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Ostfriese/Alt-Oldenburger

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Wichtige Daten
Ursprung: Ostfriesland, Oldenburg
Hauptzuchtgebiet: Niedersachsen
Verbreitung: gering
Zuchtverband: {{{Zuchtverband}}}
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Stockmaß: 158–168 cm
Farben: Füchse, Rappen, Braune, Schimmel
Haupteinsatzgebiet: Fahrpferd
Brandzeichen
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Als Alt-Oldenburger und Ostfriesen werden Pferde ehemals eigenständiger Rassen bezeichnet, für die es seit Ende der 1980er Jahre ein gemeinsames Zuchtbuch gibt. Die Pferderasse wird heute unter der gemeinsamen Bezeichnung Ostfriese/Alt-Oldenburger geführt.<ref name="Grundsaetze">Grundsätze des Zuchtverbandes für das Ostfriesische und Alt-Oldenburger Pferd gemäß Entscheidung der Kommission vom 11. Juni 1992 (92/353/EWG), abgerufen am 15. April 2018</ref>

Hintergrundinformationen zur Pferdebewertung und -zucht finden sich unter: Exterieur, Interieur und Pferdezucht.

Exterieur

Datei:Oost-Fries Paard Lithografie 1898.png
Ostfriesisches Pferd (1898)

Beim Ostfriesen/Alt-Oldenburger handelt es sich um ein schweres Warmblut. Die Pferde sollen über gute, raumgreifende Gänge verfügen. Angestrebt ist ein Stockmaß von ca. 158–168 cm sowie Röhrbeinumfang ca. 22–24 cm bei dreijährigen Pferden.

Beim Exterieur ist ein mittelschweres, genügend elegantes, kalibriges Pferdes mit großen Linien und klaren Konturen im Rechteckformat erwünscht. Der Kopf soll ausdrucksvoll und markant sein (kein Hechtkopf), der Hals mittellang und stark muskulös.<ref name="Grundsaetze"/>

Es überwiegen Braune und Rappen,<ref>über J. Crouch & Son's LaFayette Stock Farm, die «General Motors» der Pferde-Ära und grösster Importeur von «German Coachers»-Zuchthengsten.</ref> aber auch Füchse und Schimmel finden sich in der Ostfriesisch-Alt-Oldenburger Zucht.

Interieur

Alt-Oldenburger und Ostfriesen sind vielseitig einsetzbare Fahrpferde mit guten Reiteigenschaften. Das Zuchtziel sieht ein ausgewogenes, ruhiges Temperament als auch Leistungsbereitschaft und Leistungsvermögen vor.<ref name="Grundsaetze"/>

Zuchtgeschichte

Datei:Oldenburgerhorse.jpg
(Alt-)Oldenburger Pferd, Abbildung von 1898

Bereits im Mittelalter wurden edle Pferde anderer Rassen in die Zucht ostfriesischer Pferde eingekreuzt. Die Zucht entwickelte sich früh in Richtung schwerer Karossierpferde, ab dem 17. Jahrhundert waren sie als Wagenpferde begehrt. Im 19. Jahrhundert nahm man die Einkreuzung von Hannoveraner Hengsten vor, um die Gangarten zu verbessern.

Das Oldenburger Pferd hatte bereits unter Graf Anton Günther von Oldenburg und Delmenhorst im 17. Jahrhundert eine Blüte, in dieser Zeit wurden spanische und neapolitanische Hengste eingekreuzt. Die Oldenburger Zucht lag ausschließlich in bäuerlicher Hand.

Datei:Alt-Oldenburger.JPG
Alt-Oldenburger mit schwerem Körperbau

Nach 1945 kreuzte man, um dem Wandel der Ansprüche an die Pferde gerecht zu werden, Arabische Vollbluthengste ein, was jedoch später als Fehlschlag betrachtet wurde. Mitte der 1960er Jahre schloss man sich dem Hannoveraner Verband an, die im alten Typ stehenden Stuten wurden nicht mehr zur Zucht eingesetzt. Die Rasse der Ostfriesen hörte im Wesentlichen auf zu bestehen, die Oldenburger Zucht wandte sich erfolgreich der Umzüchtung zum heutigen Reitpferd zu. Nach 1980 begann man im Raum Oldenburg mit wenigen verbliebenen Stuten und Hengsten aus der sächsisch-thüringischen schweren Warmblutzucht, die noch den alten Blutlinien entstammten, Rückzuchtversuche. Erneut ist der Zuchtschwerpunkt der Einsatz als Fahrpferd, aber sie werden auch aus Reitpferde eingesetzt.<ref>{{#invoke:Vorlage:Literatur|f}}</ref><ref>Züchter kämpfen gegen Aussterben von Ostfriesen, Berit Böhme / welt.de, 4. Oktober 2012</ref>

Das Zuchtbuch führt der Zuchtverband für das Ostfriesische und Alt-Oldenburger Pferd. Der Zuchtverband wurde 1986 gegründet und zwei Jahre später vom Land Niedersachsen als selbständige Zuchtorganisation anerkannt.<ref>Rückzüchtungsprogramm ab 1983, ostfriesen-alt-oldenburger.de, abgerufen am 16. April 2018</ref>

Siehe auch

Weblinks

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Einzelnachweise

<references />

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