Ornithogalum sibthorpii
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
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| Greuter |
Ornithogalum sibthorpii ist eine Pflanzenart aus der Familie der Spargelgewächse (Asparagaceae).
Beschreibung
Ornithogalum sibthorpii ist eine ausdauernde, krautige Zwiebelpflanze, die Wuchshöhen von 5 bis 15 (20) Zentimetern erreicht. Die Zwiebelschuppen sind frei. Der Schaft ist unterirdisch. Die Blätter sind (1) 1,5 bis 4,5 (7) Millimeter breit. Die Traube besteht aus (2) 4 bis 7 (15) Blüten. Die Blütenblätter sind 12,5 bis 26 Millimeter groß. Die Fruchtstiele sind herabgeschlagen. Am Grund haben sie ein verdicktes Gelenk, nach der Blüte ist ihre Spitze schlaff und gefurcht. Der Fruchtknoten ist eiförmig und ungefähr genauso lang wie der Griffel.
Die Blütezeit reicht von Februar bis März.
Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 14 oder 28.<ref name="Speta 1990" />
Vorkommen
Ornithogalum sibthorpii wurde aus der Umgebung des Marmara-Meeres in der Nordwesttürkei beschrieben, wo es auf der europäischen und der asiatischen Seite vorkommt.<ref name="Speta 1990" /> Zu dieser Art werden auch Vorkommen in Griechenland<ref name="VPG" /> und auf Kreta<ref name="Fielding-Turland" /> gestellt. Angaben aus dem früheren Jugoslawien, Bulgarien und Rumänien sind ungesichert oder betreffen verwandte Arten,<ref name="Speta 1990" /> solche aus dem nordwestlichen Iran<ref name="WCSP" /> ergeben sich aus der von Speta widerlegten Zusammenlegung mit Ornithogalum sigmoideum.<ref name="Speta 1990" />
Systematik
Die Erstbeschreibung erfolgte 1809 durch James Edward Smith, der sie mit dem illegitimen, schon 1796 vergebenen Namen Ornithogalum nanum benannte.<ref name="Prodr" /> Werner Greuter ersetzte diesen ungültigen Namen 1967 durch Ornithogalum sibthorpii.<ref name="FKy" /> Diese Art wurde 1984 in der Flora of Turkey<ref name="FT8" /> in die Synonymie des aus Nordostanatolien beschriebenen Ornithogalum sigmoideum gestellt, unterscheidet sich aber von dieser durch nicht verwachsene Zwiebelblätter und die glatten, nicht gesägten Leisten am Fruchtknoten.<ref name="Speta 1990" /> Verwandte Arten sind Ornithogalum pluttulum <templatestyles src="Person/styles.css" />Speta<ref name="VPG" /> und Ornithogalum saginatum <templatestyles src="Person/styles.css" />Speta.<ref name="Speta 1990" /> In der World Checklist of Selected Plant Families<ref name="WCSP" /> wird die Synonymisierung von Ornithogalum sibthorpii beibehalten, in Vascular Plants of Greece: An Annotated Checklist<ref name="VPG" /> wird Ornithogalum sibthorpii akzeptiert.
Literatur
Einzelnachweise
<references> <ref name="WCSP"> Rafaël Govaerts (Hrsg.): World Checklist of Asparagaceae. Ornithogalum sigmoideum. Royal Botanic Gardens, Kew. Zuletzt eingesehen am 4. September 2016.</ref> <ref name="Speta 1990">Franz Speta: Ornithogalum sibthorpii Greuter und O. sigmoideum Freyn & Sint. sind nicht identisch. In: Linzer Biologische Beiträge. Band 22, Nr. 2, Linz 1990, S. 787–829 (Vorlage:ZOBODAT).</ref> <ref name="VPG">Panayiotis Dimopoulos, Thomas Raus, Erwin Bergmeier, Theophanis Constantinidis, Gregoris Iatrou, Stella Kokkini, Arne Strid, Dimitrios Tzanoudakis: Vascular Plants of Greece: An Annotated Checklist (= Englera. Band 31). Botanischer Garten und Botanisches Museum Berlin-Dahlem/Hellenic Botanical Society, Berlin/Athen 2013, ISBN 978-3-921800-88-1, S. 102, 223.</ref> <ref name="FT8">James Cullen: Ornithogalum. In: </ref> <ref name="Fielding-Turland">John Fielding, Nicholas J. Turland: Flowers of Crete. Royal Botanic Gardens, Kew, Kew 2005, ISBN 1-84246-079-X, S. 499–500.</ref> <ref name="FKy">Werner Greuter, Karl Heinz Rechinger: Flora der Insel Kythera, gleichzeitig Beginn einer nomenklatorischen Überprüfung der griechischen Gefässpflanzenarten (= Boissiera. Band 13). Genf 1967, S. 160.</ref> <ref name="Prodr">John Sibthorp, James Edward Smith: Florae Graecae Prodromus. Band 1, Faszikel 2, Richard Taylor & Co., London 1809, S. 230.</ref> </references>