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Osterpinze

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Datei:Steirische Osterpinze.jpg
Eine Osterpinze

Die Osterpinze (regional auch Pinze, Pinza<ref>Heinz Dieter Pohl: Die österreichische Küchensprache. Ein Lexikon der typisch österreichischen kulinarischen Besonderheiten (mit sprachwissenschaftlichen Erläuterungen). Praesens-Verlag, Wien 2007, ISBN 3-7069-0452-7, (= Studia interdisciplinaria Ænipontana 11), S. 109.</ref><ref name="oewb.retti">Datenbank zur deutschen Sprache in Österreich</ref><ref name="ostarrichi">Eintrag auf ostarrichi.org</ref>) ist eine traditionelle südösterreichische, slowenische und kroatische Ostermehlspeise aus Germteig.

Ihren Ursprung hat die Osterpinze im Veneto und im Friaul. Die pinza (im venet. Dialekt pinsa) ist dort ein traditionelles Gebäck der Weihnachts- und Neujahrszeit.<ref name="Zanco">{{#invoke:Vorlage:Literatur|f}}</ref> Der Name hat wohl dieselbe Wurzel wie das Fladenbrot Pita und die Speise Pizza (sowie {{#invoke:Vorlage:lang|full|CODE=de|SCRIPTING=Latn|SERVICE=deutsch}}),<ref name="Boerio">{{#invoke:Vorlage:Literatur|f}}</ref> wurde aber der Wortfamilie von {{#invoke:Vorlage:lang|full|CODE=la |SCRIPTING=Latn |SERVICE=lateinisch}} ‚stampfen, kneten, quetschen‘ und {{#invoke:Vorlage:lang|full|CODE=it|SCRIPTING=Latn|SERVICE=italienisch}} ‚Zange, Schere‘ (vgl. Pinzette) angeglichen – der Teigballen wird mit der Schere eingeschnitten und erhält so die typische Form. Aus dem Friaul wurde ihr Rezept Mitte des 19. Jahrhunderts über die angrenzende, damals österreichische, Grafschaft Görz nach Graz gebracht.<ref name="Grunder">Krume, Kruste, Sauerteig – Die Brotstadt Graz. Dokumentation, Regie: Reinhart Grunder, A 2008, 16:9 (Programm-Übersicht. 3Sat online 9. März 2010 14:30; Programmübersicht, programm.ard.de).</ref> Daher wird sie auch Görzer Pinze genannt, und daher stellt die Steiermark ihr österreichisches Zentrum dar.<ref name="steirische-spezialitaeten.at">Siehe unter Weblinks: steirische-spezialitaeten.at.</ref>

Die Pinze wird nur in der Vorosterzeit produziert. Zur traditionellen Fleischweihe am Karsamstag wird ein Korb mit frisch geselchten Würsten, Eiern, Kren, Osterbrot und Pinzen mit einem Ostertuch abgedeckt geweiht.

Die Pinze wird zu den Osterfeiertagen zum Osterfleisch als Brot verzehrt. Außerdem macht man aus alten Pinzen Pofesen, Scheiterhaufen und ähnliche Semmelspeisen.

Medien

Weblinks

Einzelnachweise

<references />