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Ponna

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Vorlage:Infobox Gemeinde in Italien

Ponna ist eine italienische Gemeinde (comune) mit Vorlage:EWZ Einwohnern (Stand Vorlage:EWD) in der Provinz Como in der Lombardei.

Der Name Pona kommt vom griechischen Peona, was Pfingstrose bedeutet, andere leiten ihn von Epona, einer antiken Gottheit des Krieges, ab. De Witt sagte stattdessen, dass die Etymologie auf Ponna Lepontic zurückgeht, demnach ist er etruskischen Ursprungs.

Lage und Einwohner

Die Gemeinde liegt etwa 20 Kilometer nördlich von Como im Val d’Intelvi und gehört zur Comunità montana del Lario Intelvese. Sie besteht aus drei Fraktionen: Ponna Superiore (870 m ü. M.), Ponna di Mezzo (760 m ü. M.) und Ponna Inferiore (600 m ü. M.). Die Nachbargemeinden sind Claino con Osteno, Alta Valle Intelvi, Laino, Colonno, Sala Comacina und Tremezzina.

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Panorama über Ponna
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Ponna Inferiore
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Ponna di Mezzo
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Ponna Superiore
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Laino, Ponna Inferiore, Ponna di Mezzo und Superiore mit Monte Galbiga im Hintergrund

Geschichte

Ponna wurde in der Römerzeit bewohnt, wie ein Grabfund zeigt. Dieses lag 100 Meter vom Turm der Ponna und enthielt eine große Terrakotta-Vase und eine Idria aus dem gleichen Material (jetzt im archäologischen Museum von Como). Ein christliches Grab fand sich im Fundament eines Hauses im Zentrum von Ponna. Das Dorf unterstand der Stadt Como (12. Jahrhundert) und später den Visconti (14. Jahrhundert), die es im Lehen mit Val d’Intelvi (1416) an die Rusconi vergaben.

Ponna Superiore, di Mezzo und Inferiore wurden in 1756 in einer einzelnen Gemeinde gesammelt. 1815 wurde in Ponna Inferiore eine Schule und die Verwaltung des beliebten Pfarrers Giovanni Battista Barelli eingerichtet. Vielleicht entstand daraus das populäre Sprichwort, das heute jedoch einen abwertenden Sinn hat: „nach dem Studium an der Universität Ponna“.

1917 begann das touristische Erwachen von Ponna, mit dem Bau der Straße Laino–Ponna–Boffalora–Pigra.

Bevölkerung

Bevölkerungsentwicklung'
Jahr 1593 1751 1805 1853 1901 1911 1931 1951 1971 1991 2001 2011 2020
Einwohner 158 305 300 397 544 613 523 489 331 289 262 267 232

Sehenswürdigkeiten

Persönlichkeiten

  • Familie Marmori
    • Francesco Marmori (* um 1520 in Ponna; † 1594 in Bad Radkersburg), Militäringenieur, Mitarbeiter von Domenico dell’Allio, setzte dessen Arbeiten am Landhaus in Graz fort.<ref>Vorlage:Tessinerkuenstler</ref>
    • Pietro Marmori (* 1700 in Ponna Superiore; † nach 1731 ebenda ?), Baumeister in Moncalieri<ref>Pietro Marmori. In: magistri.partnertecnologico.it. Abgerufen am 13. Oktober 2024.</ref>
    • Don Umberto Marmori (* 1885 in Ponna; † 18. Januar 1945 in Cernobbio), im Mai 1910 zum Priester geweiht, war er Vikar in Lenno von 1910 bis 1921. Anschließend war er 1921 bis 1933 Pfarrer vor Plesio. Er wurde Propst von Cernobbio. 1934 half vielen Soldaten und Juden, ins Ausland zu entkommen. Er wurde am 24. Januar 1944 von der Schutzstaffel (SS) verhaftet und ins San-Vittore-Gefängnis in Mailand gebracht. Seine Festnahme wurde am 27. Februar 1944 öffentlich bekannt gegeben. Im Mai 1944 wurde ihm ein Exil in Bergamo zugewiesen. Schwer krank und mit offensichtlichen Anzeichen erlittener Folter, wurde er am Abend des 16. Januar 1945 nach Cernobbio zurückgebracht, wo er am 18. Januar 1945 starb.

Literatur

  • Anna Ferrari-Bravo, Paola Colombini: Guida d’Italia. Lombardia (esclusa Milano). Milano 1987, S. 306.
  • Marco Lazzati: La Valle Intelvi, le origini, la storia, l’arte, il paesaggio, gli artisti comacini. Milano 1986.
  • Annibale Marmori: Ponna, storia e vicende delle tre frazioni. Como 1949, S. 34–36.
  • Emilio Maroni, Matteo Motta: La Valle Intelvi. Contributi per la conoscenza di arte, archeologia, ambiente, architettura, storia e lettere intelvesi. Breve illustrazione di alcune chiese intelvesi (testi relativi ai cartelli segnaletici in realizzazione da parte dell’APPACUVI). Como 1997, S. 36.
  • Andrea Spiriti, Maria Cristina Terzaghi, Giovanna Virgilio: Guide della Provincia di Como. Da Cernobbio alla Valle Intelvi. Como 1997, S. 139–140.
  • Valle Intelvi: La Valle Intelvi, Ponna – Chiesa di San Gallo e Via Crucis. Pellio Intelvi 2001/2002, S. 1.

Weblinks

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Einzelnachweise

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