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Paris–Roubaix

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Datei:Roubaix, Vélodrome.jpg
Im Vélodrome von Roubaix endet das Rennen.

Paris–Roubaix ist eines der berühmtesten klassischen Eintagesrennen im Straßenradsport und zählt zu den fünf Monumenten des Radsports. Prägend für das etwa 250 Kilometer lange Rennen sind die Abschnitte auf Kopfsteinpflaster (Pavé-Sektoren). Benannt ist das Radrennen nach seinem ursprünglichen Startort Paris und seinem Zielort Roubaix.

Das erstmals 1896 ausgetragene Rennen findet jährlich an einem Sonntag Mitte April in Nordfrankreich statt und wird als Die Königin der Klassiker (La Reine des Classiques), oder auch als Hölle des Nordens (L’Enfer du Nord) bezeichnet. Die Bezeichnung Hölle des Nordens bekam das Rennen nach dem Ersten Weltkrieg, der die Region, in welcher das Rennen stattfindet, verwüstet hatte.<ref name="pc">Procycling. (Deutsche Ausgabe), April 2013, S. 94 ff: Rennvorschau Paris-Roubaix.</ref> Der Ausdruck geht auf den Sportjournalisten Victor Breyer zurück, der damals geschrieben hatte: « Ici, c’est vraiment l’Enfer du Nord » („Das hier ist wirklich die Hölle des Nordens“).<ref>Paris-Roubaix. Pourquoi parle-t-on de « l’Enfer du Nord » pour désigner la classique nordiste ? In: Ouest-France. 30. September 2021, abgerufen am 12. April 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Das Rennen beginnt nicht mehr in Paris, sondern seit 1977 rund 80 km nördlich davon vor dem Schloss in Compiègne. Das Ziel befindet sich im Vélodrome von Roubaix. Veranstalter des Rennens ist die Amaury Sport Organisation (ASO), die auch die Tour de France organisiert.<ref>Jessica Bretsch: Frühjahrsklassiker – Geschichte und Vermarktung. In: Lars Nuschke/Christian Becker (Hrsg.): Quo vadis Radsport? Die „Skandalsportart“ zwischen Doping und Sponsoren. Sterke, Göttingen 2008, S. 135.</ref>

Geschichte

Die Anfänge

Datei:Velodrome de Roubaix 1899.jpg
Aktie der SA du Vélodrome de Roubaix von 1899

Eine Vorläuferin der heutigen Radrennbahn von Roubaix, das „Vélodrome roubaisien“, wurde 1895 im Parc Barbieux errichtet und war in den folgenden Jahren Ort zahlreicher Bahnrennen wie der französischen Steher-Meisterschaften und des Bol d’Or. Zwei Unternehmer aus Roubaix, Theo Vienne und Maurice Pérez, hatten den Bau der 333,33 Meter langen Piste initiiert und schließlich auch die Idee, ein Rennen zu organisieren, das auf dieser Radrennbahn enden sollte: Paris–Roubaix. Sie wandten sich an den Chefredakteur der französischen Radsportzeitschrift Le Vélo, Paul Rousseau. Dieser schickte seinen Mitarbeiter Victor Breyer aus, die Strecke zu erkunden. Bis Amiens fuhr Breyer mit einem Kollegen im Auto, am kommenden Tag weiter mit dem Fahrrad. Als er in Roubaix ankam, war er derartig schmutzig und durchgefroren, dass er daran dachte, das Rennen abzusagen. Doch nach einem Bad und einem guten Abendessen habe er seine Meinung geändert, so wird berichtet, und die erste Ausgabe von Paris–Roubaix wurde 1896 ausgetragen.<ref name="les">Les Woodland: The real Hell of the North. In: Cyclingnews. 18. April 2006, abgerufen am 22. Mai 2015.</ref> Die erste Ausgabe des Rennens 1896 fand am 19. April 1896 mit 48 Teilnehmern statt;<ref>Distanz-Radwettfahrt Paris-Roubaix. In: Neues Wiener Tagblatt. Demokratisches Organ, 20. April 1896, S. 399 (online bei ANNO).Vorlage:ANNO/Wartung/nwg</ref> es gewann der Deutsche Josef Fischer.<ref>Distanzfahrt und Armbinde.Allgemeine Sport-Zeitung, Jahrgang 1896, S. 399 (online bei ANNO).Vorlage:ANNO/Wartung/asz</ref>

