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Teilzahlungsgeschäft

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
(Weitergeleitet von Ratenzahlung)

Vorlage:Hinweisbaustein{{#ifeq: 0| 0 | }} Vorlage:Hinweisbaustein Teilzahlungsgeschäft (auch Ratenkauf oder Finanzkauf) ist im Warenhandel eine Vereinbarung zwischen Unternehmer und Verbraucher, die Bezahlung des fälligen Kaufpreises ausnahmsweise nicht sofort in einer Summe, sondern durch Teilzahlung in mindestens zwei Zahlungsraten zu erbringen. Das Gesetz spricht nicht von Raten, sondern von Teilzahlungen. Hierbei handelt es sich um die in kleinere Teilbeträge aufgeteilte Gesamtsumme des Kaufpreises.

Allgemeines

Im Schuldrecht ist der Schuldner allgemein nicht berechtigt, Teilzahlungen zu leisten; der Gläubiger kann sie zurückweisen ({{#switch: juris

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Teilzahlungen sind insbesondere bei Kaufverträgen des täglichen Lebens eine Durchbrechung des Zug-um-Zug-Prinzips, das von beiden Vertragspartnern die jeweils obliegende vollständige Leistung zum selben Zeitpunkt verlangt ({{#switch: juris

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Geschichte

Paris - Grands Magasins Dufayel (1904)

Der Ratenkredit hat nach Werner Sombart<ref>Werner Sombart: Der moderne Kapitalismus, Band I, 1928</ref> seinen Ursprung um 1750 in London („installment credits“). Im Jahre 1807 führte das damals älteste Möbelhaus der USA, Cowperthwait & Sons, den Ratenkredit mittels Zahlungsplan in New York ein.<ref>Edwin Robert Anderson Seligman: Installment selling, 1927, Vol. I., S. 14.</ref> Die „Singer Sewing Machine Company“ begann um 1850 nach dem Teilzahlungssystem Nähmaschinen zu verkaufen.<ref>Karl Muhs/George Max Jahn: Festgabe für Georg Jahn zur Vollendung seines 70. Lebensjahres. 1955, S. 159.</ref> Der deutsche Einzelhandel folgte 1849 im Teilzahlungsgeschäft mit dem Hamburger „Warenkredithaus“ Alex Friedländer, der gegen Wochen- oder Monatsraten Textilien und später auch Möbel und andere Einrichtungsgegenstände verkaufte.<ref>Waldemar Koch: Das Abzahlungsgeschäft in Handel und Industrie und seine Finanzierung. 1931, S. 10.</ref> Danach entwickelte sich das Teilzahlungssystem planmäßig in Frankreich weiter, wo 1856 das Pariser Kaufhaus Grands Magasins Dufayel den Ratenkredit anbot.<ref>Josef Löffelholz: Repetitorium der Betriebswirtschaftslehre. 1971, S. 576.</ref> Es soll seinen Käufern Kundenkonten eröffnet und in gleicher Höhe Kaufbons („bons d’achat“) ausgegeben haben.<ref>Heinrich Wickum: Das Anweisungsgeschäft der Teilzahlungsbanken, 1960, S. 27.</ref> Im Januar 1917 erhielt der „Commercial Investment Trust“ ein Patent für einen „Auto-Finanzierungs-Plan für den Großhandel“ und begann mit der Autofinanzierung zunächst von Rennwagen.

Rechtsgrundlagen

Während mithin im Kaufvertragsrecht Teilzahlungen nicht zulässig sind, sieht das Darlehensrecht ausdrücklich die Möglichkeit von Teilzahlungen vor.

Inhalt

Grundlage der Teilzahlungsmöglichkeit ist der Verbrauchsgüterkauf des {{#switch: juris

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Geltung

Nach § 506 Abs. 1 BGB gelten für Teilzahlungsgeschäfte die Vorschriften für Verbraucherkredite. Werden die Kosten nach {{#switch: juris

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Ausschließlich für Teilzahlungsgeschäfte gelten die Sondervorschriften der §{{#switch: juris

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Zahlungsverzug

Unpünktliche, ganz oder teilweise ausbleibende Ratenzahlungen führen zum Schuldnerverzug. Dieser tritt nach {{#switch: juris

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}}{{#if: 505||[Paragraf fehlt]}}{{#if: bgb||[Gesetz fehlt]}} Abs. 3 BGB), wenn ein Zahlungsverzug des Verbrauchers nach § 498 BGB vorliegt.<ref>Bettina Heiderhoff/Frank Skamel: Zwangsvollstreckungsrecht. 2013, S. 78.</ref> Von einem Zahlungsverzug nach § 498 BGB ist auszugehen, wenn der Kreditnehmer mit mindestens zwei aufeinanderfolgenden Raten von mindestens 10 % der Darlehenssumme (bei Teilzahlungsgeschäften bis zu 3 Jahren Laufzeit) oder mindestens 5 % (über 3 Jahre Laufzeit) in Verzug ist.

