Zum Inhalt springen

Reinprecht V. von Graben

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Reinprecht V. von Graben zu Kornberg, auch Grabner sowie vom Graben (* auf Schloss Kornberg, genannt zwischen 1456 und 1493<ref>Das publizierte Sterbedatum 19. 10. 1479 erscheint aufgrund eines Mitwirken als kaiserlicher Heerführer im Jahre 1493, und in Ermanglung eines weiteren, sprich später lebenden, Reinprecht von Graben nicht glaubwürdig</ref>) war ein österreichischer Edelmann aus der steirischen Linie der Herren von Graben auf Schloss Kornberg. Er war ein habsburgischer Kämmerer, Verwalter und Heerführer. Als Pfleger (Erz)Herzogs Siegmund von Österreich-Tirol trat er auch im niederösterreichischen Strudengau sowie auf Ehrenberg in Tirol in Erscheinung.<ref>Google Buchsuche: Die Protokoll- und Urteilsbücher des Königlichen Kammergerichts aus den Jahren 1465 bis 1480, Band 2, S. 1436. Von Friedrich Battenberg und Christine Magin</ref>

Biografie

Datei:Von Graben, Wappen der Kornberger Linie.jpg
Wappen der steirischen Von Graben auf Kornberg, Johann Siebmachersche Wappentafel

Reinprecht von Graben kommt aufgrund seiner Bezeichnung Von Graben zu Kornberg,<ref>Google Buchsuche: Die Protokoll- und Urteilsbücher des Königlichen Kammergerichts aus den Jahren 1465 bis 1480, Band 2, S. 1436. Von Friedrich Battenberg und Christine Magin</ref> sowie der Nennung als ein Bruder von Wolfgang von Graben († vor 1468) auch zeitlich gesehen als ein Sohn des Burggrafen Friedrich II. von Graben und der Elisabeth Steinwald von Fladnitz in Frage. Er war zwei Mal verheiratet; zuerst mit Barbara Nothaft zu Wernberg, und hernach mit Margarete/Barbara von Wolfstein.

Reinprecht von Graben trat in die Dienste von Herzog Siegmund von Österreich ein, als dessen Pfleger (auch Burggraf) im Strudengau er 1456 genannt wird. 1458 wurde er auch als Kämmerer von Erzherzog Albrecht VI. von Österreich genannt.<ref>Quellen zur Geschichte der Stadt Wien: Abth., 1-6. Bd. Regesten aus in- und ausländischen Archiven mit Ausnahme des Archivs der Stadt Wien, S. 6; von Anton Mayer; Verlag und Eigenthum des Alterthums-Vereines zu Wien, 1914</ref> Herzog Siegmund forderte Von Graben im Jahre 1464 im Zuge der habsburgischen Erbstreitigkeiten auf, die Veste Struden an Kaiser Friedrich III. abzutreten.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Skriptfehler: Ein solches Modul „WLink“ ist nicht vorhanden. (Memento des Vorlage:Referrer vom 25. August 2011 im Internet Archive)Vorlage:Webarchiv/archiv-botSkriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.Vorlage:Webarchiv/Wartung/URLSkriptfehler: Ein solches Modul „TemplUtl“ ist nicht vorhanden.</ref><ref>Google Buchsuche: Sigmund der Münzreiche. S. 242</ref> Als nun kaiserlicher Pfleger im Strudengau wurde Reinprecht im Jahre 1471 zur Einziehung einer kaiserlichen Heiratssteuer an Polen bestimmt.<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden.</ref> 1460 fand ein Vergleich zwischen Von Graben und Herzog Siegmund aufgrund einer nicht bezahlten Schuld seitens Erzherzog Albrecht statt.<ref>Kaiser Friedrich III. und sein Sohn Maximilian: 7, S. CCCX</ref>

Datei:Kaiser Friedrich III. befiehlt Reinprecht (V.) von Graben, Pfleger zu Werfenstein, den Propst und Konvent von Waldhausen ihren Leuten an der Holzarbeit auf der Donau nicht zu stören (1470).jpg
Kaiser Friedrich III. befiehlt Reinprecht (V.) von Graben, Pfleger zu Werfenstein, im Jahre 1470 den Propst und Konvent des Stiftes Waldhausen ihren Leuten und Holden an der Holzarbeit "Fluderwerch" auf der Donau nicht zu ihrren, die sie nach ihrer Freiheit arbeiten dürfen, ihnen aber zu Gunsten der Leute und Holden von Werfnstein von König Albrecht II. aufgehoben war.

Zwischen den Jahren 1461 und 1473 scheint Reinprecht von Graben als Herzog Siegmunds Pfleger von Ehrenberg (altertümlich: Erenberg, Ernberg) und danebst auch für Aschau in Tirol verantwortlich.<ref>Justinian P. Ladurner: Veste und Herrschaft Ernberg. In: Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum (Hrsg.): Zeitschrift des Ferdinandeums für Tirol und Vorarlberg. Folge 3, Heft 15, Innsbruck 1870, S. 60, 75, 76, 99, 104 sowie 105 (Reinprecht bzw. „Reimprecht von Graben“, Vorlage:ZOBODAT).</ref> Im Jahre 1475 kaufte Reinprechts Schwager Heinrich der Jüngere Rindscheid aus dessen Besitz die Burg Werfenstein im Struden.<ref>Google Buchsuche: Geschichte des Hauses Habsburg, Band 7, S. 439. Von Eduard Maria Lichnowsky</ref> Da dieser Kauf unrechtmäßig war, musste Rindscheid im Jahre 1479 Kaiser Friedrich Urfehde schwören.<ref>Google Buchsuche: Kaiser Friedrich III. (1440-1493): Hof, Regierung und Politik. S. 192</ref>

Reinprecht von Graben war als Militär 1474/75 im Krieg gegen Karl dem Kühnen von Burgund Führer des Nürnberger Kontingents.<ref>Die Protokoll- und Urteilsbücher des Königlichen Kammergerichts aus den Jahren 1465 bis 1480, Band 2, S. 1603; herausgegeben von Friedrich Battenberg, Bernhard Diestelkamp, Christine Magin</ref> 1493 scheint er noch bei der Schlacht auf dem Krbava-Feld als einer der kaiserlichen Armeeführer aus Innerösterreich im Krieg gegen die Osmanen auf.<ref>Google Buchsuche: Urkunden zur Geschichte des Schwäbischen Bundes (1488-1533), S. 159. Herausgegeben von Karl Klüpfel</ref>

Information

Die Daten zu diesem Artikel wurden aus der Von Graben Forschung von Matthias Laurenz Gräff übernommen.<ref>Von Graben Forschung</ref>

Weblinks

Commons: Reinprecht V von Graben – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Vorlage:Wikidata-Registrierung

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Wikidata-Registrierung