Oryzalin
Oryzalin ist ein Wirkstoff zum Pflanzenschutz und eine chemische Verbindung aus der Gruppe der Dinitroaniline.
Gewinnung und Darstellung
Oryzalin kann aus Dipropylamin gewonnen werden.<ref name="basf">BASF: Dipropylamine</ref> Die komplette Synthese beginnt bei Benzol, das in einer mehrstufigen Reaktion mit Chlor, Schwefelsäure, Salpetersäure, Phosphoroxychlorid, Ammoniak und Dipropylamin zur Reaktion gebracht wird.<ref name="Unger">Vorlage:Literatur</ref>
Eigenschaften
Oryzalin ist ein helloranger, geruchloser Feststoff, der praktisch unlöslich in Wasser ist.<ref name="Sigma" /><ref name="hsdb">Vorlage:HSDB</ref>
Verwendung
Oryzalin wird seit der Erstzulassung 1974 in den USA als Herbizid im Beeren- und Weinbau verwendet. Es ist ein Wirkstoff aus der Gruppe der 2,6-Dinitroanilin-Herbizide und hemmt unter anderem die Zellteilung.<ref name="EPA">EPA: Oryzalin (PDF; 996 kB)</ref><ref name="Roberts2">Vorlage:Literatur</ref>
Zulassung
Oryzalin war zwischen 2011 und 2021 in den Staaten der Europäischen Union ein zugelassener Wirkstoff.<ref>Vorlage:EU-Richtlinie In: Amtsblatt der Europäischen Union. L 60, 5. März 2011, S. 12–16.</ref> In Deutschland, Österreich und in der Schweiz sind keine Pflanzenschutzmittel mit diesem Wirkstoff mehr im Handel.<ref name="PSM">Vorlage:PSM-Verz</ref>
Sicherheitshinweise
Oryzalin ist nicht giftig. Bei Studien mit Ratten wurde jedoch eine Erhöhung der Häufigkeit von Mammatumoren bei weiblichen Tieren und Haut- und Schilddrüsentumoren bei beiden Geschlechtern gefunden.<ref name="EPA" /> Vorlage:Absatz
Weblinks
- EXTOXNET: Oryzalin
Einzelnachweise
<references />