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Oskar

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Vorlage:Hinweisbaustein Oskar ist ein männlicher Vorname. Die englischsprachige Schreibweise ist Oscar, die spanische und portugiesische Óscar.

Herkunft und Bedeutung

Zur Etymologie des Namens Oskar gibt es verschiedene Theorien:

  • moderne Variante von Osgar, der wiederum von ÁsgæiRR abgeleitet wird:<ref name=":3">Rosa Kohlheim, Volker Kohlheim: Duden. Lexikon der Vornamen. 6. Auflage. Dudenverlag, Mannheim/Zürich 2013, ISBN 978-3-411-04946-2, S. 293 + 294.</ref><ref name=":0">Oscar. In: Nordic Names. Judith Ahrholdt, abgerufen am 1. Mai 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref name=":1">Oscar. In: Behind the Name. Mike Campbell, abgerufen am 1. Mai 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Zusammensetzung aus den altnordischen Elementen as „Gott“, „áss“, ursprünglich wohl „Balken“ und geir „Speer“<ref name=":3" /><ref>ÁsgæiRR. In: Nordic Names. Judith Ahrholdt, abgerufen am 1. Mai 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>Paul Herrmann: Vom Anfang und Ende der Welt Deutsche Mythologie. Aufbau Taschenbuch Verlag, Berlin 2020, ISBN 978-3-7466-3748-8, S. 186.</ref>
  • Variante vom irischen Namen unbekannter Herkunft Oscur<ref name=":0" />
  • Kombination aus irisch-gälisch os „Hirsch“ und carae/caraid „Freund“, „Verwandter“<ref name=":3" /><ref name=":0" /><ref name=":1" />

Verbreitung

Der Name Oskar wurde in Kontinentaleuropa durch die Arbeit des schottischen Dichters James Macpherson (1736–1796) verbreitet. Napoleon, ein Bewunderer Macphersons, schlug den Namen Oscar als Drittnamen für seinen Patensohn vor, der schließlich als Oskar I. König von Schweden wurde.<ref name=":1" />

In Deutschland war der Name ums Jahr 1900 relativ verbreitet, jedoch nicht unter den Spitzenrängen vertreten. Die Beliebtheit des Namens nahm stetig ab, bis 1940 kaum ein Junge mehr Oskar genannt wurde. Ab Mitte der 1990er Jahre stieg die Beliebtheit des Namens rapide an.<ref name=":2">Oskar. In: Beliebte Vornamen. Knud Bielefeld, abgerufen am 1. Mai 2022.</ref> Im Jahr 2021 belegte Oskar Rang 21 der beliebtesten männlichen Vornamen in Deutschland.<ref>Deutschlands beliebteste Namen des Jahres 2021 – Top 500. In: Nordic Names. Knud Bielefeld, abgerufen am 1. Mai 2022.</ref> Dabei tragen 85 % der Namensträger die Variante Oskar, nur 15 % die Variante Oscar.<ref name=":2" /> Besonders beliebt ist der Name in Ostdeutschland.<ref name=":2" />