Erstattungspflicht des Gläubigers im Fall der Insolvenz (Insolvenzanfechtung)

Treffen Gläubiger und Schuldner eine Ratenzahlungsvereinbarung, weil der Schuldner den vollständigen Betrag bei Fälligkeit nicht zahlen kann, besteht im unternehmerischen Geschäftsverkehr für den Gläubiger das Risiko, dass er im Fall der späteren Insolvenz des Schuldners die erhaltenen Raten an den Insolvenzverwalter erstatten muss.<ref>BGH, Urteil vom 24. März 2016 – IX ZR 242/13; <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />{{#if:20160510011543

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       }}
  }}</ref> Grundlage sind die Bestimmungen der sog. Insolvenzanfechtung, insbesondere § 133 InsO. Derartige Anfechtungen sind immer wieder Gegenstand zahlreicher Gerichtsentscheidungen.

Übergabe

Im Kaufvertrag kann vereinbart werden, dass die Übergabe und Übereignung des Kaufgegenstandes entweder sofort erfolgt oder im Rahmen eines Eigentumsvorbehalts die Übergabe zwar sofort, die Übereignung jedoch erst nach Zahlung der letzten Rate erfolgt ({{#switch: juris

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Teilzahlung bei Käufen im Internet

Seit dem Beginn der COVID-19-Pandemie verzeichnet der Onlinehandel hohe Umsatzzuwächse und auch Kunden, die vor der Pandemie nicht oder weniger im Internet kauften. Seit Pandemiebeginn kaufen mehr Kunden auf Raten und bemerken nicht (oder verdrängen), dass sie über ihre Verhältnisse leben. Großen BNPL-Anbietern wie Klarna, AfterPay (aus Australien) und Affirm (aus den USA) wird vorgeworfen, dass sie die Bezahlmethode 'Ratenkauf' geschickt und bedienerfreundlich in die Websites von Onlinehändlern einbinden - den Käufern solle nicht bewusst werde, dass sie beim Kaufvorgang auf Raten bezahlen und damit letztlich einen Kreditvertrag eingehen, der auch via Schufa-Auskunft ihre Kreditwürdigkeit beeinflussen kann. Dies beschäftigt in einigen Ländern schon die Finanzaufsicht.<ref>FAZ.net / Thomas Klemm 7. September 2021: Die gefährliche Einladung zum Kaufrausch</ref><ref>siehe auch FAZ.net / Thomas Klemm 7. September 2021: In der Falle (Schulden durch Onlineshopping - Kommentar)</ref>

Finanzkauf

Um das Handelsgeschäft vom Finanzierungsteil zu trennen, ist oft eine zum Warenkonzern gehörige Spezialbank, wie etwa eine Teilzahlungsbank, Autobank oder Konzernbank in das Finanzgeschäft involviert. Durch Einbeziehung dieser Institute wird deutlich, dass Teilzahlungsvereinbarungen bankrechtlich ein Kreditgeschäft darstellen. Diese Vereinbarungen enthalten die Höhe und Anzahl der vereinbarten Zahlungsraten sowie ihre jeweilige Fälligkeit. Da Banken den Bestimmungen des Kreditwesengesetzes (KWG) unterliegen, müssen sie die Kreditwürdigkeit und Kreditfähigkeit der Verbraucher nach {{#switch: juris

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International

Teilzahlungsgeschäfte dieser Art gelten in allen EU-Mitgliedstaaten, da die zitierten BGB-Vorschriften auf mehreren EU-Richtlinien wie 1999/44/EG vom 25. Mai 1999<ref>EU-Richtlinie 1999/44/EG vom 25. Mai 1999, ABl. L 172.</ref> oder 2011/83/EU<ref>EU-Richtlinie 2011/83/EU vom 25. Oktober 2011, ABl. L 304.</ref> beruhen.<ref>Die Richtlinie 1999/44/EG wird ab dem 1. Januar 2022 durch die Richtlinie (EU) 2019/771 (Warenkauf) aufgehoben.</ref>

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Hinweisbaustein

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}} }}{{#ifeq:||{{#if: | [[Kategorie:Wikipedia:GND fehlt {{#invoke:Str|left|{{{GNDCheck}}}|7}}]] }}{{#if: | {{#if: | | }} }} }}{{#if: | {{#ifeq: 0 | 2 | | }} }}{{#if: | {{#ifeq: 0 | 2 | | }} }}{{#ifeq: s | p | {{#if: 4141211-4 | | {{#if: {{#statements:P227}} | | }} }} }}{{#ifeq: s | p | {{#if: 4141211-4 | {{#if: {{#invoke:Wikidata|pageId}} | {{#if: {{#statements:P227}} | | }} }} }} }}{{#ifeq: s | p | {{#if: | | {{#if: {{#statements:P244}} | | }} }} }}{{#ifeq: s | p | {{#if: | {{#if: {{#invoke:Wikidata|pageId}} | {{#if: {{#statements:P244}} | | }} }} }} }}{{#ifeq: s | p | {{#if: | | {{#if: {{#statements:P214}} | | }} }} }}{{#ifeq: s | p | {{#if: | {{#if: {{#invoke:Wikidata|pageId}} | {{#if: {{#statements:P214}} | | }} }} }} }}Vorlage:Wikidata-Registrierung