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Reliquienschrein

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Datei:Castorschrein Karden - Madonna (2024-05-08 Sp).JPG
Castorschrein in Karden

Der Ausdruck Reliquienschrein bezeichnet einen Schrein, in dem die Reliquien eines oder mehrerer Heiliger aufbewahrt werden. Die erhaltenen Exemplare sind meist kostbar und aufwendig mit Gold und Edelsteinen verziert und werden in Kirchen gezeigt.

Reliquienbehältnisse kennt man in vielen Religionen: Christentum, Buddhismus (z. B. Bimaranreliquiar, Kanischka-Reliquiar). Die von der Kunstgeschichte so genannten Reliquienschreine sind jedoch eine nur im Christentum bekannte Gattung.

Deutschland

Entstehung von Reliquienschreinen

Die Verehrung von Reliquien christlicher Heiligen lässt sich bis in die Frühzeit des Christentums zurückverfolgen, wobei in frühchristlicher Zeit die Gebeine in Katakomben oder Gräberfeldern beigesetzt wurden, um die sich ein Gedächtniskult entwickelte.<ref name=":0">{{#invoke:Vorlage:Literatur|f}}</ref> Da gegen Ende der Christenverfolgung kaum neue Märtyrer entstehen konnten, wurden Gebeine der Heiligen aus den Katakomben in die neu gebauten Kirchen übernommen, damit diese den liturgischen Voraussetzungen für die Feier von Gottesdiensten gerecht werden konnten.<ref name=":0" /> Durch die Christianisierung von Europa konnte der Bedarf an Reliquien nicht mehr ausreichend gedeckt werden, was zur Zerteilung der Heiligenleiber führte.<ref name=":0" />

Im 9. und 10. Jahrhundert entwickelte sich der Ritus, Gebeine von Heiligen für kurze Zeit in ihren Behältnissen bei Prozessionen mitzuführen und auf Altären auszustellen.<ref name=":0" /> Im 11. Jahrhundert wurde damit begonnen, die Reliquien in Schreinen unterzubringen und zu präsentieren; diese Gehäuse wurden aufwendig und kostbar gestaltet und erhielten in den Kirchen einen erhöhten Platz auf dem Altar oder dahinter.<ref name=":0" />

Die Blütezeit der Reliquienschreine lässt sich in die staufische Zeit zurückverfolgen, in der der Reichsgedanke stark vom christlichen Glauben geprägt war.<ref name=":1">{{#invoke:Vorlage:Literatur|f}}</ref> Viele der verwendeten edlen Steine auf den Schreinen kamen aus den Besitztümern von Kirchen, Fürsten, Rittern und Bürgern.<ref name=":1" /> Mitunter fielen Reliquienschreine Diebstählen zum Opfer, weshalb der ursprünglich angebrachte Schmuck häufig fehlt.<ref>{{#invoke:Vorlage:Literatur|f}}</ref>

Verbreitung

Geographisch beschränken sich die deutschen Reliquienschreine fast ausschließlich auf das Maas- und Rheinland und das alte Lotharingien.<ref name=":1" /> Der schematische Aufbau und die stilistischen Darstellungsweisen unterscheiden sich je nach Herstellungszeit und Herstellungsraum.<ref name=":1" /> Die oftmals architektonische Gestaltung der Reliquienschreine weist Parallelen zu Kirchenbauten auf.<ref name=":0" /> Anhand des Aufbaus von einer Vielzahl der erhaltenen Reliquienschreine ist anzunehmen, dass mehrere Meister an einem Schrein arbeiteten.<ref name=":2">{{#invoke:Vorlage:Literatur|f}}</ref> Teilweise wurden die Schreine im Verlauf ihrer Nutzungszeit in ihrer Gestaltung verändert oder durch neue Beschläge ergänzt.<ref name=":2" />

Verehrung der Schreine

Reliquienschreine waren in den Gottesdiensten und im religiösen Leben ihrer Zeit fest verankert.<ref name=":1" /> Die äußerliche Gestaltung der Reliquienschreine sollte die Bedeutsamkeit des Inhalts sichtbar machen. Das verwendete Gold galt als Verweis auf die Versionen der geheimen Offenbarung Johannes und „stellt die Schönheit, Reinheit und Würde des Himmels dar“.<ref name=":1" />

Die Nähe zu den Reliquien war für ihre Verehrung von großer Bedeutung. Deshalb wurden die Schreine in den Kirchen in erhöhter Position aufgestellt, sodass Gläubige in Prozessionen darunter durchschreiten und ihre Hand an die Unterseite anlegen konnten.<ref name=":1" /> Die Tradition des Unterschreitens schließt an die Apostelgeschichte (5,15) an, in der vom Schatten Perti die Heilung von Kranken erhofft wurde.<ref name=":0" />


Bekannte Reliquienschreine in Deutschland sind

Weitere Reliquienschreine im Ausland

Datei:Sigismund-Schrein in Saint-Maurice (Foto Sp).jpg
Sigismundschrein in Saint-Maurice

Literatur

  • Alexandra Carmen Becker: Der mittelalterliche Reliquienschrein in Architekturform. Kontext – Entstehung – Ikonographie. VDM, Saarbrücken 2008, ISBN 3-8364-5625-7.

Weblinks

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Einzelnachweise

<references />

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