In den ersten Jahren fand das Rennen hinter Schrittmachern (Fahrräder oder Motorräder) statt, von 1898 bis 1900 waren dies Automobile. 1908 und 1909 waren Schrittmacher nur noch bis Beauvais zulässig und ab 1910 gänzlich untersagt.<ref>Jessica Bretsch: Frühjahrsklassiker – Geschichte und Vermarktung. In: Lars Nuschke/Christian Becker (Hrsg.): Quo vadis Radsport? Die „Skandalsportart“ zwischen Doping und Sponsoren. Sterke, Göttingen 2008, S. 134.</ref> Bis 1923 fand das Rennen jährlich an Ostersonntag statt, weshalb es den Beinamen La Pascale erhielt.

Anfangs als Vorbereitungsrennen für Bordeaux–Paris gedacht, gewann Paris–Roubaix bald an eigenständigem Prestige, schon in den Anfangsjahren umfasste seine Siegerliste beispielsweise mehrere Gewinner der Tour de France. Als 1948 mit der Challenge Desgrange-Colombo erstmals eine internationale Jahreswertung der wichtigsten Straßenrennen eingeführt wurde, gehörte Paris–Roubaix dazu, ebenso wie zu allen Nachfolge-Serien bis hin zur heutigen UCI WorldTour.

Entwicklung der Streckenführung

Zu Beginn verlief die Strecke von Paris in relativ gerader Linie über Beauvais und Amiens nach Arras und von dort über Hénin-Liétard und Seclin nach Roubaix.<ref name="memo">La naissance de Paris-Roubaix. In: Memoire du Cyclisme. Abgerufen am 22. Mai 2015.</ref> Dabei verlief der Parcours bis über Arras hinaus im Wesentlichen auf gut befahrbaren Hauptstraßen. Erst gegen Ende, im Département Nord, waren die Straßen quasi durchgehend mit dem Kopfsteinpflaster bedeckt, für das das Rennen heute bekannt ist.<ref>L’Auto, Ausgabe vom 6. April 1901, Seite 1 mit Streckenbeschreibung der 6. Ausgabe (Digitalisat auf Gallica)</ref><ref>Carte vélocipédique routière kilométrique du nord de la France, Neal, 1897 (Digitalisat auf Gallica)</ref> Diese Abschnitte waren teilweise mit Gehwegen versehen, auf die die Radfahrer nach Möglichkeit auswichen, was auch erlaubt war.<ref>L’Auto, Ausgabe vom 7. April 1901, Seite 2, Abschnitt Autres recommandations (Digitalisat auf Gallica)</ref> Diese Streckenführung blieb in den ersten sechs Jahrzehnten des Rennens im Wesentlichen erhalten; der Start erfolgte an wechselnden Vororten von Paris, das Ziel befand sich an verschiedenen Stellen in Roubaix und Umgebung, 1943 erstmals in der heutigen Radrennbahn von Roubaix.

Die Kopfsteinpflaster-Passagen, die die Hauptschwierigkeit des Rennens darstellten, wurden mit der Zeit immer mehr asphaltiert; Paris–Roubaix 1964, die vorletzte noch aus der Umgebung von Paris gestartete Ausgabe, wurde bereits mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von über 45 km/h gefahren, was für die nächsten 50 Jahre unerreicht bleiben sollte. Um den Charakter des Rennens zu wahren, ließen die Organisatoren den Parcours in die Gegend südöstlich von Roubaix abschwenken, wo noch Kopfsteinpflaster-Straßen vorhanden waren. Dies führte dazu, dass der Start 1966 erst nach Chantilly und 1977 an seinen heutigen Ort in Compiègne verlegt wurde. Die bekannte Trouée d’Arenberg wurde erstmals 1968 in den Verlauf integriert.

