Rasen-Vergissmeinnicht
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| Rasen-Vergissmeinnicht | ||||||||||||
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| Datei:Myosotis laxa.jpeg
Rasen-Vergissmeinnicht (Myosotis laxa) | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Myosotis laxa | ||||||||||||
| Lehm. |
Das Rasen-Vergissmeinnicht (Myosotis laxa), auch Schlaffes Vergissmeinnicht genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung Vergissmeinnicht (Myosotis) innerhalb der Familie der Raublattgewächse (Boraginaceae).
Beschreibung
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Vegetative Merkmale
Das Rasen-Vergissmeinnicht ist 20 bis 50 cm groß und bildet keine Ausläufer aus. Vom ähnlichen Myosotis scorpioides unterscheidet es sich durch den runden Stängel. Dieser ist zudem anliegend behaart mit rückwärts gerichteten Haaren.<ref name="Schmeil-Fitschen2024" />
Generative Merkmale
Die Blütezeit reicht von Mai bis August. Die Wickel sind meist zu ein oder drei am Grund beblättert.
Die himmelblauen Blütenkronen besitzen einen Durchmesser 3 bis 6 Millimetern. Die 0,6 bis 0,9 Millimeter langen Staubblätter sind alle fertil. Die Blätter sind meist lanzettlich bis leicht oval-eiförmig. Sowohl Blätter als auch Stängel sind mit kurzen, rauen Härchen versehen. Der Stängel spaltet sich meist in zwei Ästchen auf, wobei auf diesen dann die Blüten seitlich, wechselständig mit langen Stielen wachsen. Endständig dieser Ästchen entsteht meist auch eine Art Krone mit mehreren Blüten. Die langstieligen Blüten können auch aus der Blattachsel herauswachsen, wobei sie sich dann am Stängel befinden.
Die braunen, glänzenden Samen sind bei einer durchschnittlichen Länge von 1 Millimeter eiförmig-rundlich.
Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 22, 44 oder 88.<ref name="Oberdorfer2001" />
Vorkommen
Das Rasen-Vergißmeinnicht ist in Eurasien, Nordamerika und Nordafrika verbreitet. In Südamerika, Australien, Neuseeland und Korea ist es ein Neophyt.
Das Rasen-Vergissmeinnicht besiedelt in Mitteleuropa wechselfeuchte bis nasse Ufer von Gewässern. Diese kalkscheue Art kann auch einen leichten Salzgehalt im Boden tolerieren. Es kommt in Mitteleuropa auch in Röhrichtgesellschaften, auf Feuchtwiesen und in Bruchwäldern vor. Während diese circumpolar verbreitete Art in Norddeutschland häufiger vorkommt, ist sie im Süden Deutschlands seltener. Sie ist in Mitteleuropa eine Charakterart des Phalaridetum arundinaceae aus dem Magnacaricion-Verband, kommt aber auch in anderen Pflanzengesellschaften der Ordnung Phragmitetalia vor.<ref name="Oberdorfer2001" />
Systematik
Die Erstbeschreibung von Myosotis laxa erfolgte 1818 durch Johann Georg Christian Lehmann in Plantae e Familiae Asperifoliarum Nuciferae, Band 1, Seite 83.
Je nach Autor gibt es wenige Unterarten:<ref name="Euro+Med" />
- Myosotis laxa subsp. baltica <templatestyles src="Person/styles.css" />(Lindm.) Nordh.: Sie kommt in Norwegen, Schweden, Finnland, Lettland, Estland, Litauen und Russland (Oblast Kaliningrad) vor.<ref name="Euro+Med" />
- Myosotis laxa subsp. cespitosa <templatestyles src="Person/styles.css" />(Schultz) Nordh. (Syn.: Myosotis cespitosa <templatestyles src="Person/styles.css" />Schultz): Sie kommt in Eurasien, Marokko, Algerien, Tunesien und im Jemen vor.<ref name="Euro+Med" /> Die ökologischen Zeigerwerte nach Landolt et al. 2010 sind in der Schweiz für diese Unterart: Feuchtezahl F = 4+w+ (nass aber stark wechselnd), Lichtzahl L = 4 (hell), Reaktionszahl R = 2 (sauer), Temperaturzahl T = 4+ (warm-kollin), Nährstoffzahl N = 3 (mäßig nährstoffarm bis mäßig nährstoffreich), Kontinentalitätszahl K = 3 (subozeanisch bis subkontinental), Salztoleranz = 1 (tolerant).<ref name="InfoFlora" />
- Myosotis laxa <templatestyles src="Person/styles.css" />Lehm. subsp. laxa: Sie kommt ursprünglich in Norwegen und Schweden<ref name="Euro+Med" /> und in Nordamerika vor.
Literatur
- Franz Fukarek, Heinz Henker: Flora von Mecklenburg-Vorpommern. Farn- und Blütenpflanzen. Weissdorn, Jena 2006, ISBN 3-936055-07-6.
Einzelnachweise
<references> <ref name="InfoFlora"> Myosotis cespitosa Schultz In: Info Flora, dem nationalen Daten- und Informationszentrum der Schweizer Flora. Abgerufen am Vorlage:FormatDateSimple. </ref> <ref name="Oberdorfer2001"> </ref> <ref name="Euro+Med"> Benito Valdés, 2011+: Boraginaceae.: Datenblatt Myosotis laxa bei Euro+Med Plantbase - the information resource for Euro-Mediterranean plant diversity. Zuletzt eingesehen am 23. Januar 2023 </ref> <ref name="Schmeil-Fitschen2024"> Jens G. Rohwer: Boraginaceae. In: Schmeil-Fitschen: Die Flora Deutschlands und angrenzender Länder. 98. Auflage. Verlag Quelle & Meyer, Wiebelsheim 2024, ISBN 978-3-494-01943-7. S. 646. </ref> </references>