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Pethoxamid

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Strukturformel
Strukturformel von Pethoxamid
Allgemeines
Name Pethoxamid
Andere Namen

2-Chlor-N-(2-ethoxyethyl)-N-(2-methyl-1-phenylprop-1-enyl)acetamid

Summenformel C16H22ClNO2
Kurzbeschreibung

kristalliner Feststoff<ref name="herts">Eintrag zu Vorlage:Linktext-Check in der Pesticide Properties DataBase (PPDB) der University of HertfordshireVorlage:Abrufdatum</ref>

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer Vorlage:CASRN
EG-Nummer (Listennummer) 600-765-6
ECHA-InfoCard 100.106.359
PubChem 6450826
ChemSpider 4953376
Wikidata [[:d:Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)|Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)]]
Eigenschaften
Molare Masse 295,81 g·mol−1
Aggregatzustand

fest<ref name="herts" />

Schmelzpunkt

37,5 °C<ref name="herts" />

Dampfdruck

0,34 mPa (25 °C)<ref name="herts" />

Löslichkeit
Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung aus Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 (CLP),<ref name="CLP_100.106.359">Eintrag zu Vorlage:Linktext-Check in der Datenbank ECHA CHEM der Europäischen Chemikalienagentur (ECHA)Vorlage:Abrufdatum Hersteller bzw. Inverkehrbringer können die harmonisierte Einstufung und Kennzeichnung erweitern.</ref> ggf. erweitert<ref name="GESTIS">Eintrag zu Vorlage:Linktext-Check in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFAVorlage:Abrufdatum (JavaScript erforderlich)</ref>
Gefahrensymbol Gefahrensymbol

Achtung

H- und P-Sätze H: 302​‐​317​‐​410
P: 261​‐​264​‐​273​‐​280​‐​301+312​‐​302+352<ref name="GESTIS" />
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa).

Pethoxamid (von der ISO anerkannte Bezeichnung) ist ein Herbizid. Es zählt zur chemischen Gruppe der Carbonsäureamide, genauer zu den Chloracetamiden. Es ist ein systemisches Herbizid, das durch Wurzeln und junge Triebe aufgenommen wird. Pethoxamid stört die Zellteilung und damit das Wachstum unerwünschter Gewächse (verschiedene Gräser und breitblättrige Unkräuter) und ist zur Anwendung vor oder kurz nach deren Keimung im Mais-, Reis- und Sojabohnenanbau vorgesehen.

Geschichte und Verwendung

Pethoxamid wurde von der japanischen Tokuyama Corporation in Zusammenarbeit mit der ebenfalls japanischen Arysta LifeScience und der deutschen Stähler Agrochemie entwickelt. Im Jahre 2000 richtete Stähler Agrochemie im Auftrag der anderen Betriebe eine Anfrage an die Europäische Kommission, Pethoxamid in die Anlage I (zugelassene Wirkstoffe) der europäischen Richtlinie 91/414/EWG aufnehmen zu lassen. Die darauf folgende Untersuchung brachte keine Probleme zu Tage, sodass die Europäische Kommission am 7. Juli 2006 beschloss, Pethoxamid in die Anlage I aufzunehmen und Mittel mit Pethoxamid in Mitgliedsstaaten der EU zugelassen werden konnten. Die Gültigkeitsdauer lief bis 31. Juli 2016.<ref>Amtsblatt der Europäischen Union: RICHTLINIE 2006/41/EG DER KOMMISSION vom 7. Juli 2006 zur Änderung der Richtlinie 91/414/EWG des Rates zwecks Aufnahme der Wirkstoffe Clothianidin und Pethoxamid (PDF)Vorlage:Abrufdatum, 8. Juli 2006.</ref> In Belgien ist das Produkt Successor 600 auf Pethoxamidbasis von Stähler International (der früheren Stähler Agrochemie) für den Maisanbau zugelassen.

Pethoxamid ist in Pflanzenschutzmitteln enthalten, die in Deutschland beim Maisanbau gegen Kamille, Hühnerhirse und Borstenhirsen im Winterraps einsetzbar sind. In der Schweiz und Österreich ist der Wirkstoff zudem unter anderem beim Anbau von Soja und Ölkürbissen zulässig.

Zulassung

Pethoxamid ist als Wirkstoff in Pflanzenschutzmitteln in vielen Staaten der EU, so auch in Deutschland und Österreich, sowie in der Schweiz zugelassen.<ref name="PSM">Generaldirektion Gesundheit und Lebensmittelsicherheit der Europäischen Kommission: Eintrag zu Vorlage:Linktext-Check in der EU-Pestiziddatenbank; Eintrag in den nationalen Pflanzenschutzmittelverzeichnissen der Schweiz, Österreichs (Eingabe von „Pethoxamid“ im Feld „Wirkstoff“) und DeutschlandsVorlage:Abrufdatum</ref>

Einzelnachweise

<references />