Der französische Sportjournalist Jacques Goddet betrachtete das Profi-Rennen Paris–Roubaix als „ein letztes Überbleibsel aus der heroischen Vergangenheit, das letzte Bindeglied zur Tradition, welcher der Radsport seine Größe verdankt“.<ref>Zitiert nach: Benjo Maso: Der Schweiß der Götter. Die Geschichte des Radsports. Covadonga Verlag, Bielefeld 2011, ISBN 978-3-936973-60-0, S. 278.</ref>

Jüngere Geschichte

Datei:Paris-Roubaix 2021 KM39 van der Poel Colbrelli Boivin.jpg
Paris–Roubaix im Herbst 2021

Bei Paris–Roubaix 2018 kam der 23-jährige Belgier Michael Goolaerts durch Herzstillstand am linken Streckenrand zu Sturz, dies geschah etwa bei Rennkilometer 100 auf der Pavé-Passage von Viesly nach Briastre. Goolaerts konnte zwar nach mehreren Minuten durch Sanitäter wiederbelebt werden, doch starb er noch am selben Abend in einem Krankenhaus in Lille.<ref>Inquiétude pour Michael Goolaerts, victime d'un malaise en course sur Paris-Roubaix lequipe.fr, 8. April 2018, aktualisiert 15:29, abgerufen am 9. April 2018. (französisch)</ref><ref>Paris-Roubaix : Michael Goolaerts est décédé. L’Équipe, 8. April 2018, abgerufen am 9. April 2018 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Im Jahr 2020 wurde das Rennen wegen der COVID-19-Pandemie zunächst abgesagt.<ref name="wort-435904">Wegen Corona-Virus: Das Sterben der Radrennen. In: wort.lu. 18. März 2020, abgerufen am 7. Mai 2020.</ref> Anfang Mai wurde eine Verschiebung auf den 25. Oktober und zudem erstmals ein Rennen für Frauen (Paris–Roubaix Femmes) angekündigt.<ref name="rad-net-49356">Erstes Paris-Roubaix für Frauen wird mit Freude erwartet. In: classic.rad-net.de. 6. Mai 2020, abgerufen am 6. Mai 2020.</ref> Aufgrund der anhaltenden Pandemie konnten weder der Termin im Oktober noch im April 2021 eingehalten werden, das Rennen wurde erstmals wieder Anfang Oktober 2021 ausgetragen.<ref name="rad-net-50531">Paris-Roubaix 2020 wegen steigender Corona-Zahlen abgesagt. In: classic.rad-net.de. 9. Oktober 2020, abgerufen am 9. Oktober 2020.</ref><ref name="rad-net-695812">Paris-Roubaix in den Herbst verschoben. In: rad-net.de. 1. April 2021, abgerufen am 1. April 2021.</ref> Seit 2022 findet das Rennen wieder wie gewohnt im April statt.

Zusätzliche Rennkategorien

1967 wurde ein zusätzliches Rennen für Amateure eingerichtet, welches seit Aufhebung der Unterscheidung zwischen Profi- und Amateursportlern den Fahrern der Altersklasse U23 offensteht und Paris–Roubaix Espoirs genannt wird (wobei espoirs die im Französischen übliche Bezeichnung für die U23 ist). Seit 2003 gibt es mit Paris–Roubaix Juniors (auch Le Pavé de Roubaix genannt) zudem ein Rennen für Fahrer unter 19 Jahren und seit 2021 mit Paris-Roubaix Femmes eines für Frauen.

Im Februar 2019 wurde bekannt, dass das Junioren-Rennen, welches nicht von der ASO, sondern vom VC Roubaix organisiert wird, aus finanziellen Gründen eventuell nicht stattfinden könne. John Degenkolb, Gewinner des Elite-Rennens im Jahr 2015, rief daraufhin eine Spendenaktion aus und steuerte selbst 2500 Euro bei. Dank seiner Initiative konnte die Austragung gesichert werden.<ref name="wielerfl-19">Nico Dick: Organisator Parijs-Roubaix U19: „Degenkolb is een zegen voor onze sport“. In: WielerFlits. Abgerufen am 17. Februar 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Der Vélo Club Roubaix veranstaltet zudem alle zwei Jahre eine Jedermannausgabe, bei der auf dem Originalkurs Strecken von 70, 120 oder 210 Kilometern absolviert werden, jeweils mit dem Ziel im Velodrom von Roubaix. Zusätzlich gibt es die Möglichkeit, einen Tag vor den Profis im Rahmen der Paris-Roubaix Challenge Teilstrecken von 70, 145 und 170 km als Rennen zu fahren, ebenfalls mit dem Ziel in Roubaix.

