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Richtfunkturm Bremerhaven

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Der Richtfunkturm in Bremerhaven ist ein Sendeturm im Bremerhavener Stadtteil Mitte.

Bau und Aufgabe

Der Stahlbetonturm wurde zwischen 1962 und 1965 als Richtfunkturm für die Radarkette an der Außenweser erbaut. Die offizielle Verkehrsübergabe der Radarkette an der Außenweser und der zeitgleich errichteten Radarkette an der Elbe erfolgte am 6. September 1965 in feierlichem Rahmen durch den damaligen Bundesverkehrsminister Hans-Christoph Seebohm in Bremerhaven.<ref>Helmut Seger: Radarketten an Elbe und Weser. Niederdeutsches Heimatblatt Nr. 908, August 2025</ref>

Der Turm steht ungefähr da, wo früher die Schleuse zum Alten Hafen lag.<ref>Richtfunkturm Bremerhaven. In: StructuraeVorlage:Abrufdatum</ref> Er ist insgesamt 107,3 m hoch. Die 33 m hohe Antennennadel endet in 113,6 m Höhe über Normalnull. Die Sende- und Empfangsanlagen wurden im Laufe der Jahre ergänzt für Seefunkzwecke, Pegeldatenfunk und Antennen für das AIS-System. Außerdem befinden sich Antennen von Bundes- und Landesbehörden auf dem Turm.

Im 7,50 Meter hohen Turmkopf des Richtfunkturms befindet sich in 59 Metern Höhe ein für den Publikumsverkehr zugänglicher Besucherraum, darüber, in 62,5 Metern Höhe, ein Geräteraum. Im Unterschied zu anderen Sendetürmen mit Aussichtsplattformen gehört der Richtfunkturm nicht der Deutschen Telekom oder einer Rundfunkanstalt, sondern dem Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Bremerhaven.

Der Richtfunkturm wird gemeinhin als Radarturm bezeichnet, obwohl er über keine Radarantenne verfügt.

Radarkette an der Weser

1965 waren zunächst nur Radaranlagen auf einem neu errichteten Stahlbetonturm in Blexen sowie auf den Leuchttürmen Robbenplate, Hohe Weg und Alte Weser vorhanden. Der Leuchtturm Alte Weser war errichtet worden, weil sich der eigentlich als Geräteträger vorgesehene Leuchtturm Roter Sand als ungeeignet erwiesen hatte. Zwischen 1974 und 1981 wurde die Radarkette in Richtung Süden erweitert. Einheitsradarstationen entstanden auf der Luneplate, bei Dedesdorf und Sandstedt sowie auf der Weserinsel Harriersand. Zwischen 1981 und 1986 wurde die Radaranlage in Blexen durch die Einheitsradarstation Tettens bei Langlütjen I und die Radaranlage auf dem Leuchtturm Robbenplate durch die Einheitsradarstation Wurster Arm ersetzt. Die von den Radarstationen eingehenden Bilder und die anderen empfangenen Daten werden in der Verkehrszentrale Bremerhaven verarbeitet. Ihr Gebäude befindet sich neben dem Richtfunkturm.

Tourismus

Der Radarturm ist bis auf Weiteres für den Tourismusverkehr nicht geöffnet.<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. wsa-bremerhaven.de; ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar);Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.</ref>

Trivia

Der Turm kann bei Dunkelheit in unterschiedlichen, wechselnden Farben illuminiert werden.

Im Richtfunkturm wurden Szenen der in der ARD ausgestrahlten Bremerhaven-Krimis gedreht, in denen Zollermittler im Mittelpunkt stehen.

Siehe auch

Weblinks

Commons: Richtfunkturm Bremerhaven – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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Einzelnachweise

<references />