Präriehase
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| Präriehase | ||||||||||||
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| Datei:White-tailed Jackrabbit on Seedskadee National Wildlife Refuge (21969490296).jpg
Präriehase (Lepus townsendii) im Seedskadee National Wildlife Refuge | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Lepus townsendii | ||||||||||||
| Bachman, 1839 |
Der Präriehase (Lepus townsendii), {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value), ist eine Säugetierart aus der Familie der Hasen (Leporidae). Seine Verbreitungsgebiete sind vor allem die großen Prärien im südlichen Kanada und im nordwestlichen Mittelwesten der USA, er bewohnt aber auch das Gebiet der Rocky Mountains.
Merkmale
Der Präriehase ist etwas größer als der Eselhase (Lepus californicus) und erreicht ausgewachsen bei den Männchen ein Gewicht von durchschnittlich 2,75 und den Weibchen von 3,25 Kilogramm im Süden Colorados und 3,4 bei den Männchen bis 3,6 Kilogramm bei den Weibchen in Iowa. Das Weibchen wird entsprechend in der Regel etwas größer und schwerer, wobei dieser Sexualdimorphismus regional unterschiedlich ausgeprägt ist. Das Fell der Präriehasen ist normalerweise an der Oberseite gelblich-braun bis graubraun gefärbt, die Unterseite ist weißlich. Von anderen Hasen unterscheidet sich die Art vor allem durch ihren weißen Schwanz mit einem sandbraunen bis grauem Streifen an der Oberseite.<ref name="Chapman & Flux" /> Diese Schwanzfärbung ist verantwortlich für den englischen Trivialnamen „White-tailed Jackrabbit“.
Im Winter kommt es zu einem Farbwechsel des Felles, welches in den südlicheren Regionen nur etwas heller, jedoch im Norden des Verbreitungsgebietes sowie in höheren Gebirgslagen vollständig weiß wird. Nur die Spitzen der Ohren sind bei diesem Winterfell schwarz.<ref name="Chapman & Flux" />
Verbreitung
Das Verbreitungsgebiet des Präriehasen umfasst vor allem die großen Prärien im südlichen Kanada und im nordwestlichen Mittelwesten der USA, er bewohnt aber auch das Gebiet der Rocky Mountains. Es reicht von den Great Plains der kanadischen Provinzen Saskatchewan und Alberta nach Osten bis in das südwestliche Ontario und nach Süden über Wisconsin bis nach Zentralkalifornien als südlicher Grenze des Verbreitungsgebietes.<ref name="Gosline" />
Die Höhenverbreitung reicht von 40 Metern im Flachland bis zu 4.300 Metern in den Rocky Mountains.<ref name="Gosline" />
Lebensweise
Wie viele andere Hasen sind Präriehasen nachtaktive Einzelgänger und sie verbringen den größten Teil des Tages in Bodenmulden (Sassen) oder im Schutz dichter Vegetation. Ihre Aktivität beginnt in der Regel am Spätnachmittag mit Aktivitätsmaxima zwischen 22:00 und 1:00 Uhr in der Nacht und endet am frühen Morgen zwischen 3:00 und 4:00 Uhr. Im Winter graben sie sich Verstecke in Schneewehen oder suchen Schutz in der Vegetation.<ref name="Chapman & Flux" />
Um schneller vor Fressfeinden fliehen zu können, legen sie Trampelpfade an, im Schnee auch Tunnel unter der Schneedecke. Sie erreichen eine Geschwindigkeit bis zu 55 km/h, die verbunden mit dem typischen Hakenschlagen vieler Hasenarten ist.
Die Tiere ernähren sich von verschiedenen Pflanzen, darunter Gräser, Kräuter, Zweige und Rinde. Dabei kann es zu großen Aggregationen der Tiere mit Individuenzahlen zwischen 30 und 150 Tieren kommen.<ref name="Chapman & Flux" />
Ihre Paarungszeit liegt zwischen Februar und Juli. Während sie in kälteren Regionen nur einmal im Jahr werfen, können es in wärmeren Gebieten bis zu vier Würfe sein. Auch die Tragzeit (durchschnittlich 42 Tage) und die Wurfgröße (eins bis elf, durchschnittlich vier bis fünf) hängen vom Lebensraum ab.<ref name="Chapman & Flux" /> Die Jungen sind Nestflüchter und werden nach einem Monat entwöhnt.
Präriehasen haben viele natürliche Feinde, zum Beispiel Füchse, Kojoten, und Greifvögel.