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Charakteristisch für den auf völlig flachem Terrain stattfindenden Klassiker sind die berühmten Pavés, Kopfsteinpflasterpassagen: Wege – teils noch aus dem 19. Jahrhundert stammend – mit grobem Kopfsteinpflaster, die das Rennen besonders bei Nässe und diffusen Lichtverhältnissen zu einer außerordentlichen Tortur werden lassen. Ursprünglich war das Kopfsteinpflaster der übliche Straßenbelag im Norden Frankreichs; nachdem aber zunehmend diese Straßen asphaltiert worden waren, entschieden sich die Organisatoren im Jahr 1967, Kopfsteinpflasterpassagen auf Feld- und Waldwegen in das Rennen zu integrieren.<ref name="pc" /> Heute werden viele Pavés von der französischen Regierung eigens für den Radklassiker erhalten. Der Verein Les Amis de Paris–Roubaix ist seit 1977 darum bemüht, Passagen mit Kopfsteinpflaster zu erhalten, zu restaurieren, neue Abschnitte zu erschließen und für das Rennen zu sichern.

Bei der Planung der Strecke für das erste Rennen im Jahre 1896 versuchte Victor Breyer, Passagen mit Kopfsteinpflaster, belgische Blöcke genannt, zu vermeiden, da man ein „leichtes“ Rennen durchführen wollte – „leicht“ im Gegensatz zu den bisherigen „Monsterrennen“ über mehrere hundert Kilometer, wie etwa Bordeaux–Paris. So waren die pavés nur auf den letzten 30 Kilometern zu finden und konnten teilweise über die begleitenden Gehwege vermieden werden.

Bei den heute befahrenen Kopfsteinpflaster-Passagen handelt es sich nicht mehr um die Hauptstraßen von früher, sondern im Wesentlichen um Wirtschaftswege, die zwar für den allgemeinen Verkehr geöffnet sind, aber hauptsächlich zu landwirtschaftlichen Zwecken genutzt werden. „Die Kopfsteinpflaster, die heute in die Strecke aufgenommen sind, sind grimmiger und primitiver als die Straßen, auf denen vor 100 Jahren gefahren wurde. Der heutige Klassiker Paris–Roubaix ist die Rekonstruktion einer Vergangenheit, die es nie gegeben hat.“<ref>Benjo Maso: Der Schweiß der Götter. Die Geschichte des Radsports. Covadonga Verlag, Bielefeld 2011, ISBN 978-3-936973-60-0, S. 279.</ref>

Die ersten 100 km des Rennens weisen keine spezielle Schwierigkeit auf und führen von Compiègne über Saint-Quentin in den Norden Frankreichs, wo über 150 km mit etwa 50 km Kopfsteinpflaster zurückzulegen sind. Die Kopfstein-Abschnitte sind in Sektoren aufgeteilt, die in absteigender Reihenfolge nummeriert und in die Kategorien 1 bis 5 eingeteilt sind, wobei 5 die höchste Schwierigkeitsstufe ist. Ausschlaggebend für die Kategorisierung ist der Zustand des Kopfsteinpflasters, die Länge des Abschnitts und auch die Lage im Rennen.

Seit mindestens 2000 ist der erste befahrene Sektor jedes Mal der von Troisvilles nach Inchy. Der Parcours von dort bis zur Kleinstadt Denain variiert von Jahr zu Jahr, während er von dort bis Roubaix, von einzelnen Ausnahmen abgesehen, jedes Jahr gleich ist. Kurz nach Denain kommt mit der Trouée d’Arenberg der wohl berüchtigtste Pavéabschnitt, der oft eine Selektion bewirkt. 2005 wurde ein Teil des Pflasters aufwendig restauriert, der Abschnitt insgesamt etwas entschärft. In den ähnlich schwierigen, im letzten Rennviertel folgenden Pavéabschnitten von Mons-en-Pévèle und Carrefour de l’Arbre fällt häufig eine Vorentscheidung. Diese drei Sektoren sind jeweils in die höchste Schwierigkeitsstufe (5 Sterne) eingeteilt. Die Einteilung der Sektoren war seit 2017 wie folgt:<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Parcours Paris-Roubaix 2017.] ASO, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref>

