 2008/2009 feuerten die Hamas und andere palästinensische Gruppen, wie die Abu-Ali-Mustafa-Brigaden der PFLP, immer wieder Raketen in Richtung Israel ab. Im Jahr 2010 wurden allein im März 20 Raketen und Granaten auf Israel geschossen, worauf die israelische Armee mit Luftschlägen und kurzen Bodenoperationen antwortete.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />PFLP says fighters will continue to strike Israel (Memento vom 8. November 2014 im Internet Archive) Ma'an News Agency, 17. November 2012</ref> Insbesondere seit Dezember 2010 kam es zu verschiedenen Schusswechseln an der Sperranlage um den Gazastreifen entlang der Grünen Linie. Im gesamten Jahr 2010 kamen bei den Auseinandersetzungen 55 Palästinenser ums Leben, darunter laut UN 22 Zivilisten.<ref name="freedomhouse.org">Gaza Strip</ref><ref name="aljazeera">20. August 2011: Israel continues deadly air strikes on Gaza</ref><ref name="Reuters-1">22. März 2011: Israeli air strikes wound 19 in Gaza Strip</ref><ref name="Haaretz">6. April 2011: Palestinians: Two civilians wounded in Israel air strike on Gaza</ref>

Datei:Gazastreifen Raketenreichweiten.png
Reichweiten der Raketen

Die palästinensischen Raketenangriffe nahmen besonders in der zweiten Hälfte des Jahres 2012 verstärkt zu. Allein im Oktober wurden aus dem Gazastreifen israelischen Behörden zufolge 116 Raketen und 55 Granaten auf israelisches Gebiet abgefeuert. Am 4. November erschossen israelische Soldaten einen nach palästinensischen Angaben unbewaffneten und geistig behinderten Mann, als dieser sich der Sperranlage um den Gazastreifen genähert und auf Warnschüsse nicht reagiert hatte.<ref name="Reuters-2"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />4. November 2012: Israel kills Palestinian man near Gaza border – medics (Memento vom 9. November 2012 im Internet Archive)</ref> Vier Tage später, am 8. November, eröffneten palästinensische Extremisten das Feuer auf eine israelische Routinepatrouille im Grenzgebiet. Daraufhin drangen israelische Panzerfahrzeuge und ein Helikopter in die Pufferzone zwischen Gazastreifen und Israel ein und erwiderten das Feuer. Bei dem Schusswechsel wurde nach palästinensischen Angaben ein 12-jähriger Junge von einer Kugel getroffen und getötet.<ref name="CNN">8. November 2012: Israeli gunfire kills Palestinian boy in Gaza clash</ref> Am selben Tag wurde an der Grenze ein israelischer Soldat durch eine Sprengstoffdetonation verletzt, zu der sich die Hamas bekannte.<ref>Gaza: Palestinians killed and Israeli soldiers injured, BBC.com vom 11. November 2012</ref>

Am 10. November wurden ein gepanzerter israelischer Jeep im Grenzgebiet gezielt mit einer Panzerabwehrrakete beschossen. Zwei Soldaten wurden schwer, einer leicht verletzt. Als Reaktion darauf beschoss Israel mehrere Ziele der Hamas im Gazastreifen, erst mit Panzern, dann mit Kampfflugzeugen, wodurch vier Personen getötet wurden. In der gleichen Zeit feuerte die Hamas etwa 30 Raketen auf den Süden Israels.<ref name="Welt">Hunderte Raketen auf Israel – welt.de</ref><ref>Kershner Akram, Isabel Fares: Violence Surges on Israeli-Gaza Border. The New York Times, 10. November 2011. Abgerufen am 18. November.[1]</ref><ref>NZZ vom 11. November 2012</ref>

12.–18. November

Im Verlauf der folgenden Tage spitzte sich der Konflikt zu. Er war geprägt von mehreren hundert Raketenangriffen auf Ziele in Israel durch Hamas und Vergeltungsangriffen der israelischen Luftwaffe auf militärische Stellungen, Regierungsgebäude und eine Polizeistation in Gaza. In der ersten Woche der Kampfhandlungen wurden etwa 40 Palästinenser – darunter nach AP-Angaben 13 Zivilisten – und auf israelischer Seite drei Zivilisten getötet.<ref>Spiegel online, 17. November 2012: Angriffe auf Gaza, Hamas schwört Israel Rache, The Guardian, 17. November 2012: Gaza rockets land near Jerusalem as fears of ground offensive grow</ref> Um die Anzahl der zivilen Opfer zu beschränken, feuerte das israelische Militär zunächst eine Rakete ohne Sprengkopf auf ein Zielgebiet, um die Bevölkerung zu warnen und anschließend erst eine Rakete mit Sprengstoff.<ref>NYT - A Gaza War Full of Traps and Trickery</ref>