Der Name wurde in Österreich von 1984 bis zur Jahrtausendwende regelmäßig, aber in geringem Umfang vergeben. Seitdem steigt seine Popularität stetig. Seit 2010 befindet er sich in den Top-100 und seit 2021 in den Top-50. Im Jahr 2023 belegte er Rang 36.<ref>Vornamen der Geborenen. In: STATISTIK AUSTRIA. Bundesanstalt Statistik Österreich, abgerufen am 17. April 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Von 1984 bis 2023 wurde der Name etwa 2.800 Mal gewählt. In der Schweiz kommt der Name Oskar seit 1930 alljährlich in der Namensgebung vor. Besonders beliebt war er in den 1930er Jahren, in denen er lange Zeit in den Top-100 lag. Danach ging seine Popularität stetig zurück. Seit den 2010er Jahren wird der Name wieder beliebter. In den letzten 10 Jahren wurden rund 520 Jungen so genannt. Die Vergabe ist auch in Liechtenstein nachgewiesen.<ref name=":4">Oskar. In: Baby-Vornamen. Baby Vornamen, abgerufen am 17. April 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Oskar ist in den Niederlanden seit 1930 alljährlich in den Hitlisten anzutreffen. Von 1930 bis 2023 wurde er etwa 1.200 Mal gewählt. In Frankreich befindet sich der Name seit Mitte der 1990er Jahre regelmäßig in den Vornamenscharts.<ref name=":4" /> In Belgien hat sich der Name seit 2017 in den Top-200 etabliert.<ref>Popularity in Belgium. In: Behind the Name. Mike Campbell, abgerufen am 17. April 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Der Name liegt in Tschechien seit 1935 fast jedes Jahr in den Top-200 der Hitlisten und seit 2008 in den Top-100.<ref>Popularity in Czechia. In: Behind the Name. Mike Campbell, abgerufen am 17. April 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> In Polen befindet sich der Name seit 2003 in den Top-30 der Hitlisten. Im Jahr 2024 belegte er Rang 24.<ref>Popularity in Poland. In: Behind the Name. Mike Campbell, abgerufen am 17. April 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Der Name erlebt in Slowenien seit 2002 einen Aufwärtstrend. Von Rang 88 stieg er auf Rang 9 im Jahr 2019. Seitdem liegt er stets in den Top-10.<ref>Popularity in Slovenia. In: Behind the Name. Mike Campbell, abgerufen am 17. April 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Im Jahr 2020 belegte er in Estland Rang 9.<ref>Popularity in Estonia. In: Behind the Name. Mike Campbell, abgerufen am 17. April 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Der Name Oskar kommt in England und Wales seit 1996 alljährlich in den Hitlisten vor. Zwischen 2008 und 2019 befand er sich durchgehend in den Top-220.<ref>Popularity in England and Wales. In: Behind the Name. Mike Campbell, abgerufen am 17. April 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> In Schottland und Nordirland taucht der Name seit Mitte der 2000er Jahre jährlich in den Hitlisten auf. In den letzten 10 Jahren wurde er 250 bzw. 80 Mal vergeben. In Irland befindet sich Oskar seit 1964 jedes Jahr in den Hitlisten, er ist jedoch nur mäßig beliebt. Der Name wird in den USA seit Mitte der 1960er Jahre bei der Namenswahl berücksichtigt und seit 1980 alljährlich vergeben. In den letzten 10 Jahren wurde er circa 1.400 Mal gewählt. In Kanada kommt der Name regelmäßig in den Vornamenscharts vor, aber nur in einem geringen Volumen.<ref name=":4" />

Auch in Schweden, Norwegen, Finnland und Dänemark ist der Name Oskar/Oscar sehr beliebt<ref name=":0" /><ref>Oskar. In: Nordic Names. Judith Ahrholdt, abgerufen am 1. Mai 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> und findet auch immer wieder in den Königsfamilien Verwendung.

In den Niederlanden, England und Wales, Irland, Australien und Neuseeland wird die Schreibweise Oscar ebenfalls gerne vergeben.<ref name=":1" />

Varianten

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Namensträger

Herrscher

  • Oscar I. (1799–1859), König von Schweden und Norwegen
  • Oscar II. (1829–1907), König von Schweden und Norwegen

Vorname

Oskar

Oscar

Óscar

Óscar Cortés

Oszkár

Künstlername

  • Oskar (Zeichner) (bürgerlich Hans Bierbrauer) (1922–2006), deutscher Zeichner, Karikaturist und Maler
  • Oskar vom Pferdemarkt (bürgerlich Fritz Krüger) (1902–1969), Hamburger Stadtoriginal

Kunstfiguren

  • Der bedeutende US-amerikanischer Filmpreis, die Academy Awards of Merit, je eine goldfarbene Statue, trägt eine Variante des Namens, Oscar, bzw. die Oscars, als ihre umgangssprachliche Bezeichnung.
  • Oskar Matzerath, Hauptfigur des Romans Die Blechtrommel von Günter Grass
  • Oscar aus der Mülltonne, Figur der US-amerikanischen Fernsehserie Sesamstraße
  • Oscar Francois de Jarjayes, Hauptfigur der Mangareihe Lady Oscar, Die Rosen von Versailles von Riyoko Ikeda
  • Oskar, eine Comicfigur von Cefischer
  • Oskar, der freundliche Polizist, eine Zeichenfigur von Otto Schwalge

Tiernamen

Siehe auch

Literatur

  • Ernst Förstemann: Altdeutsches Namenbuch – Band I: Personennamen. Verlag P. Hanstein, Bonn 2. Auflage 1900. (1. Auflage 1856, S. 72ff.)
  • Lena Peterson: Nordiskt runnamnslexikon. 5. überarbeitete Auflage, Institutet för språk och folkminnen, Uppsala 2007, ISBN 978-91-7229-040-2, S. 28, 30.
  • Karl Schmid (Hrsg.): Die Klostergemeinschaft von Fulda im früheren Mittelalter, Bestandteil des Quellenwerkes Societas et Fraternitas. Bd. 3: Vergleichendes Gesamtverzeichnis der fuldischen Personennamen. (Münstersche Mittelalter-Schriften Bd. 8,3). Wilhelm Fink Verlag, München 1978, ISBN 3-7705-1379-7, S. 105.
  • Moritz Schönfeld: Wörterbuch der Altgermanischen Personen und Völkernamen. Universitätsverlag Winter, Heidelberg 1911, S. 22–23.

Einzelnachweise

<references />