Sektor-Nr. Name km vom Ziel Länge (in m) Kategorie
6 bis 10 Sektoren vor Denain (variabel)
20 Haveluy – Wallers 103,5 2500 4
19 Trouée d’Arenberg 95,3 2400 5
18 Wallers – Hélesmes 89,2 1600 3
17 Hornaing – Wandignies-Hamage 82,5 3700 4
16 Warlaing à Brillon 75,0 2400 3
15 Tilloy – Sars-et-Rosières 71,5 2400 4
14 Beuvry-la-Forêt–Orchies 65,2 1400 3
13 Orchies 60,1 1700 3
12 Auchy-lez-Orchies – Bersée 54,0 2600 4
11 Mons-en-Pévèle 48,6 3000 5
10 Mérignies – Avelin 42,6 700 2
9 Pont-Thibaut – Ennevelin 39,2 1400 3
8 L’Épinette 33,8 200 3
Moulin-de-Vertain 33,4 500 2
7 Cysoing – Bourghelles 26,8 1300 3
6 Bourghelles – Wannehain 24,3 1100 3
5 Camphin-en-Pévèle 19,9 1800 4
4 Carrefour de l’Arbre 17,1 2100 5
3 Gruson 14,8 1100 2
2 Willems – Hem 8,2 1400 2
1 Espace Charles Crupelandt 1,4 300 1

Paris–Roubaix im öffentlichen Raum

Die Popularität des Rennens und seine Bedeutung für die Region haben dazu geführt, dass entlang der Strecke mehrere Denkmäler und Erinnerungsorte geschaffen wurden. Außerdem sind bestimmte Sektoren nach Persönlichkeiten des Radsports benannt.

  • Am Eingang der Radrennbahn von Roubaix steht als Symbol des Rennens ein riesiger Pflasterstein. Er wurde laut Aufschrift anlässlich der 100. Austragung 2002 durch die Stadt Roubaix und die Vereinigung Les Amis de Paris–Roubaix gestiftet.

Des Weiteren hat der Gemeindeverband Pévèle-Carembault 2017 die Pavé-Sektoren des Rennens in seinem Gebiet mit markanten roten Meilensteinen versehen.<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Des bornes pour chaque secteur pavé du Paris-Roubaix.] La Voix du Nord, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> Sie ersetzten die vom Vorgängerverband Pays de Pévèle aufgestellten Steine und tragen teils andere Namen als die im Rahmen des Rennens benutzten. Das Rennen verläuft von Beuvry bis Camphin im Gebiet dieser Körperschaft.

An den ehemaligen, heute nicht mehr benutzten Strecken in Roubaix und Umgebung wurden weitere Orte markiert:

  • In der Vorkriegszeit diente die heutige Avenue Gustave Delory in Roubaix insgesamt 15 Mal als Ziellinie, zuletzt 1939. Am Haus Nr. 37 dieser Straße wurde 2005 im Beisein von Émile Masson junior eine Erinnerungsplakette eingeweiht.

Nur indirekt in Zusammenhang mit Paris–Roubaix stehen die Widmungen von Kopfsteinsektoren der Region an Robert Mintkewicz,<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Robert Mintkewicz (11 juin 2015).] Les Amis de Paris–Roubaix, , S. 4, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> Adrien Petit,<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Tour de France : le secteur pavé Villers-au-Tertre - Fressain porte le nom d'Adrien Petit.] Actu Orange, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> Alain Deloeuil<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Un secteur pavé Alain Deloeil à Abscon.] Sports 59/62, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> sowie Laurent Pillon und Quentin Jauregui<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Émerchicourt a baptisé deux secteurs pavés avant le passage du Tour de France.] La Voix du Nord, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> anlässlich der Tour de France 2015 respektive 2022. Diese Sektoren werden normalerweise nicht von Paris–Roubaix benutzt, standen aber im Programm der Tour de France im Rahmen einer an Paris–Roubaix angelehnten Etappe.