In den folgenden Tagen wurden weitere Raketen nach Israel abgeschossen. Getroffen wurde Sderot.<ref name="Welt" /> Mehrere Menschen in Israel wurden leicht verletzt, Häuser beschädigt.<ref name="Welt" /> Am 14. November 2012 beschoss die israelische Luftwaffe gezielt das Auto des Hamas-Führers Ahmed al-Dschabari, der dadurch getötet wurde.<ref>Hamas-Militärchef stirbt bei Luftangriff der Israelis – welt.de</ref> Israel beschloss die Einberufung von bis zu 30.000 Reservisten.<ref>Israel lässt 30.000 Reservisten einberufen – zeit.de</ref>

Datei:Apartment building in the Israeli town of Kiryat Malachi that took a direct hit from a Hamas rocket. 3 residents were killed, and several others seriously wounded including a 1.5 year old baby.jpg
Wohnhaus in Kirjat Mal’achi nach dem Raketeneinschlag
Datei:Iron Dome Battery Deployed Near Ashkelon.jpg
Das israelische Raketenabwehrsystem Iron Dome

Am 15. November schlug eine Rakete aus dem Gazastreifen in ein Wohnhaus in Qirjat Malʾachi ein, tötete einen Mann und zwei Frauen und verletzte fünf weitere Zivilisten schwer. Am Abend schlugen Raketen in der Nähe von Tel Aviv ein. Zum ersten Mal seit dem Zweiten Golfkrieg wurde in Tel Aviv Luftalarm ausgelöst.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Ein „Solidaritätsbesuch“ aus Ägypten – tagesschau.de (Memento vom 19. November 2012 im Internet Archive)</ref> Bis 00:45 Uhr des nächsten Tages gelang es durch das israelische Raketenabwehrsystem Iron Dome 130 Raketen aus dem Gazastreifen abzuwehren.<ref>Israel bringt Panzer und Reservisten ins Grenzgebiet – welt.de</ref>

Am Morgen des 16. November kam der ägyptische Regierungschef Hescham Kandil zu einem Besuch in den Gazastreifen, der dabei der Hamas ausdrücklich seine Unterstützung zusagte.<ref>tagesschau.de: Luftalarm in Tel Aviv und Jerusalem, abgerufen am 16. November 2012</ref> Das israelische Militär wollte für die Zeit des Besuchs eine Feuerpause gewähren, wenn die Hamas einen weiteren Raketenbeschuss auf Israel unterlassen würde. Die Hamas setzte den Beschuss jedoch fort, als Antwort darauf setzte Israel ebenfalls die Luftangriffe fort.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Ein „Solidaritätsbesuch“ aus Ägypten – tagesschau.de (Memento vom 19. November 2012 im Internet Archive)</ref> Gegen Mittag gab es sowohl in Tel Aviv als auch erstmals in Jerusalem Luftalarm, eine Rakete verfehlte ihr Ziel und explodierte im Meer.<ref>Raketenalarm in Tel Aviv – sueddeutsche.de</ref> Des Weiteren bereitete Israel eine mögliche Bodenoffensive vor, dazu wurden zahlreiche Busse mit Soldaten an den Gazastreifen und Panzer mit Schwertransportern von Haifa zum Gazastreifen gebracht.<ref>Israel bringt Panzer und Reservisten ins Grenzgebiet – welt.de</ref> In der Nacht vom 16. zum 17. November flogen die israelischen Luftstreitkräfte rund 180 Angriffe, bei denen auch das Regierungsgebäude der Hamas getroffen wurde. Von Seiten der Hamas wurde angegeben, dass bei den israelischen Angriffen bisher 41 Palästinenser getötet worden seien.<ref>Israel zerbombt Regierungssitz der Hamas; SPON, 17. Nov. 2012</ref> Auch die Polizeizentrale der Hamas, das Hauptquartier der Inneren Sicherheit sowie das Haus eines Vertreters des Innenministeriums wurden bombardiert.<ref>Israel zerbombt Regierungssitz der Hamas, T-Online, gesichtet am 17. November 2012</ref> Nach palästinensischen Angaben wurde auch Hamas-Kommandeur Ahmed Abu Dschalal zusammen mit zwei seiner Brüder und einem Nachbarn in dem Flüchtlingslager Al-Mughazi östlich von Dair al-Balah von einer israelischen Rakete getötet.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Luftalarm in Tel Aviv und Jerusalem (Memento vom 18. November 2012 im Internet Archive), Stern vom 16. November 2012</ref>

