Peroxosalpetersäure
| Strukturformel | |||||||||||||
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| Struktur von Peroxosalpetersäure | |||||||||||||
| Allgemeines | |||||||||||||
| Name | Peroxosalpetersäure | ||||||||||||
| Andere Namen |
Peroxysalpetersäure | ||||||||||||
| Summenformel | HNO4 | ||||||||||||
| Externe Identifikatoren/Datenbanken | |||||||||||||
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| Eigenschaften | |||||||||||||
| Molare Masse | 79,01 g·mol−1 | ||||||||||||
| Sicherheitshinweise | |||||||||||||
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| Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa). | |||||||||||||
Die Peroxosalpetersäure ist eine Sauerstoffsäure des Stickstoffs mit der Summenformel NO2(OOH) = HNO4. Die sehr unbeständige Verbindung wird zu den Photooxidantien gezählt.<ref name="Ralf Steudel">Ralf Steudel: Chemie der Nichtmetalle Von Struktur und Bindung zur Anwendung. Walter de Gruyter, 2008, ISBN 978-3-11-021128-3, S. 350 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref>
Herstellung
Peroxosalpetersäure lässt sich im Labor durch Einwirkung von trockenem Wasserstoffperoxid (H2O2) auf kristallines Distickstoffpentoxid (N2O5, das Anhydrid der Salpetersäure) bei einer Temperatur von −80 °C herstellen:<ref name="Ralf Steudel" />
- <math>\mathrm{ N_2O_5 + H_2O_2 \longrightarrow NO_2(OOH) + HNO_3}</math>
Aufgrund ihrer hohen Instabilität zerfällt sie bereits bei −30 °C explosionsartig.<ref name="Erwin Riedel, Christoph Janiak">Erwin Riedel, Christoph Janiak: Anorganische Chemie. Walter de Gruyter, 2011, ISBN 978-3-11-022566-2, S. 485 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref> Als schwach konzentrierte Lösung ist sie bei 20 °C für einige Zeit haltbar, zerfällt dann jedoch in H2O2 und HNO3. Bei pH-Werten > 5 zerfällt das Peroxonitration in ein Nitrit-Ion und ein Sauerstoffmolekül:
- <math> \mathrm{NO_4^- \longrightarrow NO_2^- + O_2}</math>
Auftreten in der Natur
In der Erdatmosphäre kann es durch intensive Sonneneinstrahlung zur (kurzfristigen) Bildung von Peroxosalpetersäure durch Reaktion von Stickstoffdioxid (NO2) mit einem HOO·-Radikal kommen:<ref name="Detlev Möller">Detlev Möller: Luft Chemie, Physik, Biologie, Reinhaltung, Recht. Walter de Gruyter, 2003, ISBN 978-3-11-016431-2, S. 355 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref>
- <math>\mathrm{ HOO\cdot + NO_2 \longrightarrow NO_2(OOH)} </math>
Aufgrund ihrer Instabilität zerfällt sie auch wiederum und reagiert unter anderem zu den oben beschrieben Produkten.
Einzelnachweise
<references />
Siehe auch
- Seiten mit Skriptfehlern
- Wikipedia:Defekter Dateilink
- Wikipedia:Wikidata-Wartung:PubChem abweichend
- Wikipedia:Wikidata-Wartung:ChemSpider abweichend
- Wikipedia:Wikidata-Wartung:DrugBank fehlt lokal
- Wikipedia:Keine GHS-Gefahrstoffkennzeichnung verfügbar
- Wikipedia:Wikidata-Wartung:CAS-Nummer fehlt lokal
- Anorganische Säure
- Salpetersäureverbindung
- Persäure