Systematik
Der Präriehase wird als eigenständige Art den Echten Hasen (Gattung Lepus) zugeordnet. Neben der Nominatform L. t. townsendii östlich der Rocky Mountains ist mit Lepus townsendii campanius im Westen eine zweite Unterart bekannt.<ref name="IUCN" /><ref name="Chapman & Flux" />
Die Benennung der Art erfolgte nach dem amerikanischen Naturforscher John Kirk Townsend (1809–1851), der vor allem als Sammler und Präparator bekannt wurde. Insbesondere mit dem Ornithologen und Zeichner John James Audubon stand Townsend in regem Austausch.<ref name="Eponym Dictionary" />
Gefährdung und Schutz
Die Art wird von der International Union for Conservation of Nature and Natural Resources (IUCN) aufgrund der Bestandsgröße als „nicht gefährdet“ (Least concern) eingeschätzt. Ein Rückgang des Bestandes ist regional vor allem in Wyoming nachgewiesen, für das Gesamtverbreitungsgebiet sind die Rückgänge allerdings nicht so stark, dass eine Bedrohung des Bestandes angenommen wird.<ref name="IUCN" />
In einigen Gebieten vor allem im Südosten, speziell in Kansas, in denen durch Lebensraumveränderungen zu landwirtschaftlich genutzten Flächen die Ausbreitung des Eselhasen (Lepus californicus) begünstigt wurde, wurde der Präriehase durch diesen verdrängt.<ref name="Gosline" /><ref name="IUCN" /> Im Südosten ihres Verbreitungsgebietes (Wisconsin, Iowa, Missouri, Kansas und Nebraska) sind sie verschwunden, ebenso aus dem Größeren-Yellowstone-Ökosystem.<ref name="Oryx" /> In den anderen Gebieten sind sie aber relativ häufig und nicht bedroht, wobei sie regional auch als Landwirtschaftsschädlinge, vor allem bei Anpflanzungen von Luzerne, Sojabohnen, Mais und Winterweizen, betrachtet werden.<ref name="Chapman & Flux" />
Belege
<references> <ref name="IUCN">[[[:Vorlage:IUCN/Weblink]] Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:IUCN“ ist nicht vorhanden.] in der Roten Liste gefährdeter Arten der IUCN 2012.2. Eingestellt von: A.T. Smith, C.H. Johnston, 2008. Abgerufen am Vorlage:FormatDateSimple.</ref> <ref name="Chapman & Flux">Joseph A. Chapman, John E. C. Flux (Hrsg.): <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Rabbits, Hares and Pikas. Status Survey and Conservation Action Plan. ( des Vorlage:IconExternal vom 14. Januar 2009 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. (PDF; 11,3 MB) International Union for Conservation of Nature and Natural Resources (IUCN), Gland 1990; S. 88. ISBN 2-8317-0019-1.</ref> <ref name="Gosline">Anna Gosline: Lepus townsendii im Animal Diversity Web der University of Michigan Museum of Zoology. Abgerufen: 17. Mai 2013.</ref> <ref name="Oryx">Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name: Undetected species losses, food webs, and ecological baselines: a cautionary tale from the Greater Yellowstone Ecosystem, USA. In: Oryx. 42. Jahrgang, Nr. 1, Vorlage:Cite book/Date, S. 139 (Vorlage:Cite book/URL [abgerufen am -05-]).Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2</ref> <ref name="Eponym Dictionary">Bo Beolens, Michael Watkins, Michael Grayson: The Eponym Dictionary of Mammals. Johns Hopkins University Press, 2009, ISBN 978-0-8018-9304-9, S. 416.</ref> </references>
Literatur
- Joseph A. Chapman, John E. C. Flux (Hrsg.): Rabbits, Hares and Pikas. Status Survey and Conservation Action Plan. (PDF; 11,3 MB) International Union for Conservation of Nature and Natural Resources (IUCN), Gland 1990; S. 88. ISBN 2-8317-0019-1.
Weblinks
- [[[:Vorlage:IUCN/Weblink]] Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:IUCN“ ist nicht vorhanden.] in der Roten Liste gefährdeter Arten der IUCN 2012.2. Eingestellt von: A.T. Smith, C.H. Johnston, 2008. Abgerufen am Vorlage:FormatDateSimple.
- Anna Gosline: Lepus townsendii im Animal Diversity Web der University of Michigan Museum of Zoology. Abgerufen: 17. Mai 2013