René Zeller
René Zeller (* 26. Juli 1962 in Brüssel;<ref name="nachruf_nzz">Luzi Bernet: Ein Charakterkopf. Nachruf in: NZZ vom 23. Mai 2018.</ref> † 17. Mai 2018)<ref>Todesanzeige der Familie.</ref> war ein Schweizer Journalist und Historiker.
Leben und Karriere
Zeller studierte Geschichte, Staatsrecht und Publizistikwissenschaft an der Universität Zürich, an der er 1989 bei Walter Schaufelberger mit der Dissertation Ruhe und Ordnung in der Schweiz. Die Organisation des militärischen Ordnungsdienstes von 1848 bis 1939 zum Dr. phil. promoviert wurde.<ref>Ruhe und Ordnung in der Schweiz. Diss. phil. hist., Zürich 1990.</ref>
1988 trat er in die Redaktion der Neuen Zürcher Zeitung (NZZ) ein. Er arbeitete für das Ressort Zürich, ab 1994 für das Ressort Inland und wurde 1999 Leiter der Bundeshausredaktion. Nach der Lancierung der NZZ am Sonntag wechselte Zeller als Inlandchef zur neuen Redaktion. Danach arbeitete er als Leiter der Bundeshausredaktion für das Schweizer Fernsehen, und nach einer Zwischenetappe in Public Relations bei der Farner Consulting AG wandte er sich wieder dem Journalismus zu. 2008 wurde er Nachrichtenchef, 2009 Leiter des Inlandressorts und Anfang 2010 zudem stellvertretender Chefredaktor der NZZ. Von Januar bis zum Antritt von Eric Gujer als Chefredaktor im März 2015 leitete er nach dem Rücktritt von Chefredaktor Markus Spillmann interimistisch mit Luzi Bernet und Colette Gradwohl die Chefredaktion der NZZ.<ref>NZZ-Chefredaktor Markus Spillmann tritt zurück. NZZ-Mediengruppe, 9. Dezember 2014.</ref><ref name="NZZ">Neue NZZ-Leitung: Eric Gujer wird Chefredaktor. In: Neue Zürcher Zeitung. 11. März 2015, abgerufen am 11. März 2015.</ref> Ab Oktober 2016 war er Leiter Bundespolitik und Mitglied der Chefredaktion beim Wochenmagazin Weltwoche.<ref name="weltwoche">Roger Köppel: Intern: Zum Tod von Dr. René Zeller (1962–2018) In: Weltwoche 21/2018, S. 3.</ref>
Zeller war Autor der ersten Biografie über den Schweizer Militär, Oberst und Frontisten Emil Sonderegger.<ref>René Zeller: Emil Sonderegger. Vom Generalstabschef zum Frontenführer. NZZ-Verlag, Zürich 1999.</ref>
Er verstarb im Mai 2018 im Alter von 55 Jahren an den Folgen einer Krebserkrankung. Er war verheiratet, hatte drei Kinder, darunter den Weltwoche-Journalisten Roman Zeller,<ref>Salomé Balthus kritisiert Journalist Roman Zeller</ref> und lebte in Hedingen.<ref name="weltwoche"/> Sein Vater Willy Zeller (1929–2018) war Korrespondent der NZZ in Brüssel und Leiter der Wirtschaftsredaktion.<ref>Gerhard Schwarz: Journalismus mit unaufdringlicher Brillanz. In: Neue Zürcher Zeitung vom 15. November 2018.</ref>
Weblinks
- <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />René Zeller auf der Website der NZZ ( vom 12. Juni 2016 im Internet Archive)
- Markus Häfliger: Dorthin gehen, wo es wehtut. Nachruf in: Tages-Anzeiger vom 23. Mai 2018.
Einzelnachweise
<references />
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Zeller, René |
| KURZBESCHREIBUNG | Schweizer Journalist |
| GEBURTSDATUM | 26. Juli 1962 |
| GEBURTSORT | Brüssel |
| STERBEDATUM | 17. Mai 2018 |