Römische Rossstirn
| Römische Rossstirn | |
|---|---|
| Datei:Museum Quintana - Rossstirne 1.jpg | |
| Angaben | |
| Waffenart: | Schutzwaffe |
| Bezeichnungen: | Rossstirn |
| Verwendung: | Rossharnisch, zeremoniell |
| Ursprungsregion/ Urheber: |
Römisches Reich, Rüstungsschmiede |
| Verbreitung: | Römisches Reich |
| Listen zum Thema | |
Die Römische Rossstirn ist ein Bestandteil einer römischen Rüstung für Pferde.
Beschreibung
Die römische Rossstirn besteht in der Regel aus Bronzeblech. Sie bestehen aus drei Teilen, die mit Scharnieren untereinander verbunden sind und haben bei manchen Versionen Augenschützer (Augenbuckel) die halbkugel- oder nierenförmig ausgearbeitet sind und einen gitterförmigen Aufbau besitzen. Die Rossstirn besitzt eine zentrale Platte die auf der Oberseite des Pferdekopfes aufliegt. Diese ist am Oberkopf breiter und wird zu den Nüstern hin schmaler. An jeder Seite ist je eine Platte angebracht, die auf den Wangen des Pferdes aufliegen und diese schützen sollen. Die Oberflächen sind mit Treibarbeiten verziert. Dargestellt sind Tiere, Menschen, Sagen- und Götterfiguren sowie zierende Ornamente. Die Hauptfigur ist dabei auf der Mittelplatte ausgearbeitet, während die Seitenplatten schmückendes Beiwerk enthalten. Die Treibarbeiten sind sehr fein und kunstvoll ausgeführt. Man vermutet, dass derartige Rossstirne ausschließlich als Paraderüstungen dienten und nicht für den Einsatz in bewaffneten Konflikten benutzt wurden. Es wurden bei den Grabungen in Kinzig und Regensburg zwei verschiedene Versionen gefunden, die sich in ihrer Bauart unterscheiden. Die erste Version deckt die Stirn, die Augen und die Wangen des Pferdes ab. Die zweite Version bedeckt nur die Stirn und den Seitenbereich oberhalb der Augen. Die Augen und die Wangen sind ungeschützt.
Mehrere dieser Rossstirnen wurden in Deutschland bei Grabungen gefunden. So im ehemaligen römischen Kastell Künzing<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Der Wert des Parameters archive-today muss ein Datum der Form YYYYMMDD oder Zeitstempel der Form YYYY.MM.DD-hhmmss bzw. YYYYMMDDhhmmss sein.</ref>, dem römischen Quintana sowie als Teil von Hortfunden aus den Kastellen Straubing (Sorviodurum)<ref>Website der Uni-Regensburg, online einsehbar, (de., eingesehen am 19. September 2011)</ref> und Eining.
Einzelnachweise
<references />
Literatur
- Britta Rabold, Egon Schallmayer, Andreas Thiel: Der Limes. Die Deutsche Limes-Strasse vom Rhein bis zur Donau. Theiss, Stuttgart 2000, ISBN 3-8062-1461-1.
Weblinks
- [1], [2], [3], Verschiedene römische Rossstirne aus den Funden von Kinzig und Regensburg
- Beschreibung der Funde bei Cohliraet.de