Rechnungswesen
<imagemap> Datei:Grundbegriffe Rechnungswesen.png|thumb|upright=2.4|Abgrenzung der Grundbegriffe des betriebswirtschaftlichen Rechnungswesens hinsichtlich des Gesamtvermögens, des betriebsnotwendigen Vermögens, des Geldvermögens und der Kasse.<ref name="peters175">{{#invoke:Vorlage:Literatur|f}}</ref> rect 18 50 165 75 Aufwand rect 585 50 740 75 Ertrag rect 65 85 216 108 Kosten rect 585 85 675 107 Leistung rect 675 85 740 107 Erlös rect 114 118 265 142 Ausgabe rect 585 120 740 144 Einnahme rect 160 153 311 178 Auszahlung rect 585 152 740 180 Einzahlung poly 10 200 10 50 765 50 765 80 55 80 55 200 Gesamtvermögen poly 105 200 55 200 55 82 756 82 756 120 105 120 betriebsnotwendiges Vermögen poly 150 190 105 190 105 118 750 120 750 155 150 155 Geldvermögen poly 150 184 150 155 745 155 745 184 Kasse default Rechnungswesen desc unten links </imagemap>
Das Rechnungswesen (RW oder auch REWE) oder (seltener) Unternehmensrechnung ist ein Teilgebiet der Betriebswirtschaftslehre und dient der systematischen Erfassung, Überwachung und informatorischen Verdichtung der durch den betrieblichen Leistungsprozess entstehenden Geld- und Leistungsströme.
Zum einen werden Geld- und Güterströme in einem Unternehmen dokumentiert, um gegenüber Außenstehenden Rechenschaft ablegen zu können (externes Rechnungswesen), zum Beispiel gegenüber dem Finanzamt, den Banken oder auch Kostenträgern im Gesundheitswesen. Zum anderen soll das Rechnungswesen dem Unternehmer aber auch die Daten liefern, die zur Steuerung und Planung des Unternehmens notwendig sind (internes Rechnungswesen). In der Schul- und Berufsausbildung mehrerer deutscher Bundesländer wird Rechnungswesen im Fach Kaufmännische Steuerung und Kontrolle (KSK) gelehrt.
Bereiche des Rechnungswesens
Das Rechnungswesen untergliedert sich in folgende vier Teilbereiche:
Externes Rechnungswesen
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Das externe Rechnungswesen (Rechnungslegung) bildet die finanzielle Situation des Unternehmens nach außen ab. Es stellt die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens im Jahresabschluss (Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung), der Kapitalflussrechnung und weiteren Instrumenten, die nicht notwendigerweise zahlenorientiert sind, wie dem Anhang und dem Lagebericht dar. Rechtliche Grundlage ist in Deutschland das Handelsgesetzbuch (HGB) und in Österreich das Unternehmensgesetzbuch (UGB)
Die Buchführung ist der Teil des Rechnungswesens, der die im Unternehmen anfallenden Geschäftsvorfälle (z. B. der Einkauf von Waren und der Verkauf von Produkten) aufzeichnet.
Internes Rechnungswesen
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Das interne Rechnungswesen, auch als Controlling bezeichnet, beschäftigt sich mit der Planung, Kontrolle und Koordination bewerteter Unternehmensprozesse im Hinblick auf die Maximierung des Unternehmenserfolgs. Die so ermittelten Informationen sollen der objektiven Fundierung von Entscheidungen des Managements dienen. Dazu werden die Quellen des Erfolgs eines Unternehmens, insbesondere mit Hilfe der Kosten- und Leistungsrechnung und der Investitionsrechnung, analysiert und zu einem Controllingkonzept ausgebaut.
Das interne Rechnungswesen ist prinzipiell nicht an die handels- und steuerrechtlichen Auflagen und Publizitätspflichten des externen Rechnungswesens gebunden, deshalb kann es auch mit abweichenden und zusätzlichen Bewertungsansätzen arbeiten. Neben unterschiedlichen Bewertungsansätzen für Faktorpreise sind abweichende Kosten unter dem Begriff kalkulatorische Kosten einzuordnen. Kalkulatorische Kosten können Zins (inkl. Risiko), Unternehmerlohn, Abschreibung, Miete etc. sein. Ferner ist die Betrachtung im Gegensatz zum externen Rechnungswesen überwiegend zukunftsorientiert, d. h., sie operiert mit Standard- und Planwerten. In der Regel werden auch die Komponenten des Gesamterfolgs auf Ebene der einzelnen Produkte und Dienstleistungen ermittelt und analysiert.
