Pyocyanin
Pyocyanin ist eine chemische Verbindung aus der Gruppe der Phenazinderivate.
Geschichte
Im Jahr 1859 konnte der Pharmazeut Mathurin-Joseph Fordos das Pigment aus dem blau gefärbten Eiter bei langer Wundversorgung isolieren. Er prägte den Trivialnamen, zusammengesetzt aus den griechischen Wörtern für Eiter und Cyan. Zwei Jahrzehnte später (1882) konnte Carle Gessard zeigen, dass Pseudomonas aeruginosa diese Substanz bildet. Die Struktur des Pyocyanin als 5-N-Methyl-1-Hydroxyphenaziniumbetain konnte im Jahr 1938 aufgeklärt werden.<ref name="Biosynthese-Phenazine">Christina Diederich, Mario Leypold, Rolf Breinbauer, Wulf Blankenfeldt: Biosynthese der Phenazine. In: Nachrichten aus der Chemie. 62, 2014, S. 975–980, Vorlage:DOI.</ref>
Vorkommen
Pyocyanin kommt natürlich im Gram-negativen Bakterium Pseudomonas aeruginosa vor.<ref name="Sigma" /> Es dient vermutlich als respiratorisches Pigment und Virulenzfaktor zur Erzeugung reaktiver Sauerstoffspezies.<ref name="Biosynthese-Phenazine"/>
Verwendung
Pyocyanin ist ein antibakterieller Farbstoff. Aufgrund seiner reduktiven Eigenschaften erzeugt Pyocyanin oxidativen Stress in Bakterien<ref>Vorlage:Cite journal</ref> und Säugetierzellen.<ref>Vorlage:Cite journal</ref>
Einzelnachweise
<references />