Polyposis
| {{#ifeq:|ja|Klassifikation nach ICD-10-GM|Klassifikation nach ICD-10}} | |
|---|---|
| {{#if: D12.6 | D12.6 | Eintrag fehlt }} | Gutartige Neubildung des Kolons, nicht näher bezeichnet | Eintrag fehlt }} |
| {{#ifeq:|ja|ICD-10 online (GM-Version 2026)|ICD-10 online (WHO-Version 2019)}} | |
Die Polyposis (von Vorlage:GrcS, Vorlage:GrcS und Vorlage:GrcS, zusammen Vorlage:GrcS) ist der medizinische Fachbegriff für das Auftreten zahlreicher Polypen in einem Hohlorgan.<ref>Willibald Pschyrembel: Klinisches Wörterbuch, 266., aktualisierte Auflage, de Gruyter, Berlin 2014, ISBN 978-3-11-033997-0 Pschyrembel Stichwort: Polypose</ref>
Einteilung
Zu unterscheiden sind folgende Hauptformen einer Polypose:<ref name="flexikon">Vorlage:Flexikon</ref>
- Familiäre adenomatöse Polyposis (FAP), sehr viele Polypen im Dickdarm, Entartungsrisiko sehr hoch
- Polyposis intestinalis, multiple Polypen im Magen-Darm-Trakt<ref name="PschyOnline">Pschyrembel Polyposis intestinalis</ref> Symptome wie Blutungen, Durchfall oder Verstopfungen (Obstipationen), aber auch Unterleibsschmerzen oder Koliken können auf das Vorliegen einer Polyposis gastrointestinalis hinweisen.
- Polyposis nasi, Nasenpolypen. Schleimhautwucherungen in den Nasennebenhöhlen, die deren Ausführungsgänge in die Nase verlegen können, werden als Polyposis nasi et sinuum bezeichnet. Dabei sind hier echte Polypen als Geschwülste gemeint und nicht die fachlich gesehen fälschlich in der Umgangssprache „Polypen“ genannten Adenoiden Vegetationen.
Treten die Polypen in der Gebärmutter auf, spricht man von {{#invoke:Vorlage:lang|flat}}. Auch sie kann Ursache für eine Blutung aus der Gebärmutter sein.
Im Rahmen von Syndromen
Syndrome mit Polypose als wesentliches Merkmal können wie folgt eingeteilt werden:<ref name="PschyOnline" /><ref>A. Holtorf, S. Heinrich: Polyposis-Syndrome, hereditär. Medizinische Genetik</ref>
- Erbliche Formen mit überwiegend adenomatösen Polypen (Adenome)
- klassische Familiäre adenomatöse Polyposis (FAP)
- attenuierte FAP
- MUTYH-assoziierte Polyposis (MAP)
- Gardner-Syndrom
- Polymerase-Proofreading-assoziierte Polyposis (PPAP) – eine neu entdeckte Form der Polyposis
- NTHL1-assoziierte Polyposis (NAP)
- Turcot-Syndrom
- AXIN2-abhängige adenomatöse attenuierte familiäre Polyposis<ref>{{#ifeq:|ID|401911|
Eintrag zu {{#if:AXIN2-abhängige adenomatöse attenuierte familiäre Polyposis|AXIN2-abhängige adenomatöse attenuierte familiäre Polyposis|Polyposis}}. In: Orphanet (Datenbank für seltene Krankheiten)Vorlage:Abrufdatum }}</ref> (Polyposis coli, AXIN2-abhängige attenuierte, familiäre)
- NTHL1-abhängige adenomatöse attenuierte familiäre Polyposis<ref>{{#ifeq:|ID|454840|
Eintrag zu {{#if:NTHL1-abhängige adenomatöse attenuierte familiäre Polyposis|NTHL1-abhängige adenomatöse attenuierte familiäre Polyposis|Polyposis}}. In: Orphanet (Datenbank für seltene Krankheiten)Vorlage:Abrufdatum }}</ref>
- Erbliche Formen mit überwiegend hamartomatösen Polypen (Hamartome)
- Peutz-Jeghers-Syndrom
- Juveniles Polyposis-Syndrom (JPS; Familiäre juvenile Polyposis)
- Polyposis-Syndrom, juveniles, frühkindliche Form<ref>{{#ifeq:|ID|79076|
Eintrag zu {{#if:Polyposis-Syndrom, juveniles, frühkindliche Form|Polyposis-Syndrom, juveniles, frühkindliche Form|Polyposis}}. In: Orphanet (Datenbank für seltene Krankheiten)Vorlage:Abrufdatum }}</ref>, sehr selten, schwerste Form einer JPS
- Serratiertes Polyposissyndrom<ref>{{#ifeq:|ID|157798|
Eintrag zu {{#if:Serratiertes Polyposis-Syndrom|Serratiertes Polyposis-Syndrom|Polyposis}}. In: Orphanet (Datenbank für seltene Krankheiten)Vorlage:Abrufdatum }}</ref>
- Hyperplastisches Polyposis-Syndrom (HPS)
- Gemischte Polyposis
- Hereditär gemischtes Polyposis-Syndrom (HMPS)<ref>{{#ifeq:|ID|157794|
Eintrag zu {{#if:Polyposis-Syndrom, gemischtes, hereditäres|Polyposis-Syndrom, gemischtes, hereditäres|Polyposis}}. In: Orphanet (Datenbank für seltene Krankheiten)Vorlage:Abrufdatum }}</ref>
- nicht erbliche Formen
- Cronkhite-Canada-Syndrom (Polyposis – Hyperpigmentierung – Alopezie – Anomalien der Fingernägel)
- Gastrisches Adenokarzinom und proximale Polyposis des Magens<ref>{{#ifeq:|ID|314022|
Eintrag zu {{#if:Gastrisches Adenokarzinom und proximale Polyposis des Magens|Gastrisches Adenokarzinom und proximale Polyposis des Magens|Polyposis}}. In: Orphanet (Datenbank für seltene Krankheiten)Vorlage:Abrufdatum }}</ref>
Diagnostik
Durch endoskopische Untersuchungen, verbunden mit der Entnahme von Gewebeproben (Biopsien), lässt sich eine Polyposis diagnostizieren und von Darmkarzinomen, Darmgeschwüren oder einer Divertikulitis abgrenzen. Röntgenkontrastdarstellungen durch Einnahme eines Röntgenkontrastmittels spielen heute eine untergeordnete Rolle.
Siehe auch
Einzelnachweise
<references />