Paximadi (Lebensmittel)
Paximadi ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value), Mehrzahl paximadia) bezeichnet ein mehrfach gebackenes, sehr lange haltbares Brot, das in Griechenland verbreitet ist.<ref>Πάπυρος Larousse. Το παπυράκι. Athen 2003, ISBN 960-8322-06-5, S. 1345.</ref>
Benennung
Der Name soll auf den antiken, griechischen Kochbuchautor Paxamos ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) zurückgehen.<ref>Berend Wolffenbuttel, Toine van der Meijden: Entdecke Agia Galini... zu Fuss, 2021, ISBN 978-618-81205-6-3, S. 16</ref> Zunächst soll geröstetes Brot Paxamas ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) genannt worden sein. Für die kleinen zweimal gebackenen Brotscheiben wurde in hellenistischer Zeit die Verkleinerungsform Paxamadion ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) verwendet. Durch Assimilation entstand daraus das mittelalterliche Paximadi(n) ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)).<ref>Georgios D. Bambiniotis: Ετυμολογικό Λεξικό, Athen 2011, ISBN 978-960-9582-00-1, S. 1035 (Lemma: παξιμάδι)</ref>
Der deutsche Sprachwissenschaftler Gustav Meyer widersprach jedoch dieser Etymologie. Er vermutete, dass das Wort zunächst Peximos ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) abgeleitet von pexis ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) = fest, hart) lautete. Hieraus entstand entweder durch Assimilation der ersten beiden Silben Paxamos oder nur der ersten Silbe Paximos.<ref>Gustav Meyer: Etymologisches Wörterbuch der albanesischen Sprache, Straßburg 1891, S. 318 (Digitalisat)</ref>
Die Bezeichnung erschien erstmals im 2. Jahrhundert bei Galenos, der Paximadi bei Diäten empfahl.<ref>Galenos von Pergamon: Remediis Parabilibus, 3, 659 (Digitalisat)</ref>
Geschichte
Paximadia waren billig und dienten deshalb ärmeren Bevölkerungsschichten als Nahrungsmittel. Es stand auch auf dem Speisezettel von griechischen Mönchen, die eine schlichte Ernährung bevorzugten. Paximadia hatten jedoch auch große Bedeutung für die Schifffahrt und das byzantinische Militär, weil sie leicht und haltbar waren und so immer mitgeführt werden konnten. Auch während der venezianischen Herrschaft auf Kreta (1204–1669) war die Nachfrage nach Paximadia groß, da man die Flotte damit versorgte. So wurde es zu einem der ersten Lebensmittel, die abgepackt wurden.
Beschreibung
Dieser griechische „Zwieback“ ist wesentlich härter als der in Deutschland übliche und uneingeweicht kaum zu essen. Das mehrfach gebackene Paximadi war früher immer und überall verfügbar (zum Beispiel bei Hirten, Fischern und Seeleuten). Das Gerstenbrot wird oft mit Kräutern oder Sesam und Schwarzkümmel gewürzt, und es gibt Varianten mit Nüssen.
Verwendung
Ein bekanntes damit zubereitetes Gericht ist das Dakos (Koukouvagia).
Siehe auch
Paximadi ist im Griechischen auch die Bezeichnung für eine Schraubenmutter.<ref>Wiktionary (griechisch).</ref>
Literatur
- Gerhart Ginner: Frise d’orzo, παξιμάδι, Geschichte & Rezepte des Zwiebacks für das perfekte Diabetikeressen. ISBN 978-3-7418-3244-4 (epubli)
- Sue Shephard, Pickled, Potted, and Canned: How the Art and Science of Food Preserving Changed the World, S. 57, ISBN 0-7432-5553-4
Weblinks
Einzelnachweise
<references />