Am Samstag, dem 17. November feuerte die Hamas erneut 133 Raketen auf Israel ab, 82 dieser Raketen wurden durch Iron Dome abgefangen.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Israels Luftwaffe zerstört Hamas-Regierungssitz – tagesschau.de (Memento vom 18. November 2012 im Internet Archive)</ref> Vor der Großstadt Tel Aviv-Jaffa wurde nach Angaben des israelischen Militärs erstmals auch eine Einheit mit dem Raketenabwehrsystem Iron Dome aufgestellt. Die Indienststellung dieser Einheit war erst für Januar 2013 geplant. Insgesamt vier Iron Dome-Waffensysteme waren rund um den Gazastreifen stationiert und hatten bis zu diesem Zeitpunkt 211 Raketen in der Luft zerstört.<ref>Israel greift erneut Ziele im Gazastreifen an. In: sueddeutsche.de. 18. November 2012, abgerufen am 10. Mai 2018.</ref> Auch Tel Aviv wurde erneut aus dem Gazastreifen mit einer Rakete angegriffen, diese konnte von Iron Dome abgefangen werden.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Abwehrsystem fängt Rakete vor Tel Aviv ab (Memento vom 17. November 2012 im Internet Archive) – tagesschau.de</ref> Der tunesische Außenminister Rafik Abdesslem kam zu einem demonstrativen Besuch nach Gaza-Stadt.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Archivierte Kopie (Memento vom 20. November 2012 im Internet Archive)</ref>

Durch einen israelischen Luftangriff am 18. November wurden nach Angaben des Gesundheitsministeriums der Hamas-Regierung elf Mitglieder einer Familie getötet und etwa dreißig weitere Personen verletzt. Israelischen Medien zufolge galt der Angriff einem in den Abschuss von Raketen involvierten Hamas-Kommandeur, der unter den Getöteten sei.<ref>Spiegel Online: Die Geiseln von Gaza</ref> Al-Dschasira zufolge hat der Hamas-Kommandeur in dem zerstörten Haus gelebt, anderen Berichten zufolge im Haus daneben. Das israelische Verteidigungsministerium will den Angriff untersuchen.<ref>rp-online: Israel will Angriff auf Wohnhaus untersuchen</ref>

19.–22. November 2012

Am 19. November 2012 erklärte Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu sich bereit, im Falle weiterer Raketen auf Israel durch die Hamas die Operation in Gaza auszuweiten. Das israelische Kabinett hatte dafür die Einberufung von bis zu 75.000 Reservisten genehmigt.<ref name="ts-nahost644" /> Weiter forderte Netanjahu als Voraussetzung des Endes der IDF-Aktivitäten das Ende des Raketenbeschusses aus Gaza.<ref name="stern1928995" /> Noch am gleichen Tag feuerte die Hamas 135 Geschosse auf Israel, 42 davon konnte Iron Dome abfangen.<ref name="ts-nahost648" /> Am 20. November 2012 verlegten die USA drei Kriegsschiffe in das östliche Mittelmeer, um gegebenenfalls ihre Staatsbürger aus der Krisenregion evakuieren zu können.<ref name="stern1928995" /> Der Rolle des mit Hilfe der USA finanzierten und entwickelten Raketenabwehrsystems Iron Dome wurde wachsende Bedeutung zugesprochen; die meisten Raketen, die aus dem Gazastreifen in Richtung bewohntes israelisches Territorium abgefeuert wurden, wurden auch abgefangen. US-amerikanische Sicherheitsexperten vermuteten, dass es dem Iron Dome zu verdanken sei, dass Israel nicht mit einer Bodenoffensive in den Gazastreifen eingedrungen sei.<ref name="ts-iron-dome100" /> Am Abend des 20. November zeichnete sich ab, dass gegebenenfalls eine Waffenruhe ab Mitternacht gelten würde. Die Waffenruhe sollte das Ergebnis von Verhandlungen in Kairo sein, die der ägyptische Präsident Mohammed Mursi vermittelt und an denen die US-amerikanische Außenministerin Hillary Clinton und der deutsche Außenminister Guido Westerwelle teilgenommen hatten.<ref>Ralf Schuler: Spektakuläre Wende im Gaza-Konflikt, auf: BILD.de vom 20. November 2012</ref> Die Internationale Juristenkommission forderte von den Palästinensern die Einstellung der Raketenangriffe. Zugleich kritisierten die Juristen das israelische Vorgehen als unverhältnismäßig hart und forderten Israel auf, die Militäraktionen zu unterlassen.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Juristen kritisieren Angriffe auf Zivilisten im Gaza-Konflikt (Memento vom 6. Februar 2013 im Internet Archive)</ref>