- Betriebsabrechnung (kalkulatorische Buchführung)
- Kostenartenrechnung
- Kostenstellenrechnung
- Kostenträgerrechnung
- kurzfristige Erfolgsrechnung (Betriebsergebnisrechnung)
- Selbstkostenrechnung (Kostenträgerstückrechnung)
Betriebswirtschaftliche Statistik und Vergleichsrechnung
- Betriebswirtschaftliche Statistik
- Einzelbetrieblicher Vergleich
- Soll-Ist-Vergleich
- Verfahrensvergleich
- Zeitvergleich
- Zwischenbetrieblicher Vergleich (siehe Benchmark)
Planungsrechnung
Die Planungsrechnung beschäftigt sich mit unternehmens- und betriebsbezogener Vorschaurechnung unter Anwendung betriebswirtschaftlicher Methoden. Sie dient der Entscheidungsvorbereitung für diverse Bereiche und Strategien der Unternehmen.
Rechtliche Grundlagen des Externen Rechnungswesens
Deutschland
Wichtigste rechtliche Grundlagen zum Rechnungswesen in Deutschland ist für den handelsrechtlichen Einzel- und Konzernabschluss das Handelsgesetzbuch ({{#switch:juris
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Für Zwecke der Steuerbemessung haben Gewerbetreibende, die entweder Kaufmann im Sinne des HGB sind oder bestimmte Größenkriterien erfüllen (nach {{#switch: juris
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Schweiz
In der Schweiz hat die Rechnungslegung mindestens nach Obligationenrecht (OR) zu erfolgen. Um eine größere Transparenz für die Anleger zu erhalten, wurden die Fachempfehlungen zur Rechnungslegung (FER oder Swiss GAAP FER, nicht zu verwechseln mit IFRS) als Mindeststandard eingeführt, nach dem Unternehmen ihre Bilanzen und Erfolgsrechnungen aufbauen und gliedern. Speziell in der Schweiz ist auch die Problematik der stillen Reserven zu beachten.
Siehe auch
- Buchhaltung
- Carbon Accounting
- Zur Geschichte des Rechnungswesens, vgl. auch Geschichte der Buchführung
- Erfolgsrechnung
- Wirtschaftsprüfer
- Finanzbuchhaltung
Literatur
Allgemein:
- Guido Eilenberger u. a.: Betriebliches Rechnungswesen: Einführung in Grundlagen, Jahresabschluss, Kosten- und Leistungsrechnung, Konzernrechnungslegung. 8., erw. und aktualis. Auflage. De Gruyter Oldenbourg, München 2014, ISBN 978-3-486-74908-3.
- Wolfgang Eisele, Alois Paul Knobloch: Technik des betrieblichen Rechnungswesens: Buchführung und Bilanzierung, Kosten- und Leistungsrechnung, Sonderbilanzen. (= Vahlens Handbücher der Wirtschafts- und Sozialwissenschaften). 9., vollst. überarb. und erw. Auflage. Verlag F. Vahlen, München 2019, ISBN 978-3-8006-5635-6.
- Volker Schultz: Basiswissen Rechnungswesen: Buchführung, Bilanzierung, Kostenrechnung, Controlling. (= Beck-Wirtschaftsberater im dtv. Band 50957). 8. Auflage, C. H. Beck, München 2017, ISBN 978-3-423-50957-2.
- Jürgen Weber, Barbara E. Weißenberger: Einführung in das Rechnungswesen: Bilanzierung und Kostenrechnung. 10., aktualis. Auflage. Schäffer-Poeschel, Stuttgart 2021, ISBN 978-3-7910-4782-9.
- Harald Wedell, Achim A. Dilling: Grundlagen des Rechnungswesens. Lehrbuch und Online-Training mit über 50 Aufgaben (...). 16., überarbeitete Auflage. NWB Verlag, Herne 2018, ISBN 978-3-482-54786-7.
Industrielles Rechnungswesen (beinhaltet externes und internes betriebliches Rechnungswesen, jedoch speziell auf Industriekontenrahmen):
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Externes Rechnungswesen:
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- Michael Griga, Raymund Krauleidis: Bilanzen erstellen und lesen für Dummies. 2. Auflage. Wiley-VCH, 2010, ISBN 978-3-527-70598-6.
- Gerhard Scherrer: Rechnungslegung nach neuem HGB. 3. Auflage. Vahlen 2010, ISBN 978-3-8006-3787-4.
Internes Rechnungswesen:
- Liane Buchholz, Ralf Gerhards: Internes Rechnungswesen: Kosten- und Leistungsrechnung, Betriebsstatistik und Planungsrechnung. 3., aktualis. und erg. Auflage. Springer Gabler, Wiesbaden 2016, ISBN 978-3-662-48404-3.
- Ralf Ewert, Alfred Wagenhofer: Interne Unternehmensrechnung. 8. Auflage. Springer Gabler, Wiesbaden 2014, ISBN 978-3-642-35960-6.
Weblinks
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- Skripten und Lehrmaterial
- Geschichte der doppelten Buchhaltung von Reto Sutter (PDF; 931 kB)
- Schweiz
Einzelnachweise
<references />
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