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Oranjemund

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{{#if: behandelt die Stadt. Zum Wahlkreis siehe Oranjemund (Wahlkreis).

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}} Vorlage:Infobox Gemeinde in Namibia

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Willkommen in Oranjemund (2018)

Oranjemund ist eine Stadt des gleichnamigen Wahlkreises in der Region Vorlage:LangVorlage:Hinweis Klicklaute im Süden Namibias mit etwa 7400 Einwohnern (Stand 2023) auf einer Fläche von 6,9012 km².<ref name="nsa">//Karas Region. Namibia Statistics Agency, 2023 Census. Abgerufen am 11. Juni 2024.</ref>

Oranjemund liegt auf der Nordseite der Mündung des Oranje (daher der Name) in den Atlantik, der hier mit seinem Nordufer die Grenze zu Südafrika bildet. Gegenüber, auf der südlichen Flussseite, liegt Alexander Bay (afrikaans Alexanderbaai), mit dem Oranjemund über die Ernest-Oppenheimer-Brücke verbunden ist. Oranjemund verdankt seine Entstehung dem Diamantenabbau im nördlich gelegenen Diamantensperrgebiet.

Die Straßenverbindung von Rosh Pinah nach Oranjemund (DR118) verläuft nördlich des Oranje.

Status und Politik

Status

Die Bergbaustadt war bis 1. August 2011 in Privateigentum des Diamantenkonzerns NAMDEB<ref>Oranjemund proclaimed as town after long battle. namibian.com.na; abgerufen am 28. Oktober 2011</ref> und wurde von der „Oranjemund Town Management Company“ geführt. Namdeb versorgte die Einwohner, die zum Großteil für ihn arbeiten, aufgrund der abgeschiedenen Lage mit einer außerordentlich guten Infrastruktur und einem abwechslungsreichen Freizeitangebot.

Im November 2009 wurde bekannt, dass die Proklamation als namibische Stadt bis Mitte 2010 abgeschlossen sein sollte.<ref>Town Status for Oranjemund Soon. In: The Namibian, allafrica.com, 5. November 2009.</ref><ref>Oranjemund Proclamation Takes Longer Than Expected. In: The Namibian, allafrica.com, 4. März 2010.</ref> Der Vorgang dauerte jedoch bis zum August 2011 an. Die Stadt wurde von NAMDEB an den Staat übertragen, wobei NAMDEB bis auf Weiteres die Sicherung der städtischen Leistungen übernimmt. Am 23. März 2012 wurde erstmals ein Stadtrat eingesetzt, der sukzessive die Verwaltung übernommen hat.<ref name="newera29032012">Vorlage:Webarchiv In: New Era, 29. März 2012; abgerufen am 14. April 2012</ref> Bis zum Abschluss dieses Prozesses (Herbst 2017) blieb Oranjemund eine geschlossene Stadt und der Zugang für Nicht-Bewohner war nur mit einer Sondergenehmigung möglich.<ref>Vorlage:Webarchiv In: The Namibian, 13. April 2012</ref><ref>Stadt-Zugang nur mit Genehmigung. In: Allgemeine Zeitung, 13. April 2012, S. 3.</ref> Zum 21. Oktober 2017 wurde die Stadt offiziell für die Öffentlichkeit geöffnet.<ref>Oranjemund ab Oktober offen für Besucher. In: Allgemeine Zeitung, 31. Juli 2017; abgerufen am 31. Juli 2017.</ref>

Geschichte

Datei:Museum Oranjemund.jpg
Jasper House Museum (2022)

Nachdem Hans Merensky bei Alexander Bay Diamanten gefunden hatte, wurde Oranjemund 1936 von der Diamantenförderung betreibenden und zur De-Beers-Gruppe gehörenden Consolidated Diamond Mines of South West Africa (CDM) gegründet.

Zwar galten die Rassengesetze zur Apartheid von Südafrika offiziell auch hier, jedoch wurden die Rassengesetze deutlich weniger strikt umgesetzt. So gab es keine Rassentrennung in den öffentlichen Bereichen wie in Schulen, Krankenhäusern, Wohngebieten und Bars<ref> Fabian von Poser, Im Sand ein Glitzern, in Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 9.11.2025, 43</ref>.

Mit der zunehmenden Verlagerung der Diamantenförderung in den Atlantik (Offshore-Förderung) und den damit einhergehenden Plänen, das Diamantensperrgebiet aufzugeben, ist vor kurzem als erster Schritt Oranjemund der kommunalen Selbstverwaltung übergeben und die Stadt für die Allgemeinheit geöffnet worden. Für die Zukunft sind eine intensiv genutzte Landwirtschaft und Tourismuseinrichtungen wie ein Luxushotel geplant.

Rund vier Kilometer südlich der Stadt liegt der Flughafen Oranjemund mit Linienflügen durch FlyNamibia von und zum Flughafen Windhoek-Eros in Windhoek.

Politik

Kommunalpolitik

Bei den Kommunalwahlen 2015<ref>Vorlage:Webarchiv ECN, 4. Dezember 2015.</ref> bzw. Kommunalwahlen 2020 wurde folgende amtliche Endergebnis ermittelt.

Partei 2015 2020
Stimmen Stimmenanteil Sitze Stimmen Stimmenanteil Sitze
SWAPO 1584 92,6 % 6 935 Vorlage:Gefallen 48,93 % Vorlage:Gefallen 3 Vorlage:Gefallen
IPC 737 38,57 % 3
LPM 158 Vorlage:08,27 % 1
RDP Vorlage:0126 Vorlage:07,4 % 1
Insgesamt 1710 100 % 7 1911 7

Städtepartnerschaften

Wirtschaft

Nach der Öffnung Oranjemunds ist das Hauptziel die Bewahrung der Stadt, damit diese nicht zu einer Geisterstadt wie zum Beispiel Kolmanskuppe verkommt. Hierfür wurde die in öffentlich-privater Partnerschaft gegründete OMDis Town Transform Agency ins Leben gerufen. Hauptziel ist es bestehende Unternehmen zu erhalten, neue Unternehmen anzusiedeln und den Tourismus zu fördern.

Infrastruktur

Oranjemund verfügt über ein Privatkrankenhaus, das vom Bergbauunternehmen NAMDEB betrieben wird. Bis Mitte 2019 soll es in ein halbstaatliches Krankenhaus umgewandelt werden, da das nächstgelegene staatliche Krankenhaus im 400 Kilometer entfernten Lüderitz zu finden ist.<ref name="nampa20082018">Namdeb Private Hospital to be turned into public-private facility. Namibia Press Agency, 20. August 2018.</ref> Daneben gibt es (Stand August 2018) in der Stadt eine Gesundheitsklinik, zwei Apotheken, eine Zahnarztpraxis und einen Augenarzt.<ref name="nampa20082018" />

Bildungseinrichtungen

  • Oranjemund Primary School
  • Oranjemund Private School<ref>Oranjemund Private School. OranjemundOnline.com; abgerufen am 20. August 2018.</ref>

Literatur

  • Fabian von Poser: Im Sand ein Glitzern, in Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 9. November 2025, S. 43
  • Conny von Schmettau: Oranjemund. Hippos Verlag, Swakopmund 2014, ISBN 978-99916-886-1-9.
  • Conny von Schmettau: Auf Pad mit Konny von Schmettau durch den Süden Namibias inklusive Oranjemund. Hippos Verlag, Swakopmund 2012, ISBN 978-99916-886-0-2.

Weblinks

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Einzelnachweise

<references responsive /> Vorlage:Hinweis Klicklaute Vorlage:Normdaten