Ornithogalum nivale
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| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Ornithogalum nivale | ||||||||||||
| Boiss. |
Ornithogalum nivale ist eine Pflanzenart aus der Familie der Spargelgewächse (Asparagaceae).
Beschreibung
Ornithogalum nivale ist eine ausdauernde, krautige Zwiebelpflanze, die Wuchshöhen von 1 bis 4 Zentimetern erreicht. Die Zwiebel ist eiförmig und umgeben von einer häutigen, etwas dicken schwärzlichen Hülle.<ref name="Boissier 1844" /> Die Zwiebelschuppen sind verwachsen.<ref name="Speta 1990" /> Die Laubblätter erscheinen im Frühjahr.<ref name="Speta 1990" /> Sie sind blaugrün mit weißem Mittelstreif<ref name="Speta 1990" />, rinnig, schmal lineal,<ref name="Boissier 1844" /> und mit 12 × etwa 2 Millimeter deutlich länger als der Schaft, ihr Rand ist immer kahl.<ref name="FT8" />
Der sehr kurze Schaft ist unterirdisch. Die Blüten erscheinen knapp über dem Boden. Der Blütenstand ist eine wenigblütige Schirmtraube.<ref name="Boissier 1844" /> Die lanzettlichen, zugespitzten, weißlich-häutigen Tragblätter überragen die Blütenstiele.<ref name="Boissier 1844" /> Die Blütenhüllblätter sind etwa 12 Millimeter lang.<ref name="FT8" /> Sie sind lanzettlich, sehr stumpf und tragen am Rücken in der Mitte einen intensiv grünen Streifen mit schneeweißem, fast doppelt so breitem Rand.<ref name="Boissier 1844" /> Die Staubfäden sind dreieckig-lanzettlich.<ref name="Boissier 1844" /> Die Fruchtstiele sind mehr oder weniger bogig ausgebreitet.<ref name="FT8" /> Die Keimung erfolgt epigäisch.<ref name="Speta 1990" />
Die Blütezeit liegt im Juni.<ref name="FT8" />
Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 14.<ref name="Speta 1990" />
Vorkommen
Ornithogalum nivale ist ein ostmediterranes Florenelement.<ref name="FT8" /> Diese wenig bekannte Art ist nur aus den Gipfellagen des Boz Dağ (Tmolus) bei Izmir sicher bekannt. Dort wächst er in Höhenlagen von etwa 2100 m an offenen Stellen am schmelzenden Schnee.<ref name="Speta 1992" /> Die hierher gestellten Vorkommen aus Kreta<ref name="Raamsdonk 1986" /><ref name="JS" /> und den Ostägäischen Inseln<ref name="VPG" /> gehören zu Ornithogalum pumilum.<ref name="VPG" /><ref name="WCSP" />
Einzelnachweise
<references> <ref name="JS"></ref> <ref name="WCSP"> Rafaël Govaerts (Hrsg.): World Checklist of Asparagaceae. Ornithogalum nivale. Royal Botanic Gardens, Kew. Zuletzt eingesehen am 3. September 2016.</ref> <ref name="Speta 1990">Franz Speta: Ornithogalum sibthorpii Greuter und O. sigmoideum Freyn & Sint. sind nicht identisch. In: Linzer Biologische Beiträge. Band 22, Nr. 2, Linz 1990, S. 787–829 (Vorlage:ZOBODAT).</ref> <ref name="Speta 1992">Franz Speta: Ornithogalum improbum (Hyacinthaceae), eine neue Art vom Bozdağ bei Izmir (Türkei). In: Willdenowia. Band 22, 1992, S. 119–124, 3996872.</ref> <ref name="Boissier 1844">Pierre Edmond Boissier>: Diagnoses plantarum orientalium novarum. Ser 1, Nr. 5, 1844, S. 65 (http://reader.digitale-sammlungen.de/en/fs1/object/display/bsb10301125_00065.html online).</ref> <ref name="FT8">James Cullen: Ornithogalum. In: </ref> <ref name="VPG">Panayiotis Dimopoulos, Thomas Raus, Erwin Bergmeier, Theophanis Constantinidis, Gregoris Iatrou, Stella Kokkini, Arne Strid, Dimitrios Tzanoudakis: Vascular Plants of Greece: An Annotated Checklist. (= Englera. Band 31). Botanischer Garten und Botanisches Museum Berlin-Dahlem/Hellenic Botanical Society, Berlin/Athen 2013, ISBN 978-3-921800-88-1, S. 286.</ref> <ref name="Raamsdonk 1986">L. W. D. van Raamsdonk: Biosystematic studies on the umbellatum-angustifolium complex of the genus Ornithogalum. (Liliaceae). II. Genome characterization and evolution. In: Nordic Journal of Botany. Band 6, Nr. 5, 1986, S. 525–544, DOI:10.1111/j.1756-1051.1986.tb00453.x.</ref> </references>