Allée Charles Crupelandt

Datei:Allée Charles Crupelandt.JPG
Stele für die Sieger an der Allée Charles Crupelandt

Die letzten 300 Meter vor dem Vélodrome von Roubaix werden Allée Charles Crupelandt genannt. Die Allee ist nach Charles Crupelandt benannt, dem einzigen Paris–Roubaix-Sieger aus Roubaix selbst. Sie wurde 1996 zum 100. Jubiläums des Rennens eingeweiht. Ab 2002 wurden zwischen den dortigen Pflastersteinen kleine Steintafeln aus Granit mit den Namen der bisherigen Sieger eingelassen.<ref name="lavoixdu-190411">La marbrerie Vandermalière grave les pavés du nom des vainqueurs de Paris-Roubaix. In: lavoixdunord.fr. 11. April 2019, abgerufen am 2. Juni 2020 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Le Vélodrome.] Roubaix Tourisme, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 3. Januar 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref>

Palmarès

Profis / Elite

Die meisten Siege in der Hölle des Nordens gelangen mit jeweils vier Siegen den beiden Belgiern Roger De Vlaeminck, der zwischen 1972 und 1977 seine vier Triumphe auf der Radrennbahn von Roubaix feiern (und einen Pokal in der Form eines Pflastersteins entgegennehmen) konnte, und Tom Boonen im Zeitraum von 2005 bis 2012. Mit fünf Siegen in sechs Jahren dominierte in der zweiten Hälfte der 1990er-Jahre das Team Mapei den Kopfsteinpflaster-Klassiker. Zweimal (1996 und 1998) konnte die Mannschaft sogar alle drei Podiumsplätze besetzen. Josef Fischer gewann die erste Ausgabe und blieb bis zum Sieg von John Degenkolb 2015 der einzige deutsche Gewinner.

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Mehrfachsieger<ref>2023 » 120th Paris-Roubaix (1.UWT). In: Procyclingstats. Abgerufen am 26. März 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
# Name Siege Zweiter Dritter Siegjahre
1 BelgienDatei:Flag of Belgium (civil).svg Roger De Vlaeminck 4 4 1 1972, 1974, 1975, 1977
2 BelgienDatei:Flag of Belgium (civil).svg Tom Boonen 4 2 1 2005, 2008, 2009, 2012
3 Italien[[Hilfe:Cache|Fehler beim Thumbnail-Erstellen]]:  Francesco Moser 3 2 2 1978, 1979, 1980
4 SchweizDatei:Flag of Switzerland within 2to3.svg Fabian Cancellara 3 2 1 2006, 2010, 2013
BelgienDatei:Flag of Belgium (civil).svg Rik Van Looy 3 2 1 1961, 1962, 1965
6 BelgienDatei:Flag of Belgium (civil).svg Eddy Merckx 3 2 0 1968, 1970, 1973
7 BelgienDatei:Flag of Belgium (civil).svg Johan Museeuw 3 1 2 1996, 2000, 2002
8 BelgienDatei:Flag of Belgium (civil).svg Gaston Rebry 3 0 2 1931, 1934, 1935
9 NiederlandeDatei:Flag of the Netherlands.svg Mathieu van der Poel 3 0 1 2023, 2024, 2025
10 Frankreich[[Hilfe:Cache|Fehler beim Thumbnail-Erstellen]]:  Octave Lapize 3 0 0 1909, 1910, 1911
11 Frankreich[[Hilfe:Cache|Fehler beim Thumbnail-Erstellen]]:  Gilbert Duclos-Lassalle 2 2 0 1992, 1993
12 Italien[[Hilfe:Cache|Fehler beim Thumbnail-Erstellen]]:  Franco Ballerini 2 1 1 1995, 1998
BelgienDatei:Flag of Belgium (civil).svg Rik Van Steenbergen 2 1 1 1948, 1952
14 Frankreich[[Hilfe:Cache|Fehler beim Thumbnail-Erstellen]]:  Maurice Garin 2 0 2 1897, 1898
15 IrlandDatei:Flag of Ireland.svg Sean Kelly 2 0 1 1984, 1986
BelgienDatei:Flag of Belgium (civil).svg Georges Claes 2 0 1 1946, 1947
Frankreich[[Hilfe:Cache|Fehler beim Thumbnail-Erstellen]]:  Charles Crupelandt 2 0 1 1912, 1914
18 Frankreich[[Hilfe:Cache|Fehler beim Thumbnail-Erstellen]]:  Marc Madiot 2 0 0 1985, 1991
Frankreich[[Hilfe:Cache|Fehler beim Thumbnail-Erstellen]]:  Henri Pélissier 2 0 0 1919, 1921
Frankreich[[Hilfe:Cache|Fehler beim Thumbnail-Erstellen]]:  Hippolyte Aucouturier 2 0 0 1903, 1904
Frankreich[[Hilfe:Cache|Fehler beim Thumbnail-Erstellen]]:  Lucien Lesna 2 0 0 1901, 1902