Am 21. November explodierte in Tel Aviv eine Bombe in einem Linienbus. Bei der Explosion wurden zahlreiche Menschen verletzt. Die Hamas bekannte sich nicht direkt zu dem Anschlag, begrüßte diesen jedoch. Es war der erste Terroranschlag in Tel Aviv seit 2006. Es wurde erwartet, dass durch diesen Anschlag die erhoffte Waffenruhe vom Vortag in die Ferne rücken würde.<ref name="heute8426" />

Am Nachmittag des 21. November einigten sich Israel und die Hamas dann doch auf eine Waffenruhe. Israel betonte, dass es der Waffenruhe eine Chance geben wolle, behalte sich aber eine Bodenoffensive vor. US-Präsident Obama lobte die Entscheidung Israels und sicherte gleichzeitig weitere Unterstützung bei dem Ausbau von Iron Dome zu.<ref>Michael Borgstede: Israel behält sich einen Bodeneinsatz in Gaza vor, in: Die Welt vom 21. November 2012</ref> In der Nacht zum 22. November hielt die Waffenruhe, jedoch feuerte die Hamas noch etwa ein Dutzend Raketen bis zu einer Stunde nach Eintreten der Feuerpause ab.<ref>Die Waffenruhe zwischen Israel und Hamas hält, in: Die Welt vom 22. November 2012; abgerufen am 22. November 2012</ref>

Auswirkungen

Am 26. November 2012 erließ das palästinensische Ministerium für religiöse Angelegenheiten eine Fatwa, die den Verstoß gegen die Friedensvereinbarung mit Israel unter Strafe stellt.<ref>Clemens Verenkotte: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Fatwa stärkt Waffenruhe (Memento vom 28. November 2012 im Internet Archive), auf: tagesschau.de vom 25. November 2012</ref>

Genau drei Monate hielt dieser Friede. Am 26. Februar 2013 wurde die erste Gradrakete nach der Operation Wolkensäule aus dem Gazastreifen nach Israel in die Gegend von Ashkelon abgefeuert.<ref>http://embassies.gov.il/berlin/NewsAndEvents/Pages/Rakete-auf-Ashkelon-13-02-26.aspx#p</ref>

Kriegführung und Darstellung im Internet

Datei:Flickr - Israel Defense Forces - Infographics, What Would You Do.jpg
„What Would You Do“ Plakat und Grafik der IDF, auf Flickr freigegeben

Hamas und die IDF benutzten beide Twitter zur Darstellung der jeweiligen Positionen.<ref>Israel, Twitter, and the Line Between Free Speech and Violence – Businessweek</ref>

Die IDF verwendete während der Operation Twitter und einen Liveblog. Der Twitteraccount der IDF gewann in weniger als einem Tag 50.000 Follower hinzu.<ref>Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name: Vorlage:Cite book/URL In: Boston Globe, 15. November 2012 (english).Vorlage:Cite book/URL Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2</ref> Von Seiten der Hamas wurde Twitter benutzt, um Raketen und Mörserattacken zu verkünden und Meldungen über israelische Gefallene zu verbreiten.<ref name="Twitter">Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Israelis and Palestinians in first Twitter war.] In: The Telegraph. , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 16. November 2012 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> Foreign Policy sprach von einem Meilenstein der Militärkommunikation.<ref name="Twitter" /><ref>Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Israel Defense Forces live blogs Gaza offensive.] (World Wide Web log) In: Foreign Policy. , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 15. Oktober 2013 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref>

