Rohrer Sattel
Der Rohrer Sattel ist ein Pass in den niederösterreichischen Voralpen, der vom Zellenbach in das Piestingtal führt. Er weist eine Höhe von Vorlage:Höhe<ref name="OK50">Rohrer Sattel und Umgebung auf ÖK 50, maps.bev.gv.at, Bundesamt für Eich- und Vermessungswesen Österreich, Österreichische Karte</ref> auf und verbindet Rohr im Gebirge mit Gutenstein. Über ihn verläuft die Gutensteiner Straße (B21) mit einer maximalen Steigung von 8 %. Der Rohrer Sattel ist der niedrigste Übergang zwischen dem Haberkogel Vorlage:Höhe<ref name="OK50" /> im Norden und dem Hochkogel Vorlage:Höhe<ref name="OK50" /> im Südwesten des Sattels.
Die Straße über den Rohrer Sattel wurde erst in den 1960er Jahren trassiert, nachdem zuvor der Verkehr über den etwa 100 Meter niedrigeren Haselrastpass verlief.
Beiderseits fließen Bäche, die den Namen Zellenbach tragen. Der ostseitige Gutensteiner Zellenbach<ref group="Anm.">Nach dem österreichischen Flächenverzeichnis entspringt er am Rohrer Sattel; NÖGIS gibt den nördlichen Ast im Grießtal/Reischergraben.</ref> fließt in die Piesting. Der westseitige Rohrer Zellenbach ist ein Nebenbach der Schwarza. Der Bach vom Pass zu diesem Zellenbach heißt amtlich Mausgraben, doch wird der Zellenbach als vom Rohrer Sattel kommend das ursprüngliche Konzept gewesen sein – wurden doch historisch die Quellen der Schwarza selbst hier gesehen. Dass Täler oder Bäche auf beiden Seiten eines Passes gleich heißen, findet sich in den Alpen öfter.<ref group="Anm.">So gleich nördlich beim Piestingtaler Myrabach (Mirabach) und dem Miragraben am Oberlauf des Rainbachs beiderseits Maria Einsiedl am Unterberg; bekannt das Wipptal beiderseits des Brenner oder die Tauernbäche jeweils beiderseits des Hohen Tauern wie auch des Felbertauern. Spricht für hohes Alter.
Entsprechend würde der Rohrersattel historisch „Zellen“-Sattel geheißen haben. Ob sich das vielleicht auf eine alte Zelle (cella, Einsiedelei) auf der Passhöhe bezieht, oder eine im oberen Schwarzatal (in Schwarzau oder Rohr), oder vielleicht sogar auf Mariazell, ist unklar. Das obere Schwarzatal gehörte ab dem 12. Jahrhundert zur Herrschaft Gutenstein und wurde von hier begangen, und auch das Pilgerwesen nach Mariazell datiert ins Mittelalter.</ref>
Anmerkungen
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Einzelnachweise
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