Stand: 12. April 2026


Sieger im Weltmeistertrikot: Nur sechs Radrennfahrern gelang es, Paris–Roubaix als amtierender Weltmeister, also im Regenbogentrikot, zu gewinnen, Rik Van Looy sogar zweimal:

Älteste Sieger
# Name Geburtstag Tag des Sieges Alter beim Sieg
1 Frankreich[[Hilfe:Cache|Fehler beim Thumbnail-Erstellen]]: Gilbert Duclos-Lassalle 25. August 1954 11. April 1993 38 Jahre und 229 Tage
2 AustralienAustralien Mathew Hayman 20. April 1978 10. April 2016 37 Jahre und 356 Tage
3 BelgienDatei:Flag of Belgium (civil).svg Pino Cerami 28. April 1922 10. April 1960 37 Jahre und 348 Tage

Stand: 26. Oktober 2024

Frauen

siehe Paris-Roubaix Femmes

Amateure / U23

siehe Paris–Roubaix Espoirs

Junioren

siehe Paris–Roubaix Juniors

Weblinks

Commons: Paris–Roubaix – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Literatur

  • Philippe Bouvet, Pierre Callewaert, Jean-Luc Gatellier: Paris–Roubaix. Die Hölle des Nordens. Delius Klasing, Bielefeld 2011, ISBN 978-3-7688-3268-7.
  • Pascal Sergent: Paris-Roubaix. Chronique d’une Legende. 1896–1991. Editions VC Roubaix, 1990 (französisch).
  • Pascal Sergent: Paris-Roubaix. Le Dico. Editions Alan Sutton, Saint-Cyr-sur-Loire Cedex, 2009, ISBN 978-2-84910-964-9.
  • Pascal Sergent: A century of Paris-Roubaix. Bromley Books, England. ISBN 0-9531729-0-2 (englisch).
  • Un siècle de Paris–Roubaix. Editions Eekloonaar, Eeklo, 1996 (französisch).

Einzelnachweise

<references responsive />

<templatestyles src="BoxenVerschmelzen/styles.css" />

Vorlage:Klappleiste/Anfang Tour Down Under • Cadel Evans Great Ocean Road Race • Omloop Het Nieuwsblad • UAE Tour • Strade Bianche • Paris–Nizza • Tirreno–Adriatico • Mailand–Sanremo • Ronde van Brugge • E3 Harelbeke • Katalonien-Rundfahrt • Gent–Wevelgem • Dwars door Vlaanderen • Flandern-Rundfahrt • Baskenland-Rundfahrt • Paris–Roubaix • Amstel Gold Race • La Flèche Wallonne • Lüttich–Bastogne–Lüttich • Tour de Romandie • Eschborn–Frankfurt • Giro d’Italia • Critérium du Dauphiné • Tour de Suisse • Copenhagen Sprint • Tour de France • Clásica San Sebastián • Polen-Rundfahrt • Renewi Tour • Vuelta a España • Cyclassics Hamburg • Bretagne Classic Ouest-France • GP de Québec • GP de Montréal • Lombardei-Rundfahrt • Tour of Guangxi

Ehemalige World Tour Rennen:
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