Aufgrund des Vorschlags eines Teenagers wurde in Israel eine Mobile App entwickelt, die bei drohenden Einschlägen in der Nähe des Nutzers Alarm gab und den nächsten Schutzraum mitteilte.<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Gaza conflict: app alerts Israelis when rocket is fired.] Telegraph, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 21. November 2012 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref>

Ein Drohvideo der Hamas mit Aussagen wie „Warte auf uns beim nächsten Bushalt“ fand aufgrund von technischen Unzulänglichkeiten und dem gebrochenen Hebräisch Anwendung als Realsatire in Israel.<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Hamas video threatening Israelis draws more parody than fear.] Haaretz, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 18. November 2012 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref>

Die Hamas versandte eine Reihe von Spammails mit angeblichen IDF-Adressen<ref name="bogus">Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Psychological warfare on the digital battlefield.] Haaretz, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 19. November 2012 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref><ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Hamas launches email assault.] Times of Israel, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 20. November 2012 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> und wies Bilder von verstümmelten oder getöteten Kindern aus dem syrischen Bürgerkrieg als Opfer der IDF aus.<ref name="brazen">Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Brazen faking of images reveals Hamas' desperation.] Fox News, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 21. November 2012 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref><ref>Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Busted: Hamas Tweeted Months-Old Picture From Rebel Attack In Syria.] Business Insider, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 16. November 2012 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref><ref name="recycle">Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Hamas Recycles Pictures of Syrian Dead, and claims them as Palestinian dead.] In: Tablet Magazine. , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 16. November 2012 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref><ref name="flailing">Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig 'Surprise' rocket fire at Jerusalem shows Hamas flailing but still seeking to escalate the conflict.] Times of Israel, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 17. November 2012 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref>

Siehe auch

Weblinks

Einzelnachweise

<references> <ref name="stern1928995"> Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name Vorlage:Cite book/URL In: stern.de, Gruner + Jahr, 20. November 2012. Abgerufen am 24. November 2012Vorlage:Cite book/URL Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2 </ref> <ref name="ts-nahost644"> Verhandlungen in Kairo, Bomben auf Gaza. In: tagesschau.de. ARD, 19. November 2012, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 22. November 2012; abgerufen am 24. November 2012. </ref> <ref name="ts-nahost648"> Weitere Angriffe, weitere diplomatische Bemühungen. In: tagesschau.de. ARD, 20. November 2012, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 20. November 2012; abgerufen am 24. November 2012. </ref> <ref name="ts-iron-dome100"> Ralph Sina: "Eiserne Kuppel" statt Invasion? In: tagesschau.de. ARD, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 22. November 2012; abgerufen am 24. November 2012. </ref> <ref name="heute8426"> @1@2Vorlage:Toter Link/www.heute.deFeuerpause ja - aber unter Vorbehalt (Seite dauerhaft nicht mehr abrufbar, festgestellt im Dezember 2025. Suche im Internet Archive ) </ref> </references>

<templatestyles src="Erweiterte Navigationsleiste/styles legacy.css" />Vorlage:Klappleiste/Anfang

Kriege Israels mit arabischen Staaten:

Palästinakrieg 1947–1949 | Suezkrise 1956/57 | Sechstagekrieg 1967 | Abnutzungskrieg 1968–1970 | Jom-Kippur-Krieg 1973

Kriege und Konflikte Israels
mit nichtstaatlichen Akteuren im Libanon:

Operation Litani 1978 | Libanonkrieg 1982 | Operation Verantwortlichkeit 1993 | Operation Früchte des Zorns 1996 | Libanonkrieg 2006 | Israelische Bodenoffensive im Südlibanon 2024

Israelisch-palästinensische Konflikte:

Erste Intifada 1987–1993 | Zweite Intifada 2000–2005 | Gazakrieg 2008–2009 | Operation Wolkensäule 2012 | Operation Protective Edge 2014 | Krieg in Israel und Gaza seit 2023

Bürgerkriege:

Libanesischer Bürgerkrieg 1975–1990

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