Quantorenunverträglichkeit
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Vorlage:Hinweisbaustein Quantorenunverträglichkeit bezeichnet die Eigenschaft der Prädikatenlogik erster Stufe, dass der Allquantor <math>\forall</math> sich nicht mit der Disjunktion und der Existenzquantor <math>\exists</math> sich nicht mit der Konjunktion „versteht“ (es gilt kein Distributivgesetz für diese Quantoren und Operatoren):
<math>
( \forall x\colon F(x) ) \lor ( \forall x\colon G(x) ) \,\not\equiv\, \forall x\colon ( F(x) \lor G(x) )
</math>
<math>
( \exists x\colon F(x) ) \land ( \exists x\colon G(x) ) \,\not\equiv\, \exists x\colon (F (x) \land G(x) )
</math>
Beispiel
Die Aussage
- Für jedes Auto gilt: es fährt oder es steht
ist nicht gleichbedeutend mit der Aussage
- Jedes Auto steht oder jedes Auto fährt,
weil im letzteren Fall entweder kein Auto fährt oder aber alle Autos fahren, aber kein Zwischenzustand möglich ist, wie
- Einige Autos fahren, andere nicht.