Porte de Montreuil (Métro Paris)
Der U-Bahnhof Porte de Montreuil ist eine unterirdische Station der Linie 9 der Pariser Métro.
Lage
Die Station befindet sich im Quartier de Charonne des 20. Arrondissements von Paris. Sie liegt längs unter der Avenue de la Porte de Montreuil unmittelbar östlich deren Mündung in den Boulevard Davout.
Name
Den Namen gibt die Porte de Montreuil, eines der 17 Stadttore der von 1840 bis 1844 errichteten Thiersschen Stadtbefestigung. Das nahegelegene Dorf Montreuil wurde im 12. Jahrhundert gegründet. Dessen Name entspringt dem lateinischen Wort monasterium (Kloster).<ref name="GR172">Gérard Roland: Stations de métro d’Abbesses à Wagram. Christine Bonneton, Clermont-Ferrand 2011, ISBN 978-2-86253-382-7, S. 172.</ref>
Geschichte und Beschreibung
Die Station wurde am 10. Dezember 1933 in Betrieb genommen, als die Verlängerung der Linie 9 von Richelieu – Drouot bis dorthin eröffnet wurde.<ref>Jean Tricoire: Un siècle de métro en 14 lignes. De Bienvenüe à Météor. 2. Auflage. La Vie du Rail, Paris 2000, ISBN 2-902808-87-9, S. 259.</ref> Sie hat zwei Mittelbahnsteige an vier Gleisen und ist 105 m lang.<ref>Brian Hardy: Paris Metro Handbook. 3. Auflage. Capital Transport Publishing, Harrow Weald 1999, ISBN 1-85414-212-7, S. 36.</ref><ref group="Anm.">Die Standardlänge der vor 1928 eröffneten Stationen war 75 m</ref> Der Querschnitt ist ellipsenförmig, neben der Station Porte de Charenton der Linie 8 weist sie mit 22,5 m das weiteste Gewölbe der „historischen“ Metro auf.<ref name="GR172" /> Die Decke und die Wände sind weiß gefliest. Östlich der Station wurde eine dreigleisige Wende- und Abstellanlage errichtet, da jene bis 1937 östlicher Endpunkt der Linie war. Am 14. Oktober wurde die Linie 9 bis Mairie de Montreuil verlängert,<ref name="JT260">Jean Tricoire: op. cit. S. 260.</ref> wodurch Porte de Montreuil zur Durchgangsstation wurde. Die äußeren Gleise der Wendeanlage wurden zu den Streckengleisen; das in beiden Richtungen angeschlossene mittlere Gleis behielt seinen Betriebsbahnsteig.
Je zwei Zugänge liegen an der Avenue de la Porte de Montreuil und dem Boulevard Davout. Drei davon sind durch Dervaux-Kandelaber markiert, der südliche in der Avenue de la Porte de Montreuil durch ein gelbes M in einem Doppelkreis. Seit Dezember 2012 existiert am Boulevard Davout eine Straßenbahnhaltestelle mit Umsteigemöglichkeit zur dort verkehrenden Linie 3b.
Fahrzeuge
Die Linie 9 wird mit konventionellen Fahrzeugen betrieben, die auf Stahlschienen verkehren.<ref group="Anm.">Auf mehreren Linien der Pariser Métro verkehren Züge, die mit Luftreifen auf Fahrbalken laufen</ref> Zunächst verkehrten Züge der Bauart Sprague-Thomson, die dort ihr letztes Einsatzgebiet hatten.<ref group="Anm.">Der letzte Sprague-Thomson-Zug im Linienverkehr der Métro war am 16. April 1983 auf der Linie 9 unterwegs</ref> 1983 kam die Baureihe MF 67 auf die Strecke.<ref name="JT260" /> Seit Oktober 2013 kam zunehmend die Baureihe MF 01 zum Einsatz, am 14. Dezember 2016 verkehrte der letzte MF-67-Zug auf der Linie 9.
Anmerkungen
<references group="Anm." />
Literatur
- Gérard Roland: Stations de métro. D’Abbesses à Wagram. 2003, ISBN 2-86253-307-6.
Weblinks
Einzelnachweise
<references />
| Vorherige Station | Métro Paris | Nächste Station |
|---|---|---|
| Maraîchers ← Pont de Sèvres |
Datei:Paris m 9 jms.svg | Robespierre Mairie de Montreuil → |
Koordinaten: 48° 51′ 13″ N, 2° 24′ 38″ O
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