Peter Marquart
Peter Marquart (* ca. 1956<ref name="fz-2009-11-06">Tipps und Termine. In: Filderzeitung, 6. November 2009.</ref>; † 26. Oktober 2009<ref name="af-2009-46-11">{{#invoke:Vorlage:Literatur|f}}</ref>) war ein deutscher Bauingenieur. Von 2002 bis 2008 war er Gesamtprojektleiter für das Bahnprojekt Stuttgart–Ulm (Stuttgart 21 und Neubaustrecke Wendlingen–Ulm).
Werdegang
Marquart kam im Architekturbüro seiner Eltern früh mit der Welt des Bauens in Berührung.<ref name="nwz-2003-04-11">{{#invoke:Vorlage:Literatur|f}}</ref> Er studierte an der Universität Stuttgart<ref name="nwz-2003-04-11" /> Bauingenieurwesen<ref name="stn-2003-4-3-22" /> mit Schwerpunkt Verkehrsplanung.<ref name="nwz-2003-04-11" />
Marquart arbeitete sein Berufsleben lang an Bahnprojekten, unter anderem an der Schnellfahrstrecke Mannheim–Stuttgart und der Neu- und Ausbaustrecke Karlsruhe–Basel.<ref name="sz-2007-07-18" /><ref name="nwz-2003-04-11" /> Nach dem Studium arbeitete Marquart einige Jahre in der Bauindustrie, bevor er Berater wurde. Er betreute dabei fast ausschließlich Bahnprojekte. Unter anderem arbeitete fast vier Jahre für DE-Consult in Berlin.<ref name="nwz-2003-04-11" />
Vor seiner Tätigkeit als Stuttgart-21-Projektleiter war Marquart wiederum bei der DE-Consult beschäftigt, die in der DB ProjektBau aufgegangen war.<ref name="stn-2003-4-3-22" /> Von Mai 1998 bis November 2000 war er Prokurist der Gesellschaft.<ref name="handelsregister-1998-07-01">DE-Consult Deutsche Eisenbahn-Consulting Gesellschaft mit beschränkter Haftung. Handelsregister-Bekanntmachungen vom 1. Juli 1998.</ref><ref name="handelsregister-2000-11-30">DE-Consult Deutsche Eisenbahn-Consulting Gesellschaft mit beschränkter Haftung. Handelsregister-Bekanntmachungen vom 30. November 2000.</ref>
Projektleiter des Bahnprojekts Stuttgart–Ulm
Marquart wurde 2002 Projektleiter des Bahnprojekts Stuttgart–Ulm. Er trat damit an die Stelle von Reimar Baur, der diese Funktion seit 1996 ausübte.<ref name="stn-2011-08-19-19">Gesamtprojektleiter. In: Stuttgarter Nachrichten, 19. August 2011, S. 19.</ref> Er arbeitete zunächst für die DB Projekte Süd GmbH.
Um 2003 stand er dabei dem für Stuttgart 21 zuständigen Projektzentrum Stuttgart I der DB ProjektBau vor, das mit rund 80 Mitarbeitern und einem Planungsbudget von 220 Millionen Euro die Projekte Stuttgart 21, Neubaustrecke Wendlingen–Ulm und Neu-Ulm 21 plante.<ref name="stn-2003-4-3-22">{{#invoke:Vorlage:Literatur|f}}</ref>
Als Projektleiter fertigte er Vorentwurfsplanungen und bereitete Planfeststellungsunterlagen vor.<ref>Stuttgart 21, Talquerung mit Hauptbahnhof: Planfeststellungsabschnitt 1.1; Eine Chance für die ganze Region, Bahnhofswettbewerb. ProjektBau GmbH, Projektzentrum Stuttgart 1, 2005</ref> In dieser Funktion führte er unter anderem im Jahr 2003 den Erörterungstermin für den neuen Stuttgarter Hauptbahnhof und den Fildertunnel durch.<ref name="sk-2003-04-12">{{#invoke:Vorlage:Literatur|f}}</ref><ref name="sk-2003-08-04">{{#invoke:Vorlage:Literatur|f}}</ref> 2004 begleitete er den Erörterungstermin der Tunnels Bad Cannstatt, Feuerbach und Obertürkheim.<ref name="stz-2004-03-30">{{#invoke:Vorlage:Literatur|f}}</ref>
Nachdem sich die Entscheidung über die Realisierung des Projekts immer wieder verschoben hatte, oblag es ihm darüber hinaus, die Planung an neue Vorschriften anzupassen. Um 2007 unterstand ihm ein 65-köpfiges Planungsteam.<ref name="sz-2007-07-18">Bernd Dörries: Im Profil: Peter Marquart. Geduldiger Planer des Großprojekts „Stuttgart 21“. In: Süddeutsche Zeitung, 18. Juli 2007, S. 4.</ref> Anfang 2008 führte er ein 25-köpfiges Team.<ref name="rga-2008-01-03">{{#invoke:Vorlage:Literatur|f}}</ref>
Laut einem Medienbericht sei Marquart in Politik und Wirtschaft als Projektleiter geschätzt gewesen.<ref name="stn-2008-11-11-17">Michael Isenberg: Hany Azers Bühne soll die Baustelle sein. In: Stuttgarter Nachrichten, 11. November 2008, S. 17.</ref>
Ende Februar 2008 teilte die Deutsche Bahn überraschend mit, Peter Marquart als Projektleiter für Stuttgart 21 und die Neubaustrecke Wendlingen–Ulm abzulösen. Auf Anordnung von Hartmut Mehdorn wurde er mit Wirkung zum 1. April 2008 durch Hany Azer ersetzt.<ref name="stn-2009-02-29">Bahn AG tauscht Projektleiter aus. In: Stuttgarter Nachrichten, 29. Februar 2008, S. 22.</ref><ref name="stn-2009-03-31-5">Konstantin Schwarz, Michael Gerster: Stuttgart-21-Gegner wittern ihre Chance. In: Stuttgarter Zeitung, 31. März 2009, S. 5.</ref> Noch Mitte März 2008 vertrat Marquart das Projekt.<ref name="stz-2008-03-12">{{#invoke:Vorlage:Literatur|f}}</ref> Die Deutsche Bahn nahm zu den Gründen für die Ablösung keine Stellung.<ref name="stn-2008-05-27">Mathis Bury: Das Herz der Werbekampagne schlägt immer noch nicht. In: Stuttgarter Zeitung, 27. Mai 2008, S. 17.</ref>
Privatleben
Marquart war Vater einer Tochter. Zu seinen Hobbys zählten Ski- und Radfahren.<ref name="nwz-2003-04-11" />
Er starb am 26. Oktober 2009 im Alter von 53 Jahren. Er lebte zuletzt im Filderstädter Stadtteil Plattenhardt.<ref name="af-2009-46-11" />
Literatur
- Heinz H. Poker: Chronik der Stadt Stuttgart. E. Klett Verlag, 2003. ISBN 978-3-608-91610-2, S. 470.
Einzelnachweise
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Vorlage:Navigationsleiste Technische Projektleiter von Stuttgart 21
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